Mandelchampignon, "ABM" Kulturhybride, Herkunft:BRD Agaricus subrufescens⭐⭐

Der wärmeliebende Cousin des "normalen" Champignon 
brilliert mit seinem einzigartigen Mandelaroma.

Ein Pilzhändler, den ich kenne, verkauft ihn als  
"gesündesten Pilz der Welt". Tatsächlich wird diese 
Delikatesse mittlerweile wegen der einzigartigen 
Inhaltsstoffe als echtes "Superfood" gehandelt.

Anders als andere Champignons wächst diese Art auch auf pasteurisierten oder sterilisierten Mischsubstraten, die nicht zwingend Tierdung oder kompostierte Anteile enthalten müssen.

Dieser neue Strain befindet sich noch in der Testphase, 
Verkauf leider erst ab September 2023.

Mandelchampignon, "ABM" Kulturhybride, Herkunft:BRD Agaricus subrufescens⭐⭐

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Kurzportrait

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Name: Agaricus subrufescens (Peck), syn. A. brasiliensis, syn. A. Blazei-Murrill
Mandelegerling, Mandelchampignon, Gottespilz, Sonnenpilz, Lebenspilz, Royal sun Agaricus, Almond portobello, Himematsutake.

Natürliches Vorkommen: Moderate bis tropische Regionen, weltweit verbreitet. Sekundärer Streuzersetzer, coprophil.

Schwierigkeitsgrad im Anbau: 6 von 10.

Verfahren: Unsterile Beet/ Stellagen/Wannen-Kulturen, genau wie auch bei anderen Champignon-Arten. Steril auf angereicherten Schüttsubstraten. Kulturen dieses Pilzes müssen zur Fruchtung zwingend mit einem Casing versehen werden. Präzise Anbauparameter für den Indooranbau auf sterilen Substraten finden Sie unten.

Ertrag: abhängig vom Verfahren, 80% BE oder mehr möglich.

Speisewert: 10 von 10

Marktsituation: Als Zuchtpilz deutscher Produktion gelegentlich zu finden, Importe stammen aus Italien, sind aber rar. Leider werden Pilze dieser Art oft stark überteuert angeboten, Preise unter € 35.-/Kg sind selten.


Vitalwert: 10 von 10

Kulturlinie SE 007: Eine F-1 eines Hybriden aus dem Labor von Dennis Regul, dem ich allerwärmstens für die Freigabe danke.

Produktdetails

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Produkt # 00701:  Petrischale 9 cm
(Auf ihre Bestellung extra frisch angelegt)

Steril hergestellte Reinkultur, frisch aus Urkultur mit definiertem generativen Status (hier P-1) übertragen. Gewachsen auf 30ml Vollmedium-Nährboden,
aus hochwertigen Laboragars hergestellt. Extrasteife Ausführung mit erhöhtem
Agar-Agar-Anteil, dadurch bleibt der Nährboden auch nach langer Lagerung schnittfest.  

Mehrfach mit Spezialfilm versiegelte und im wiederverwendbaren Mikrofilterbeutel doppelt verschweißte Einmal-Petrischale aus Polystyrol.

Bei Versand nahezu vollständig besiedelt, frei von Kondenswasser und jeglicher Kontamination, dreifach hygienisch und bruchsicher verpackt. Im Lieferumfang enthalten sind zwei Verschlußstreifen aus Parafilm, mit denen Sie nach einer Entnahme des Myzels die Schale wieder zuverlässig versiegeln können.

Zur Beimpfung von Flüssignährböden, Körnerbrut, Dübeln oder anderen Vorkulturen. Auch zum Anlegen einer Langzeitkultur auf Schrägagar oder in sterilem Wasser bestens geeignet. Sie können damit auch ein sterilisiertes Endsubstrat beimpfen, allerdings wird die Besiedelung länger dauern als mit anderem Brutmaterial.

Zur Verarbeitung ist die Verwendung einer Impfbox, eines Bunsenbrenners
oder eines
Flowhoods zur Bewahrung der Sterilität zwingend erforderlich.

