Austernseitling, Winter oyster Industriehybride, Herkunft: Belgien, Pleurotus ostreatus var.⭐

Austernseitlinge gelten als sehr leicht züchtbar. 
Sie nehmen auch Substrate an, die in wenigen Minuten 
auf dem Küchentisch erzeugt werden können. Ihr Anbau 
lohnt wegen des guten Geschmacks und des reichen Ertrags.

Dieser Strain der europäischen Zuchtindustrie überzeugt 
durch eine perfekte Traubenbildung, den üppigen Ertrag 
und die feste Konsistenz der Fruchtkörper.

Ein Hybride europäischer und pan-europäischer Herkunft. 
Er fruchtet anders als echte Wildlinien unserer Breiten 
auch ohne Kälteschock.

Austernseitling, Winter oyster Industriehybride, Herkunft: Belgien, Pleurotus ostreatus var.⭐

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Kurzportrait

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Name: Pleurotus ostreatus var.hort., Austernseitling, Oyster mushroom, Hiratake

Natürliches Vorkommen: Nahezu weltweit, Wundparasit und Saprobiont an Laubholz. Einer der wenigen Carnivoren unter den Großpilzen. Kann mit speziellen Hyphenfallen Fadenwürmer "fangen" und verdauen. Diese Kulturlinie kommt aber nicht in der Natur vor.

Schwierigkeitsgrad im Anbau: 1 von 10.

Verfahren: Unsteril auf pasteurisierten Laubholz-oder Strohsubstraten oder auf Stammholz. Steril auf angereicherten Schüttsubstraten. Experimentell auf allen Arten organischer Substanz. Präzise Anbauparameter zur Sorte finden Sie unten.

Ertrag: 80% -250% BE möglich.

Speisewert: 7 von 10

Marktsituation: Als Frischpilz, getrocknet, und als Konserve in Deutschland erhältlich. Asiatische und polnische Qualitäten aus Großmärkten werden relativ billig gehandelt, für gute Demeterqualität aus Deutschland zahlt man etwa € 15.-/Kg.

Vitalwert: 7 von 10

Sonstiger Wert: Möglicherweise einsetzbar zur biologischen Klärung verseuchter Untergründe. (Mycoremediation)

Kulturlinie SE 122: Die Erfolgslinie der europäischen Profizüchter.
Sehr beliebt als Ganzjahreslinie auch bei vielen Hobbyzüchtern,
weil sie ohne Kälteschock und in einem breiten Temperaturspektrum von 5-20°C fruchtet. Dunkelbraun bleibende Fruchtkörper wie auf den Bildern erhalten sie bei kalter Kulturführung um 5-6°C, ansonsten bleiben die Pilze grau.

Dieser Strain wird von mir regelmäßig beim Hersteller nachgekauft, um einen gleichbleibend hohen Ertrag, Resistenz und eine perfekte Performance zu garantieren. Petrischalen dieser Art erhalten Sie von mir als P-2.
Damit ist die Kultur genetisch gesehen nur wenige Tage alt.
Weitere Informationen zum P-Wert finden Sie
hier....

Bilder: Alle Bilder zeigen den originalen Strain. Dank an meine Freunde Freimut Stephan und Christian Leitgeb für die Bereitstellung ihrer Bilder.

Produktdetails

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Produkt # 12201: Petrischale 9 cm
(Auf ihre Bestellung extra frisch angelegt)

Steril hergestellte Reinkultur, frisch aus Urkultur mit definiertem generativen Status (hier: P-1) übertragen. Gewachsen auf 30ml Vollmedium-Nährboden,
aus hochwertigen Laboragars hergestellt. Extrasteife Ausführung mit erhöhtem
Agar-Agar-Anteil, dadurch bleibt der Nährboden auch nach langer Lagerung schnittfest. 6-fach mit Parafilm versiegelte und im wiederverwendbaren Mikrofilterbeutel doppelt verschweißte Einmal-Petrischale aus Polystyrol.

Bei Versand nahezu vollständig besiedelt, frei von Kondenswasser und jeglicher Kontamination, dreifach hygienisch und bruchsicher verpackt. Im Lieferumfang enthalten sind zwei Verschlußstreifen aus Parafilm, mit denen Sie nach einer Entnahme des Myzels die Schale wieder zuverlässig versiegeln können.

Zur Beimpfung von Flüssignährböden, Körnerbrut, Dübeln oder anderen Vorkulturen. Auch zum Anlegen einer Langzeitkultur auf Schrägagar oder in sterilem Wasser bestens geeignet. Sie können damit auch ein sterilisiertes Endsubstrat beimpfen, allerdings wird die Besiedelung länger dauern als mit anderem Brutmaterial.

Zur Verarbeitung ist die Verwendung einer Impfbox, eines Bunsenbrenners
oder eines
Flowhoods zur Bewahrung der Sterilität zwingend erforderlich.
Eine ausführliche Anleitung zur Verarbeitung meiner Kulturen auf Petrischalen
finden Sie hier...
(Link)

Bei Lagerung um 2-4°C ist die Kultur mind. 6 Monate haltbar. 
Auf Ihre Bestellung hin FRISCH produziert, keine Lagerware.  
Lieferzeit 14-21Tage.


