Leberreischling, Ochsenzunge, Wildfund, Herkunft: USA, Fistulina hepatica⭐⭐⭐

Der Anbau dieses auch bei uns vorkommenden Pilzes
gilt bisher als sehr schwer oder gar unmöglich. 

Eine Zucht bis zur Fruchtkörperreife wäre eine Sensation, die sicherlich nur sehr ambitionierten Züchtern gelingt. 

Der Pilz bevorzugt Eichen- und Weidenholz als Substrat. Stammbeimpfungen sind möglich und der wahrscheinlich 
beste Weg, diese Art zu erzeugen.

Leberreischling, Ochsenzunge, Wildfund, Herkunft: USA, Fistulina hepatica⭐⭐⭐

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Kurzportrait

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 Name: Fistulina hepatica, Eichen-Leberreischling, Ochsenzunge, Beefsteak fungus.

Natürliches Vorkommen: Kosmopolit, Braunfäule auslösender Schwächeparasit auf Laubholz, bevorzugt Eiche.

Schwierigkeitsgrad im Anbau: 10 von 10.

Verfahren: Unsteril auf pasteurisierten Laubholzsubstraten
oder auf Stammholz. Steril auf angereicherten Substraten.

Ertrag: unbekannt

Speisewert: Umstritten. Mir persönlich schmeckt der Pilz sehr gut. Manchen mißfällt aber das mitunter sehr saure und manchmal auch bittere Fruchtfleisch.

Vitalwert: Verschiedene, aus dem Pilz gewonnenen Stoffe werden international auf ihre Eignung für die Humanmedizin untersucht.

Kulturlinie SE 029: Ein Stamm aus den Vereinigten Staaten, ein unveredelter Wildfund. Verkauf erfolgt als Experimentalstamm ohne Fruchtungsgarantie.

Bilder: 1+2 Beispielfotos von Wildfunden
             3. Ausbildung der extrem selten zu sehenden Nebenfruchtform
             Confistulina hepatica auf Petrischale. 

Produktdetails

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Frisch angelegte Petrischale 9 cm
(Auf ihre Bestellung extra frisch angelegt)

Steril hergestellte Reinkultur, frisch aus Urkultur mit definiertem generativen Status (hier: P-7) übertragen. Gewachsen auf 30ml Vollmedium-Nährboden,
aus hochwertigen Laboragars hergestellt. Extrasteife Ausführung mit erhöhtem
Agar-Agar-Anteil, dadurch bleibt der Nährboden auch nach langer Lagerung schnittfest. Mehrfach mit Spezialfilm versiegelte und im wiederverwendbaren Mikrofilterbeutel doppelt verschweißte Einmal-Petrischale aus Polystyrol.

Bei Versand nahezu vollständig besiedelt, frei von Kondenswasser und jeglicher Kontamination, dreifach hygienisch und bruchsicher verpackt. Im Lieferumfang enthalten sind zwei Verschlußstreifen aus Parafilm, mit denen Sie nach einer Entnahme des Myzels die Schale wieder zuverlässig versiegeln können.

Zur Beimpfung von Flüssignährböden, Körnerbrut, Dübeln oder anderen Vorkulturen. Auch zum Anlegen einer Langzeitkultur auf Schrägagar oder in sterilem Wasser bestens geeignet. Sie können damit auch ein sterilisiertes Endsubstrat beimpfen, allerdings wird die Besiedelung länger dauern als mit anderem Brutmaterial.

Zur Verarbeitung ist die Verwendung einer Impfbox, eines Bunsenbrenners
oder eines
Flowhoods zur Bewahrung der Sterilität zwingend erforderlich.
Eine ausführliche Anleitung zur Verarbeitung meiner Kulturen auf Petrischalen
finden Sie hier...
(Link)

Bei Lagerung um 2-4°C ist die Kultur mind. 6 Monate haltbar. 
Auf Ihre Bestellung hin FRISCH produziert, keine Lagerware.  
Lieferzeit 14-28 Tage.

Wissenswertes 

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Allgemeines: Ein heimischer Pilz, mittlerweile seltener und schützenswert. Langsam wachsende Porlinge müssen sich mit speziellen Stoffen gegen Schlauchpilze und auch andere Ständerpilze wehren, von denen sie sonst befallen werden. Diese "Biowaffen" sind für die Biotechnologie sehr interessant. Das erst 2020 im Pilz entdeckte Polyin Feldin gilt als mögliche künftige Wunderwaffe
gegen Candida albicans.
 

 👨‍🍳 Sein mitunter eindeutig saurer Geschmack und seine leichte Bitterkeit werden durch eine Zubereitung gemildert. Struktur und Saftigkeit erinnern tatsächlich an Fleisch, roh als Sushi zubereitet eine interessante Abwechslung. Trotzdem gilt der Leberreischling vielen nur als durchschnittlich oder gar minderwertig.
 
Zuchtverfahren: Langsames Fortkommen im Substrat, schwer zur Fruchtung zu überreden. Es gibt weltweit ein paar wenige gemeldete Erfolge, die aber angezweifelt werden müssen, da keine Beweisfotos vorliegen. Allerdings gibt es bereits patentierte Verfahren zur Erzeugung. Bekannt ist, daß der Pilz kaum in basische oder neutrale Medien einwächst.

Dieser Strain bildet auf der Petrischale zuverlässig Nebenfruchtformen (siehe Bild 3), ein in der Natur selten zu beobachtendes Phänomen.

Versuche mit Stammbeimpfungen scheinen die logische Konsequenz aus den bisherigen Erfahrungen mit synthetischen Substraten. Möglicherweise benötigt der Pilz auch ein bestimmtes Bakterium, welches sich in der Eichenrinde findet.

Tricks und Kniffe:
k.A.

Achtung: Pilz mit Sporenentwicklung !
Sporen dieses Pilzes können Beschwerden und Erkrankungen bei Mensch und Tier auslösen. Züchten Sie diesen Pilz besser nicht in Wohnräumen oder Stallungen. Halten sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Anbau geeignete Schutzmaßnahmen ein und ernten sie den Pilz vor der Sporenbildung.