Kräuterseitling, King oyster Sorte: "Englischer Riese" Kulturhybride,Herkunft:UK Pleurotus eryngii⭐⭐

Dieser Gigant aus einer kleinen englischen Manufaktur
kann es mit den besten Hochertragslinien
der Zuchtindustrie aufnehmen.

Mit geeigneten Kulturverfahren, einem stark angereicherten Substrat und einer geeigneten Fruchtungsstrategie können Sie Riesenpilze mit einem Gewicht von über einem Kilo erzeugen.


Kein idealer Anfängerpilz, Kräuterseitlinge sind empfindlich, 
sie brauchen hohe Feuchtewerte, aber gleichzeitig eine gute Ventilation und einen hohen Luftaustausch.

Kräuterseitling, King oyster Sorte: "Englischer Riese" Kulturhybride,Herkunft:UK Pleurotus eryngii⭐⭐

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Kurzportrait

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Name:  Pleurotus eryngii, Kräuterseitling, King oyster, French horn, Trumpet royale

Natürliches Vorkommen: Mittelmeerraum, Parasit auf Laserkraut (Eryngii campestre)

Schwierigkeitsgrad im Anbau: 4 von 10.

Verfahren: Zur Erzeugung von Riesenpilzen ist die Einhaltung von sterilen Verfahren, eine große Substratmenge und ein spezielles Fruchtungsschema wichtig. Weitere Erklärungen weiter unten...

Ertrag: bis 120% BE möglich.

Speisewert: 7 von 10

Marktsituation: Kräuterseitlinge erhalten Sie in Deutschland als Zuchtpilze verschiedener Herkunft. Koreanische oder chinesische Qualitäten gelten als akzeptabel und mit € 12.-/Kg als preiswert. Für ganz frische Bio-Qualität aus deutschen Landen müssen Sie etwa € 20.-/Kg hinblättern. Wildpilze aus Italien sind in Süddeutschland manchmal erhältlich, rechnen Sie auch hier mit saftigen Preisen. 


Vitalwert: 6 von 10

Kulturlinie SE 118: Ein Strain aus einer kleinen und feinen britischen Manufaktur.

Bilder: 1: Ein Foto von Kirstie Tinnion aus England. Das Exemplar
                 brachte stattliche 1.700 Gramm auf die Waage.
             2. Ein Foto von Alexander Fuchs, im Erstversuch immerhin 640 Gramm!
                 Herzlichen Dank für die Erlaubnis, diese Bilder hier zu zeigen....

Produktdetails

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Produkt # 11801: Petrischale 9 cm
(Auf ihre Bestellung extra frisch angelegt)

Steril hergestellte Reinkultur, frisch aus Urkultur mit definiertem generativen Status (hier: P-3) übertragen. Gewachsen auf 30ml Vollmedium-Nährboden,
aus hochwertigen Laboragars hergestellt. Extrasteife Ausführung mit erhöhtem
Agar-Agar-Anteil, dadurch bleibt der Nährboden auch nach langer Lagerung schnittfest.  

Mehrfach mit Spezialfilm versiegelte und im wiederverwendbaren Mikrofilterbeutel doppelt verschweißte Einmal-Petrischale aus Polystyrol.

Bei Versand nahezu vollständig besiedelt, frei von Kondenswasser und jeglicher Kontamination, dreifach hygienisch und bruchsicher verpackt. Im Lieferumfang enthalten sind zwei Verschlußstreifen aus Parafilm, mit denen Sie nach einer Entnahme des Myzels die Schale wieder zuverlässig versiegeln können.

Zur Beimpfung von Flüssignährböden, Körnerbrut, Dübeln oder anderen Vorkulturen. Auch zum Anlegen einer Langzeitkultur auf Schrägagar oder in sterilem Wasser bestens geeignet. Sie können damit auch ein sterilisiertes Endsubstrat beimpfen, allerdings wird die Besiedelung länger dauern als mit anderem Brutmaterial.

Zur Verarbeitung ist die Verwendung einer Impfbox, eines Bunsenbrenners
oder eines
Flowhoods zur Bewahrung der Sterilität zwingend erforderlich.

Bei Lagerung um 2-4°C ist die Kultur mind. 6 Monate haltbar. 
Auf Ihre Bestellung hin FRISCH produziert, keine Lagerware.  
Lieferzeit 21-28 Tage.


Produkt # 11803:  Flüssigbrut 10 ml 

 

Steril im Bioreaktor hergestellte Flüssig-Reinkultur auf Basis einer Vorkultur mit definiertem generativen Status und einer Nährlösung aus natürlichen Zutaten.
Durch wiederholte Kontrollabstriche auf Reinheit geprüft. 

Unter Laborbedingungen in hochwertige Einmalspritzen (Braun Omnifix) aufgezogen, mit Luer-Lock-Stopfen sicher verschlossen, hygienisch sicher im Ziplockbeutel verpackt und sofort gekühlt. Die hohe Besiedelungsdichte der Nährlösung garantiert ein schnelles Anwachsen. Eine mitunter leichte Eintrübung oder Verfärbung des Myzels sind verfahrensbedingt. 

Zum Lieferumfang gehören außerdem: 

  • 2 Impfports zur einfachen Brutherstellung im Glas.
  • 2 Alkoholtupfer zum Abreinigen des Impfports. 
  • 2 steril verpackte extradicke Kanülen zur leichten Verarbeitung.
  • 2 steril verpackte Luer-Lock-Stopfen zum hygienischen Verschluss der Spritze.  