Bei Lagerung um 12-14°C ist die Kultur mind. 6 Monate haltbar. 
Aufbewahrung nicht im Kühlschrank! 
Auf Ihre Bestellung hin FRISCH produziert, keine Lagerware.  
Lieferzeit 21-28 Tage.

Produkt # 00703:  Flüssigbrut 10 ml 

Steril im Bioreaktor hergestellte Flüssig-Reinkultur auf Basis einer Vorkultur mit definiertem generativen Status und einer Nährlösung aus natürlichen Zutaten.
Durch wiederholte Kontrollabstriche auf Reinheit geprüft. 

Unter Laborbedingungen in hochwertige Einmalspritzen (Braun Omnifix) aufgezogen, mit Luer-Lock-Stopfen sicher verschlossen, hygienisch sicher im Ziplockbeutel verpackt und sofort gekühlt. Die hohe Besiedelungsdichte der Nährlösung garantiert ein schnelles Anwachsen. Eine mitunter leichte Eintrübung der Lösung oder Verfärbung des Myzels sind verfahrensbedingt. 

Zum Lieferumfang gehören außerdem: 

  • 2 Impfports zur einfachen Brutherstellung im Glas.
  • 2 Alkoholtupfer zum Abreinigen des Impfports. 
  • 2 steril verpackte extradicke Kanülen zur leichten Verarbeitung.
  • 2 steril verpackte Luer-Lock-Stopfen zum hygienischen Verschluss der Spritze.  


Zur Beimpfung von Flüssig-, Körner-, Substrat- oder Dübelbrut auch ohne aufwändige Steriltechnik. Auch zur direkten Beimpfung eines sterilen Endsubstrats geeignet, rechnen Sie aber mit einer verlängerten Einbrutzeit.
 
Durch die spezielle Behandlung des Myzels während der Herstellung ist Flüssigmyzel extrem schlagkräftig und zur schnellen und einfachen Beimpfung von Bruten und Substraten aller Art gut geeignet. Zur Linienerhaltung sollten Sie besser eine echte Reinkultur auf Petrischale erwerben. 

Eine Anleitung zur Verarbeitung meiner Flüssigbrut finden Sie hier...

Bei Lagerung um 12-14°C mind. 2 Monate haltbar.  
Nicht im Kühlschrank lagern!
Sofort versandbereit, Lieferzeit 4-6 Tage 

Wissenswertes 

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Allgemeines:
Ein wärmeliebender Pilz mit nahezu weltweiter Verbreitung. Seine fast kubische Hutform macht ihn unverwechselbar. Als Sekundärzersetzer mag er am Liebsten
ein durch Bakterien "vorverdautes" Substrat, bspw. Pferdemist oder Kompost.

Neben seiner Bedeutung als Delikatesspilz erfüllt der Pilz alle Voraussetzungen,
um vielleicht irgendwann auch hier ganz offiziell als Heilpilz anerkannt zu werden.
In der alternativen Medizin gilt er schon lange als solcher.

Die ursprüngliche verbreitete Annahme, der Pilz stamme aus den Urwäldern Brasiliens (daher der inzwischen veraltete Name Agaricus brasiliensis murill "ABM") gilt inzwischen als widerlegt. Die Art kommt auch in Nordamerika und sogar in Mitteleuropa vor. Dem verehrten Richard Eibl gelang gar eine Erstbestimmung für Nordrhein-Westfalen. Der Pilz wird südlich der Alpen auch schon länger kommerziell angebaut.

👨‍🍳Mandelegerlinge haben neben ihrem amarettoartigen Geruch ein ganz feines und unaufdringliches "modriges" Aroma, welches  Feinschmecker in aller Welt begeistert. Lässt sich sogar als Dessert zubereiten!

