Igelstachelbart, "Pom-Pom" wärmetolerante Sorte, Kulturhybride, Herkunft: Polen, Hericium erinaceus⭐

Dieser Delikatesspilz aus europäischen Wäldern 
macht auch als Vitalpilz von sich reden. 

Leichter Anbau auf Laubholz- und Mischsubstraten.
Sie können auch Stämme beimpfen.

Bei richtiger Kulturführung erhalten sie handballgroße Fruchtkörper, die jeden Feinschmecker strahlen lassen.

Diese Variante gedeiht gut in wärmeren Klimaten.

Igelstachelbart, "Pom-Pom" wärmetolerante Sorte, Kulturhybride, Herkunft: Polen, Hericium erinaceus⭐

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Kurzportrait

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Name:  Hericium erinaceus, Igelstachelbart, Pom Pom, Affenkopfpilz, Lions mane, Yamabushitake.

Natürliches Vorkommen: Gemäßigte Zonen der Nordhalbkugel. Wundparasit an Laubholz.

Schwierigkeitsgrad im Anbau: 2 von 10.

Verfahren: Unsteril auf pasteurisierten Laubholzsubstraten oder auf Stammholz.
Steril auf angereicherten Schüttsubstraten.
Genaue Anbauparameter finden Sie weiter unten.

Ertrag: bis 120% BE möglich.

Speisewert: 9 von 10. Von der DGfM als Speisepilz eingestuft.

Marktsituation: Igelstachelbärte werden mittlerweile öfter am Markt vorgehalten. Meist handelt es sich um Pilze aus Bio-Zuchtbetrieben. Rechnen Sie mit einem Preis von etwa € 25.-/Kg für gute Qualitäten. Auch in getrockneter Form und in diversen Nahrungsergänzungsmitteln erhältlich, vornehmlich asiatischer Herkunft.

Vitalwert: 10 von 10

Kulturlinie SE 066: Aus einem polnischen Brutbetrieb, hochtragend bei richtiger Fruchtungsstrategie. Diese genetische Linie mag es lieber etwas wärmer, Werte zwischen 20°C und 24°C sind ideal.

Wenn sie eine Sorte suchen, die besser in kälterer Umgebung bei 16°-20° performt, entscheiden sie sich bitte für meine Kulturlinie aus Belgien. Mein Strain aus den USA gilt als hitzestabil und verträgt sogar Temperaturen über 30°C.

Produktdetails

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Produkt # 06601:  Petrischale 9 cm
(Auf ihre Bestellung extra frisch angelegt)

Steril hergestellte Reinkultur, frisch aus Urkultur mit definiertem generativen Status (hier: P-4) übertragen. Gewachsen auf 30ml Vollmedium-Nährboden,
aus hochwertigen Laboragars hergestellt. Extrasteife Ausführung mit erhöhtem
Agar-Agar-Anteil, dadurch bleibt der Nährboden auch nach langer Lagerung schnittfest. Mehrfach mit Spezialfilm versiegelte und im wiederverwendbaren Mikrofilterbeutel doppelt verschweißte Einmal-Petrischale aus Polystyrol.

Bei Versand nahezu vollständig besiedelt, frei von Kondenswasser und jeglicher Kontamination, dreifach hygienisch und bruchsicher verpackt. Im Lieferumfang enthalten sind zwei Verschlußstreifen aus Parafilm, mit denen Sie nach einer Entnahme des Myzels die Schale wieder zuverlässig versiegeln können.

Zur Beimpfung von Flüssignährböden, Körnerbrut, Dübeln oder anderen Vorkulturen. Auch zum Anlegen einer Langzeitkultur auf Schrägagar oder in sterilem Wasser bestens geeignet. Sie können damit auch ein sterilisiertes Endsubstrat beimpfen, allerdings wird die Besiedelung länger dauern als mit anderem Brutmaterial.

