Kräuterseitling, King oyster, Hochertragslinie, Kulturhybride aus Belgien, Pleurotus eryngii var.⭐⭐

Diesen Hybriden verwendet die europäische Pilzindustrie zur kommerziellen Erzeugung. 

Gute Resistenz gegen nachträgliche bakterielle Verkeimung, sehr guter Ertrag. Bei richtiger Kulturführung erhalten Sie festfleischige Großpilze, die fantastisch schmecken und sich 
für viele Zubereitungen eignen.

Kein idealer Anfängerpilz, Kräuterseitlinge sind empfindlich.
Sie brauchen hohe Feuchtewerte, aber gleichzeitig eine gute Ventilation und einen hohen Luftaustausch. 

Kräuterseitling, King oyster, Hochertragslinie, Kulturhybride aus Belgien, Pleurotus eryngii var.⭐⭐

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Kurzportrait

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Name:  Pleurotus eryngii, Kräuterseitling, King oyster, French horn, Trumpet royale

Natürliches Vorkommen: Mittelmeerraum, Parasit auf Laserkraut (Eryngii campestre)

Schwierigkeitsgrad im Anbau: 4 von 10.

Verfahren: Unsteril auf pasteurisierten Substraten auf Stroh-, Hanf- oder Laubholzbasis, steril auf mit Ölsaaten und Getreide angereicherten Schüttsubstraten. Stammbeimpfungen sind nur experimentell möglich, als klassischer Bodenbewohner schafft der Kräuterseitling es nicht, auf Stämmen zu fruchten, obwohl er auch in diese einwächst. Präzise Anbauparameter zu dieser Sorte finden Sie unten.

Ertrag: bis 120% BE möglich.

Speisewert: 7 von 10

Marktsituation: Kräuterseitlinge erhalten Sie in Deutschland als Zuchtpilze verschiedener Herkunft. Koreanische oder chinesische Qualitäten gelten als akzeptabel und mit € 12.-/Kg als preiswert. Für ganz frische Bio-Qualität aus deutschen Landen müssen Sie etwa € 20.-/Kg hinblättern. Wildpilze aus Italien sind in Süddeutschland manchmal erhältlich, rechnen Sie auch hier mit saftigen Preisen.

Vitalwert: 6 von 10

Kulturlinie SE 117:  Die Erfolgslinie der europäischen Pilzindustrie, aus Belgien. Weiterentwickelt auf Festfleischigkeit, hohen Ertrag und verbesserte
Resistenz gegen bakterielle Kontamination, speziell gegen Pseudomonas.

Dieser Strain wird von mir regelmäßig beim Hersteller nachgekauft, um einen gleichbleibend hohen Ertrag, Resistenz und eine perfekte Performance zu garantieren. Petrischalen dieser Art erhalten Sie von mir als P-2. Mit solchen P-2-Kulturen beimpfe ich auch meine Flüssigbruten. Damit sind die Kulturen genetisch gesehen nur wenige Tage alt. Weitere Informationen zum P-Wert finden Sie hier....

Bilder: Alle Fotos zeigen den originellen, angebotenen Stamm.
             
1. Eine erntereife Kultur auf Buche/Hanf/Strohsubstrat
             2. Nahaufnahme (Richard Eibl)
             3. Blick in mein Fruchtungszelt 
             4. Zweite Erntewelle nach Abdeckung mit einer Deckerde (Vermiculite)
             5. Großer Einzelfruchtkörper aus einer Flaschenkultur

Produktdetails

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Produkt # 11701: Petrischale 9 cm
(Auf ihre Bestellung extra frisch angelegt)

Steril hergestellte Reinkultur, frisch aus Urkultur mit definiertem generativen Status (hier: P-1) übertragen. Gewachsen auf 30ml Vollmedium-Nährboden,
aus hochwertigen Laboragars hergestellt. Extrasteife Ausführung mit erhöhtem
Agar-Agar-Anteil, dadurch bleibt der Nährboden auch nach langer Lagerung schnittfest.  

Mehrfach mit Spezialfilm versiegelte und im wiederverwendbaren Mikrofilterbeutel doppelt verschweißte Einmal-Petrischale aus Polystyrol.

Bei Versand nahezu vollständig besiedelt, frei von Kondenswasser und jeglicher Kontamination, dreifach hygienisch und bruchsicher verpackt. Im Lieferumfang enthalten sind zwei Verschlußstreifen aus Parafilm, mit denen Sie nach einer Entnahme des Myzels die Schale wieder zuverlässig versiegeln können.