Produkt # 12203:  Flüssigbrut 10 ml 

Steril im Bioreaktor hergestellte Flüssig-Reinkultur auf Basis einer Vorkultur mit definiertem generativen Status und einer Nährlösung aus natürlichen Zutaten.
Durch wiederholte Kontrollabstriche auf Reinheit geprüft. 

Unter Laborbedingungen in hochwertige Einmalspritzen (Braun Omnifix) aufgezogen, mit Luer-Lock-Stopfen sicher verschlossen, hygienisch sicher im Ziplockbeutel verpackt und sofort gekühlt. Die hohe Besiedelungsdichte der Nährlösung garantiert ein schnelles Anwachsen. Eine mitunter leichte Eintrübung oder Verfärbung des Myzels sind verfahrensbedingt. 

Zum Lieferumfang gehören außerdem: 

  • 2 Impfports zur einfachen Brutherstellung im Glas.
  • 2 Alkoholtupfer zum Abreinigen des Impfports. 
  • 2 steril verpackte extradicke Kanülen zur leichten Verarbeitung.
  • 2 steril verpackte Luer-Lock-Stopfen zum hygienischen Verschluss der Spritze.  


Zur Beimpfung von Flüssig-, Körner-, Substrat- oder Dübelbrut auch ohne aufwändige Steriltechnik. Auch zur direkten Beimpfung eines sterilen Endsubstrats geeignet, rechnen Sie aber mit einer verlängerten Einbrutzeit.
 
Durch die spezielle Behandlung des Myzels während der Herstellung ist Flüssigmyzel extrem schlagkräftig und zur schnellen und einfachen Beimpfung von Bruten und Substraten aller Art gut geeignet. Zur Linienerhaltung sollten Sie besser eine echte Reinkultur auf Petrischale erwerben. 

Eine Anleitung zur Verarbeitung meiner Flüssigbrut finden Sie hier...

Bei Lagerung um 2-4°C mind. 2 Monate haltbar.  
Sofort versandbereit, Lieferzeit 4-6 Tage


Produkt # 12204: Körnerbrut 0,9 Liter

Steril hergestellte Körnerbrut aus zertifiziertem Bio-Getreide und gefiltertem Wasser auf Basis einer flüssigen Vorkultur mit definiertem generativen Status (hier: P-4)  Garantiert ohne jede weitere Zutat. Mehrfach auf Reinheit kontrollierter
SacO²-Mikrofilterbeutel aus frischer Produktion, maximales Alter 8 Wochen 
nach Beimpfung. Nach Fertigstellung bis zur Auslieferung stark gekühlt. Handwerklich hergestellte, stramm gepackte Einzelstücke ohne Luftblase, 
zum Versand hygienisch verpackt in einen versiegelten PE-Beutel. 

Sie erhalten von mir keine in Kleinbeutel umgefüllte Billigware unklarer Provinienz, sondern eine in meinem Labor erzeugte junge Reinkultur, die keiner Umfüllung 
(und damit einer eventuellen Nachverkeimung) ausgesetzt wurde.

Geeignet zur Beimpfung von sterilen und unsterilen Substraten sowie zur Herstellung von weiterer Körnerbrut mittels G2G-Verfahren. 

Dieses Material bleibt bei sachgerechter Lagerung und Weiterkühlung mehrere Wochen kräftig zündfähig. Gerade zur Weitervermehrung auf Getreidebrut, aber auch bei eigentlicher Verwendung  als direktes Brutmaterial für das Endsubstrat sollten Sie das Material immer so schnell wie möglich einsetzen.

Bei Lagerung um 2-4°C mind. 4 Wochen haltbar.  
Sofort versandbereit, Lieferzeit 3-5 Tage. 

Wissenswertes 

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Allgemeines:
Ein weitverbreiter, sehr wohlschmeckender Winterpilz. Er lebt als Schwächeparasit, kann seine Lebensweise aber leicht auf saprobiontisch umstellen und ist deshalb züchtbar. Weltweit gilt er neben dem Champignon, dem Shiitake und dem Buchenrasling als der meistgezüchtete Pilz überhaupt.

Einer der Hauptgründe für seinen Erfolg liegt in seiner Fähigkeit, alle möglichen
und unmöglichen Substrate aufzuschließen. Die Eigenart, diverse organische Abfälle verwerten zu können, macht ihn zu einer unverzichtbaren Nahrungsquelle gerade in der dritten Welt. Man kann Austernpilze auf Bananenstümpfen züchten oder auf Altpapier. Sie wachsen auf Ihrer alten gekochten Jeans genau so gut wie auf eingeweichten Strohballen. Klopapierrollen und Komposthaufen werden ebenfalls nicht verschmäht.

Neben seiner Bedeutung als Speisepilz erfüllt der Pilz alle Voraussetzungen, um vielleicht irgendwann auch hier ganz "offiziell" als Heilpilz anerkannt zu werden.
In der chinesischen und japanischen Volksmedizin gilt er schon lange als solcher.