Zur Verarbeitung ist die Verwendung einer Impfbox, eines Bunsenbrenners
oder eines
Flowhoods zur Bewahrung der Sterilität zwingend erforderlich.

Bei Lagerung um 2-4°C ist die Kultur mind. 6 Monate haltbar. 
Auf Ihre Bestellung hin FRISCH produziert, keine Lagerware.  
Lieferzeit 14-21Tage.

Wissenswertes 

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Allgemeines:
Ein heimischer Pilz, inzwischen selten und bedroht, obwohl überall in Europa verbreitet. Der Pilz kann seine eigentlich parasitäre Lebensweise auf saprobiontisch umstellen und ist deshalb leicht züchtbar. Igelstachelbärte gelten als Delikatesse, wer ihn einmal probiert hat, versteht das sofort.

Die einzigartige Struktur der Fruchtkörper eröffnet dem kreativen Koch eine breite Auswahl an Zubereitungsarten. Versuchen Sie ihn mal "à la parisienne": Mundgerechte Stücke kurz in Mehl anstäuben, durch geschlagenes Ei ziehen, und in reichlich schäumender Butter zügig ausbacken. Mit einer Lemonaise (eine frisch aufgeschlagene Sc.Hollandaise, verfeinert mit frischem Limettensaft und einem Auszug aus Kaffirlimettenblättern) serviert, hmmm. Ein Gericht, bei dem trotz der Kalorien jede Frau schwach wird...

In zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen wurde der Pilz auf seine möglichen gesundheitlichen Wirkungen auf den Menschen untersucht, machen Sie sich mit einer kleinen Recherche selbst ein Bild.

Zuchtverfahren: 

Gute Zuchterfolge erzielen Sie auf meinem Standardrezept für Holzzersetzer. Besonders wichtig ist die Struktur des Substrats, es muß locker-fluffig sein und gut atmen können. Verwenden Sie nicht nur ganz feines, sondern auch mittelfeines Sägemehl, bevorzugt aus Buche. Igelstachelbärte können wie Austernpilze direkt nach der Besiedelung des Substrats in die Fruchtung gehen, sie brauchen keine Reifephase.

Tricks und Kniffe: 

Igel gelten als frech und voreilig und fruchten manchmal völlig unkontrollierbar. Mitunter schon auf der Petrischale, in der Brut oder auf nur teilweise besiedeltem Endsubstrat. Oder sogar in völliger Dunkelheit. Sie sind sehr empfindlich, was zu hohe CO²-Werte angeht und schalten manchmal sogar während der Fruchtung zurück in den Vegetationsmodus. Es entwickelt sich mitunter ein wolkiges Luftmyzel ohne Substanz, wenn die CO²-Werte für längere Zeit eine kritische Marke überschreiten.

Angestrebt sind nur einzelne Fruchtkörper auf dem Substrat, lassen sie der Kultur besser nur wenige Fruchtungsfenster, idealerweise nur Nadelstiche an Stellen, an denen bereits primordiales Wachstum zu erkennen ist, anstatt sie großflächig zu exponieren.
 
Richtige Bärte erhalten sie, wenn der Pilz seitlich hängend ausfruchten kann. Beschweren Sie die Kultur dann bitte rechtzeitig mit einem Gewicht, damit sie nicht umfällt. Bei der Fruchtung nach oben erhalten sie kugelförmige Pilze mit schönen Locken, echte "Pom-Poms" oder "Affenköpfchen".  Lassen sie die Igel nicht zu lange auf dem Substrat sitzen, solche Fruchtkörper schmecken oft bitterlich. Aus diesem Grund ist ein schneller Kulturverlauf vorteilhaft.

Achtung: Pilz mit Sporenentwicklung.
Sporen dieses Pilzes können Beschwerden und Erkrankungen bei Mensch und Tier auslösen. Züchten Sie diesen Pilz besser nicht in Wohnräumen oder Stallungen. 
Halten sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Anbau geeignete Schutzmaßnahmen ein und ernten sie den Pilz vor der Sporenbildung.

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