Zur Beimpfung von Flüssig-, Körner-, Substrat- oder Dübelbrut auch ohne aufwändige Steriltechnik. Auch zur direkten Beimpfung eines sterilen Endsubstrats geeignet, rechnen Sie aber mit einer verlängerten Einbrutzeit.
 
Durch die spezielle Behandlung des Myzels während der Herstellung ist Flüssigmyzel extrem schlagkräftig und zur schnellen und einfachen Beimpfung von Bruten und Substraten aller Art gut geeignet. Zur Linienerhaltung sollten Sie besser eine echte Reinkultur auf Petrischale erwerben. 

Eine Anleitung zur Verarbeitung meiner Flüssigbrut finden Sie hier...

Bei Lagerung um 2-4°C mind. 2 Monate haltbar.  
Sofort versandbereit, Lieferzeit 4-6 Tage 

Wissenswertes

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Allgemeines:
Ein Pilz vom Mittelmeer, eigentlich ein Parasit auf den stärkehaltigen Wurzeln des Laserkrauts. Er kann seine Lebensweise leicht auf saprobiontisch umstellen und ist deshalb züchtbar.
Ein Pilz von hoher wirtschaftlicher Bedeutung, neben gutem Geschmack und Konsistenz spielt für den Handel die im Vergleich zu allen anderen Zuchtpilzen erheblich längere Lagerfähigkeit eine wichtige Rolle.

👨‍🍳 Kräuterseitlinge bieten dem kreativen Koch allein wegen ihrer Größe und der
Dicke des Stiels diverse Zubereitungsmöglichkeiten. Der von manchen Züchtern angepriesene Geschmack nach Steinpilzen ist aber ein reiner Werbegag, an diese Klasse kommt der Seitling nicht heran. Versuchen Sie einmal, längs geschnittene, dicke Scheiben des Pilzes auf den Grill zu legen! Eine 3-4 Stunden vorher aufgestrichene Beize aus Sojasauce, Honig, edlem Nußöl und Gewürzen
verwandelt Ihre Kräuterseitlinge zu einem perfekten Fleischersatz.

Zuchtverfahren:
Beste Zuchterfolge erzielen Sie mit sterilen Substraten auf Buchenmehlbasis
oder meinem Standardrezept für Kräuterseitlinge. Zuschläge aus Getreide,
Kleie, Ölsaaten, Kaffee und Luzerne haben sich bewährt.
Auch andere Substratmischungen, welche Stroh und/oder Hanf enthalten, funktionieren gut. Kräuterseitlinge sind Starkzehrer und profitieren im ersten Ernteschub von energiehaltigen Zuschlägen.

Solch gigantische Pilze wie auf dem Bild erhalten Sie bei der Verwendung eines Substrates aus Stroh bzw. Laubholzsägemehl und Sojabohnenschalen, unter Züchtern bekannt als "Goat-Mix" bzw. "Masters Mix". Eine große Substratmenge und eine besondere Fruchtungsstrategie sind erforderlich, um nur einen einzigen wirklich großen Fruchtkörper entstehen zu lassen.

Idealerweise fruchtet der Pilz durch den Filter des Substatbeutels, oder Sie lassen nur die vielversprechendste Primordie an die Luft, während Sie allen anderen Fruchtansätzen das Wachstum unmöglich machen. Entfernen Sie deshalb alle nicht gewollten Fruchtansätze und versiegeln Sie die Oberfläche (bis auf die kleine Stelle, auf der der Pilz steht, der jetzt ganz allein wachsen soll) mit Küchenfolie. Hinterlassen Sie im Beutel keine Höhlen und Luftlöcher, sondern fixieren Sie den ganzen Block kräftig mit Klebeband. Kontaminanten wie Fluginsekten oder Schimmelsporen dürfen nicht ans offene Substrat gelangen.

Der Kräuterseitling gilt nicht als wirklicher Anfängerpilz. Er ist erheblich anfälliger gegen bakteriellen Befall und nicht so aggressiv wie z.B. der Austernseitling.
Er benötigt eine Umgebung (Zelt, Minigewächshaus, etc.) mit gleichmäßig hohen Feuchtewerten und echtem Luftaustausch. Dieser kann nur stattfinden, wenn Sie die "verbrauchte" Luft nach außen ableiten.

CO2-Fehler bei der Fruchtungseinleitung  (zu langes Verbleiben der fruchtungswilligen Kultur im geschlossenen Beutel oder mangelnden Luftaustausch im Zuchtraum)  quittiert der Pilz mit ungleichmäßigem Pinset, zahlreichen Aborten oder "Monsterbildung".

Tricks und Kniffe:
Ohne ausreichende Möglichkeit, die Umgebungsluft der Kultur auf Feuchte- und CO²-Gehalt zu kontrollieren, bleiben Ihre Anbauversuche experimentell.
Der Pilz profitiert von Luftbewegung im Raum, Profis verwenden Schwenkventilatoren, um einem nachträglichen Schimmelbefall vorzubeugen.
Bauen Sie den Pilz nicht zusammen mit Schüpplingsarten (Pholiota nameko, Pholiota adiposa) im selben Raum an. Sporen dieser Arten verträgt der Kräuterseitling nicht.

Achtung: Pilz mit hoher Sporenentwicklung.
Sporen dieses Pilzes können Beschwerden und Erkrankungen bei Mensch und Tier auslösen. Züchten Sie diesen Pilz besser nicht in Wohnräumen oder Stallungen. 
Halten sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Anbau geeignete Schutzmaßnahmen ein und ernten sie den Pilz vor der Sporenbildung.