Zur Beimpfung von Flüssignährböden, Körnerbrut, Dübeln oder anderen Vorkulturen. Auch zum Anlegen einer Langzeitkultur auf Schrägagar oder in sterilem Wasser bestens geeignet. Sie können damit auch ein sterilisiertes Endsubstrat beimpfen, allerdings wird die Besiedelung länger dauern als mit anderem Brutmaterial.

Zur Verarbeitung ist die Verwendung einer Impfbox, eines Bunsenbrenners
oder eines
Flowhoods zur Bewahrung der Sterilität zwingend erforderlich.

Bei Lagerung um 2-4°C ist die Kultur mind. 6 Monate haltbar. 
Auf Ihre Bestellung hin FRISCH produziert, keine Lagerware.  
Lieferzeit 21-28 Tage.

Wissenswertes

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Allgemeines:
Ein Pilz vom Mittelmeer, eigentlich ein Parasit. Er kann seine Lebensweise auf saprobiontisch umstellen und ist deshalb relativ leicht züchtbar.
Ein Pilz von hoher wirtschaftlicher Bedeutung, neben gutem Geschmack und Konsistenz spielt für den Handel die im Vergleich zu allen anderen Zuchtpilzen erheblich längere Lagerfähigkeit eine wichtige Rolle. 
 

👨‍🍳 Persönlich halte ich den oft herangezogenen Vergleich zu Steinpilzen für übertrieben. Die hervorragende Konsistenz und die Größe der Pilze machen aber vielfältige Zubereitungsarten möglich. Versuchen Sie einmal, dicke Scheiben aus Längsschnitten auf dem Grill zuzubereiten. Marinaden mit
z.B. Honig, Sesam, Sojasoße und feinen Nußölen werden 1 Stunde vor Zubereitung dünn aufgestrichen, danach werden die Scheiben bei moderater Temperatur knusprig gegrillt.


Zuchtverfahren:
Beste Zuchterfolge erzielen Sie mit sterilen Substraten auf Buchenmehlbasis
oder meinem Standardrezept für Kräuterseitlinge. Zuschläge aus Getreide,
Kleie, Ölsaaten, Kaffee und Luzerne haben sich bewährt.
Auch andere Substratmischungen, welche Stroh und/oder Hanf enthalten, funktionieren gut. Kräuterseitlinge sind Starkzehrer und profitieren im ersten Ernteschub von energiehaltigen Zuschlägen.

Die häufig von Verbrauchern höher eingeschätzten Fruchtkörper mit kleinem Hut und ausgeprägtem dicken Stiel erhalten Sie, wenn Sie den Frischluftaustausch reduzieren, um einen höheren CO²-Wert im Fruchtungsraum zu erhalten.

Trotzdem gilt der Kräuterseitling nicht als wirklicher Anfängerpilz.
Er ist erheblich anfälliger gegen bakteriellen Befall und nicht so aggressiv wie z.B. der Austernseitling. Er benötigt eine Umgebung (Zelt, Minigewächshaus, etc.) mit gleichmäßig hohen Feuchtewerten und echtem Luftaustausch.

CO2-Fehler bei der Fruchtungseinleitung quittiert der Pilz mit ungleichmäßigem Pinset, zahlreichen Aborten oder "Monsterbildung".

Tricks und Kniffe:
Ohne ausreichende Möglichkeit, die Umgebungsluft der Kultur auf Feuchte- und CO²-Gehalt zu kontrollieren, bleiben Ihre Anbauversuche experimentell. Ein mechanisches Aufrauhen der Oberfläche von Beutel- oder Flaschenkulturen nach der Einbrut- und Reifephase ergibt ein gleichmäßigeres Fruchtungsbild. Die Aufbringung einer Deckerde erleichtert dem Pilz den Schlupf und ist zur Einleitung von Folgewellen die Methode der Wahl.
Der Pilz profitiert von Luftbewegung im Raum, Profis verwenden Schwenkventilatoren, um einem nachträglichen Schimmelbefall vorzubeugen.
Bauen Sie den Pilz nicht zusammen mit Schüpplingsarten (Pholiota nameko, Pholiota adiposa) im selben Raum an. Sporen dieser Arten verträgt der Kräuterseitling nicht.

Achtung: Pilz mit hoher Sporenentwicklung.
Sporen dieses Pilzes können Beschwerden und Erkrankungen bei Mensch und Tier auslösen. Züchten Sie diesen Pilz besser nicht in Wohnräumen oder Stallungen. 
Halten sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Anbau geeignete Schutzmaßnahmen ein und ernten sie den Pilz vor der Sporenbildung.

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