Die besondere Fähigkeit des Pilzes, ihn auf ein bestimmtes Substrat trainieren
zu können, prädestiniert ihn für biologische Entseuchungen. Diese englisch als Mycoremediation bezeichnete Art von organischer Sanierung wird weltweit zunehmend eingesetzt. Man kann mit Austernpilzen Wasser reinigen, schwerst verseuchte Industrie-Untergründe dekontaminieren, gebrauchte Babywindeln recyclen und vieles mehr.

Zuchtverfahren:
Wächst auf überbrühten Strohpellets und anderen einfachen Substraten sowie auf Stämmen und Stümpfen von Laubhölzern. Bei der Substratwahl sind Ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt, Austernpilze verdauen diverse pflanzliche Rohstoffe, für die Sie vielleicht nicht einmal Geld bezahlen müssen. Beste Zuchterfolge erzielen Sie mit einem sterilen, gut angereicherten Substrat auf Laubholzbasis.
Schöne Ergebnisse im herbstlich/winterlichen Außenbereich sind auch mit dem Strohwurst- oder dem Eimer-Verfahren möglich, siehe Bilder.

Tricks und Kniffe:
Wie alle Seitlingsarten mag der Austernpilz neben einem guten Luftaustausch auch eine gute Luftbewegung (Fanning) im Zuchtraum.
Die Einhaltung eines CO²-Wertes unter 1000 ppm in der Raumluft und eine ausreichende Ventilation stellen sicher, daß sich die Hüte entwickeln, ohne dass der Stiel lang und damit zäh wird. Als klassische Seitenfruchter entwickeln sich die Fruchtkörper natürlicherweise büschelig und ohne viel Stielanteil.

Obwohl nicht zwingend notwendig, profitiert auch diese genetische Linie von einem 24-stündigen Kälteschock, den Sie unmittelbar vor der Öffnung der Kultur, dem sog. "Birthing" durchführen können.

Vermeiden Sie lieber, das Substrat zur Fruchtung großflächig zu exponieren. Damit fördern Sie nur die Bildung von Aborten, die sich nicht zu echten Pilzen entwickeln und die Kultur nur unnötig Kraft kosten. Mehr Ertrag haben Sie durch eine größere Oberfläche definitiv nicht. Außerdem trocknet die Kultur erheblich schneller aus. Öffnen Sie lieber nur wenige kleine "Fruchtungsfenster", aus denen der
Pilz schlüpfen kann.

Bei einem ideal gestalteten Pinset erhalten Sie wenige Tage nach Fruchteinleitung einzelne kleine Schwarmkolonien, die sich innerhalb von wenigen Tagen zu großen Büscheln auswachsen. Nachträgliches Gießen sollten Sie während der ersten Erntewelle möglichst vermeiden. Sprühen Sie Pilze auch niemals direkt mit Wasser an! Beide Methoden zur nachträglichen Befeuchtung erhöhen nur das Risiko, daß sich Kontaminanten wie Bakterien oder Schimmel einnisten.

Zur Einleitung von Folgewellen ist eine Nachbefeuchtung, bevorzugt durch einen Tauchgang, irgendwann nötig. Fangen Sie damit aber besser nicht zu früh an!

Wenn Sie Behälter verwenden, bei denen der Pilz nur oben herauskommen kann (Gläser, Flaschen, Töpfe), legen Sie diese zur Ausfruchtung lieber auf die Seite, damit der Pilz seitlich heraus wachsen kann.

Wenn Sie Zuchtbeutel verwenden, die Sie seitlich aufschneiden wollen, warten Sie nicht zulange mit dem "Birthing". Wenn Sie im Beutel bereits Pilze erkennen, ist es eigentlich schon zu spät. Drücken Sie lieber frühzeitig, also unmittelbar nach erfolgreicher Besiedelung, alle Luft heraus. Klappen Sie den oberen Teil des Beutels mitsamt Filterpatch über die Kultur, statt ihn abzuschneiden. Fixieren Sie das Ganze kräftig mit Klebeband. Luftlöcher und Höhlen sollten nicht verbleiben, dort fruchtet u.U. der Pilz ungewollt hinein.
Öffnen Sie dann mit einem sauberen Hakenmesser den Beutel an einigen wenigen Stellen, an denen sich schon primordiales Wachstum zeigt oder ahnen lässt.
Der sofortige Umzug in den Fruchtungsraum mit sehr hoher Luftfeuchte, viel Frischluft, kühleren Temperaturen und Licht sagen ihm jetzt, daß er loslegen soll...
Klatschen Sie am Ende den Beutel leicht ab wie ein gerade geborenes Baby und wünschen Sie dem Pilz eine gesunde Nachkommenschaft. Dadurch wird das lose CO² im Substrat gelöst, der Pilz startet dann unmittelbar zur Fruchtung.

Achtung: Pilz mit hoher Sporenentwicklung!
Sporen dieses Pilzes können Beschwerden und Erkrankungen bei Mensch und Tier auslösen. Züchten Sie diesen Pilz besser nicht in Wohnräumen oder Stallungen. Halten sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Anbau geeignete Schutzmaßnahmen ein und ernten sie den Pilz vor der Sporenbildung. 

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