Zuchtverfahren: 
Eine milliardenschwere Industrie beweist uns täglich, wie wichtig die mehrstufige Fermentation ist, die man dem Substrat aus Stroh, Mist und Gips angedeihen lassen muß, um beim Champignon mit billigen unsterilen Verfahren zum Erfolg zu kommen. Dieser Prozess, eine mehrstufige "Heißrotte", bedarf aber leider einer Mindestansatzmenge, die bereits einen Radlader, einen betonierten Unterboden und permanente Temperaturkontrolle voraussetzt. Ohne diesen Prozess mit teilweise sehr hohen Temperaturen verbleiben Keime in dem Mist, die wegen ihrer pathogenen Wirkungen auf Menschen und Pilze dort nichts zu suchen haben. 

Mit solch einer aufwändigen Herstellung ist der Hobbyist meist überfordert. Wenn Sie über solche Möglichkeiten verfügen, weil Sie auf dem Lande leben und Sie auch die starke Geruchsentwicklung beim Ansatz nicht stört, wunderbar! Versuchen Sie ihr Glück, ein echtes Champignonsubstrat wird Ihnen den reichsten Ertrag bescheren!

Die Verwendung von tierischen Bestandteilen stösst bei vielen Anwendern jedoch auf Ablehnung, leider finden sich Wachstumshormone, Antibiotika und Medikamente
in den Pilzen wieder. Tatsächlich nutzt die Geflügelindustrie den Umstand aus, daß Champignons das verwerten, was mir eher als gefährlicher Sondermüll vorkommt.

Andere unsterile Verfahren ohne den Gebrauch von Mist wurden und werden immer wieder propagiert, echte Erfolge werden aber kaum gezeigt. Trotzdem sind solche Versuche berechtigt und sinnvoll. Kalte Fermentationstechniken scheinen zu funktionieren, wenn später hohe Mengen Impfmaterial eingesetzt werden. Weitere Verfahren und Substrate sind denkbar und erforschungswürdig.
 

Dieser Pilz (oder besser: Das Substrat) lässt sich für Hobbyisten tatsächlich eher auf sterile Weise erzeugen, da der Mandelegerling nicht zwingend auf fermentiertes oder kompostiertes Material angewiesen ist.

In Versuchen eines österreichischen Großerzeugers verwendete man ganz gewöhnliches Kräuterseitlingssubstrat, mit recht guten Ergebnissen. Versuche anderer Züchter mit alternativen Roh- oder Zuschlagstoffen wie Hanfstroh oder Luzerne verliefen ebenfalls erfolgreich.

Tricks und Kniffe:
Der Pilz braucht es durchgehend warm, Temperaturen zwischen 25°-28°C sind verpflichtend. Mandelegerlinge profitieren wie auch andere bodenbewohnende Sekundärzersetzer von einer großflächigen Kultivierungsform. Beete sind innen wie außen die beste Wahl, um gute Erträge zu realisieren.

Sterile Beutelkulturen funktionieren gut, bleiben aber vom Ertrag her zurück. Einige Züchter schwören auf einen Kälteschock unmittelbar vor Öffnung der Kultur. Brutmaterial aus reinen Getreidekörnern funktioniert im Hobbybereich gut, im industriellen Bereich arbeitet man inzwischen auch gern mit (teil)-synthetischen Materialien.

Ein entscheidendes Kriterium für einen Zuchterfolg ist die Güte des zwingend notwendigen Deckmaterials (Casing). In Anbauversuchen von Partnern hat sich eine einfache satte und dunkle, gesiebte und pasteurisierte Gartenerde als geeignet erwiesen. Jüngst durchgeführte Versuche eines Dresdner Forschungsinstituts legen jedoch nahe, daß sich pasteurisierte Xylitfasern erheblich besser eignen, es wird von Ertragssteigerungen bis 35% berichtet. 

Achtung: Pilz mit hoher Sporenentwicklung.
Sporen dieses Pilzes können Beschwerden und Erkrankungen bei Mensch und Tier auslösen. Züchten Sie diesen Pilz besser nicht in Wohnräumen oder Stallungen. Halten sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Anbau geeignete Schutzmaßnahmen ein und ernten sie den Pilz vor der Sporenbildung.