Grünspanbecherling, Grüner Elfenbecher, Herkunft: USA Chlorociboria aeruginascens   ⭐⭐⭐

Grüne Elfenbecher sind Schlauchpilze, die Holz zersetzen.
Obwohl eine Fruchtbildung möglich scheint, dürfte es dem potentiellen Züchter eher um den holzverfärbenden Effekt gehen, den der Pilz durch sein Wachstum auslöst.

Ein Pigment namens Xylindein ist für die charakteristische bläulich-grüne, seltener auch violette Färbung des befallenen Holzes verantwortlich. Forstwirte nennen den Effekt 
tatsächlich "Grünfäule".

Derart natürlich gefärbtes Holz wird seit hunderten von Jahren von Kunsthandwerkern für feine Intarsienarbeiten verwendet 
und erzielt in Fachkreisen einen erheblichen Wert.

Die Möglichkeit, perfekt gewachsene Holzstämme- oder -stücke durch eine Beimpfung mit dem Pilz zu einem nachgefragten Produkt aufzuwerten, macht diese Art für Tischler und Liebhaber von ausgefallenen Materialien interessant.

Grünspanbecherling, Grüner Elfenbecher, Herkunft: USA Chlorociboria aeruginascens   ⭐⭐⭐

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Kurzportrait

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Name:  Chlorociboria aeruginascens, Kleinsporiger Grünspanbecherling, Grüner Elfenbecher, Green elfcup

Natürliches Vorkommen: Gesamte nördliche Hemisphäre, Europa, Nordasien, Nordamerika

Schwierigkeitsgrad im Anbau: 10 von 10.

Verfahren: Experimentell auf sterilen Laubholzsubstraten, unsteril auf Stämmen.
Der Farbstoff ist bereits im Myzel enthalten, wenn dieses eine gewisse Zeit hat, heranzuwachsen. Agarkulturen sind also zur experimentellen Farbstoffgewinnung ausdrücklich geeignet.

Ertrag: keine Angaben möglich

Speisewert: Entfällt, da kein Speisepilz.

Vitalwert: keine Angaben möglich

Kulturlinie SE 018:  Ein Wildfund aus den Vereinigten Staaten.

Experimentalstamm: Eine Fruchtung kann ich Ihnen nicht garantieren,
da keine eigenen Versuche erfolgt sind.

Bilder: 1. Beispielbild von Fruchtkörpern  

Produktdetails

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Frisch angelegte Petrischale 9 cm
(Auf ihre Bestellung extra frisch angelegt)

Steril hergestellte Reinkultur, frisch aus Urkultur mit definiertem generativen Status übertragen. Gewachsen auf 30ml Vollmedium-Nährboden,
aus hochwertigen Laboragars hergestellt. Extrasteife Ausführung mit erhöhtem
Agar-Agar-Anteil, dadurch bleibt der Nährboden auch nach langer Lagerung schnittfest. 6-fach mit Parafilm versiegelte und im wiederverwendbaren Mikrofilterbeutel doppelt verschweißte Einmal-Petrischale aus Polystyrol.

Bei Versand nahezu vollständig besiedelt, frei von Kondenswasser und jeglicher Kontamination, dreifach hygienisch und bruchsicher verpackt. Im Lieferumfang enthalten sind zwei Verschlußstreifen aus Parafilm, mit denen Sie nach einer Entnahme des Myzels die Schale wieder zuverlässig versiegeln können.

Zur Beimpfung von Flüssignährböden, Körnerbrut, Dübeln oder anderen Vorkulturen. Auch zum Anlegen einer Langzeitkultur auf Schrägagar oder in sterilem Wasser bestens geeignet. Sie können damit auch ein sterilisiertes Endsubstrat beimpfen, allerdings wird die Besiedelung länger dauern als mit anderem Brutmaterial.

Zur Verarbeitung ist die Verwendung einer Impfbox, eines Bunsenbrenners
oder eines
Flowhoods zur Bewahrung der Sterilität zwingend erforderlich.
Eine ausführliche Anleitung zur Verarbeitung meiner Kulturen auf Petrischalen
finden Sie hier...
(Link)

Bei Lagerung um 2-4°C ist die Kultur mind. 6 Monate haltbar. 
Auf Ihre Bestellung hin FRISCH produziert, keine Lagerware.  
Lieferzeit 14-28 Tage.


Wissenswertes

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Allgemeines:
Ein Schlauchpilz der nördlichen Hemisphäre, auch in unseren Wäldern zu finden. Befallen werden am Boden liegende Äste und Stämme von Buchen und Eichen, auch andere Harthölzer werden nicht verschmäht. Die Fruchtkörper bleiben nur klein und gelten als ungenießbar.

Dem Züchter wird es eher um die Verfärbung des Holzes gehen. Der Effekt ist seit langer Zeit bekannt, schon im Mittelalter verwendete der italienische Kunsttischler Fra Giovanni da Veroni solches Holz für seine Intarsienarbeiten. Wenn Sie die faszinierende Welt der holzverfärbenden Pilze interessiert, ist dieser ausgezeichnete Artikel von Sara C. Robinson bestimmt etwas für Sie...(Link)

Zuchtverfahren:
Sämtliche Verfahren müssen wegen dem Mangel an Berichten über Zuchtversuche als experimentell eingestuft werden. Es gibt jedoch einige wissenschaftliche Abhandlungen zum Thema, die sich leicht mit einer Google-Suche finden lassen.

Die Tatsache, daß der Pilz offenbar durch andere Pilze "vorverdaute" Hölzer bevorzugt, machen die Wahl der geeigneten Stämme nicht leichter.
Vorstellbar sind Versuche auf mehr oder weniger abgelagerten Stämmen von Buchen, Eichen, Pappeln oder Ahorn.
Sterile Substrate aus Eichen- oder Buchenholz, möglicherweise vorkompostiert und anschließend sterilisiert, dürften sich eignen, um tatsächlich die selten zu sehenden Fruchtkörper zu produzieren.
Um nur den gefragten Farbstoff zu gewinnen, reichen Agarkulturen völlig aus, der Pilz bildet ein flauschiges, dichtes und grünes Myzel, welches bereits Xylindein enthält.

Tricks und Kniffe:
Offensichtlich spielt der Gehalt an verwertbaren Zuckern im Substrat eine wichtige Rolle, in welchen Mengen der Pilz den Farbstoff produziert. Höher aufgewertete Substrate regen den Pilz zu erhöhter Produktion an.

Achtung: Pilz mit Sporenentwicklung.
Sporen dieses Pilzes können Beschwerden und Erkrankungen bei Mensch und Tier auslösen. Züchten Sie diesen Pilz besser nicht in Wohnräumen oder Stallungen. 
Halten sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Anbau geeignete Schutzmaßnahmen ein und ernten sie den Pilz vor der Sporenbildung.