Puppenkernkeule, Cordyceps Kulturhybride, Herkunft: USA, Cordyceps militaris var.⭐⭐

Diesen nahen Verwandten des legendären Raupenpilzes aus dem Himalaya können Sie zuhause erzeugen!

Diese erst kürzlich erzeugte Linie wird zuverlässig fruchten, 
das ist keine Selbstverständlichkeit für die meisten 
am Markt gehandelten Kulturen.

Sie benötigen ein Spezialsubstrat, auf die gelegentlich als wichtige Zutat empfohlenen Insektenlarven 
können Sie aber verzichten.

 ⚠️ Ein neuer Strain ist unterwegs und 
       ab Ende Februar 2023 verfügbar.

Puppenkernkeule, Cordyceps Kulturhybride, Herkunft: USA, Cordyceps militaris var.⭐⭐

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Kurzportrait 

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Name: Cordyceps militaris, Puppenkernkeule

Natürliches Vorkommen: Gesamte Nordhalbkugel

Schwierigkeitsgrad im Anbau: 4 von 10.

Verfahren: Auf einem Spezialsubstrat im geschlossenen Kulturbehälter. Die Zutaten für das Substrat und die Vorgehensweise erkläre ich Ihnen weiter unten.

Ertrag: bis 35% BE möglich.

Speisewert: Umstritten. Der Pilz wird aber auch nicht wegen seines Geschmacks verzehrt, sondern wegen seiner ihm nachgesagten Wirkungen.

Kulturlinie: SE 024: Ein frischer Hybride aus den USA.
Fotos zeigen Beispielbilder von anderen Linien
und Wildfunde  von Richard Eibl aus Bayern.

Produktdetails

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Produkt # 02401:  Petrischale 9 cm
(Auf ihre Bestellung extra frisch angelegt)

Steril hergestellte Reinkultur, frisch aus Urkultur mit definiertem generativen Status (hier: P-3) übertragen. Gewachsen auf 30ml Vollmedium-Nährboden,
aus hochwertigen Laboragars hergestellt. Extrasteife Ausführung mit erhöhtem
Agar-Agar-Anteil, dadurch bleibt der Nährboden auch nach langer Lagerung schnittfest. 6-fach mit Parafilm versiegelte und im wiederverwendbaren Mikrofilterbeutel doppelt verschweißte Einmal-Petrischale aus Polystyrol.

Bei Versand nahezu vollständig besiedelt, frei von Kondenswasser und jeglicher Kontamination, dreifach hygienisch und bruchsicher verpackt. Im Lieferumfang enthalten sind zwei Verschlußstreifen aus Parafilm, mit denen Sie nach einer Entnahme des Myzels die Schale wieder zuverlässig versiegeln können.

Zur Beimpfung von Flüssignährböden, Körnerbrut, Dübeln oder anderen Vorkulturen. Auch zum Anlegen einer Langzeitkultur auf Schrägagar oder in sterilem Wasser bestens geeignet. Sie können damit auch ein sterilisiertes Endsubstrat beimpfen, allerdings wird die Besiedelung länger dauern als mit anderem Brutmaterial.

Zur Verarbeitung ist die Verwendung einer Impfbox, eines Bunsenbrenners
oder eines
Flowhoods zur Bewahrung der Sterilität zwingend erforderlich.
Eine ausführliche Anleitung zur Verarbeitung meiner Kulturen auf Petrischalen
finden Sie hier...
(Link)

Bei Lagerung um 4-8°C ist die Kultur mind. 2 Monate haltbar. 
Auf Ihre Bestellung hin FRISCH produziert, keine Lagerware.  
Lieferzeit 21-28 Tage.


Wissenswertes

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Allgemeines:
Cordyceps-Arten gehören zu den wenigen Pilzen, die sich mit parasitärer Absicht an Insektenlarven oder ausgewachsene Wirtstiere "andocken". Der auch bei uns vorkommende Cordyceps militaris überfällt dazu im Boden abgelegte Puppenstadien von Nachtfaltern. Sämtliche Cordyceps-Arten haben sich auf mehr oder weniger einen einzigen Wirt spezialisiert, manche Arten befallen lebende Ameisen, andere machen sich auch über größere Insekten her. Ich empfehle ein Video des BBC, in dem der Lebenszyklus des "Zombiepilzes" ganz hervorragend dargestellt wird. (LINK zu Youtube)

Da die nur im Himalaya vorkommende traditionelle Art (C.sinensis) den enormen weltweiten Bedarf nicht annähernd decken kann, mittlerweile als bedroht anzusehen ist und nur sehr schwer zur Fruchtung gebracht werden kann, wird C.militaris, ein naher Verwandter mit ähnlichem Potenzial in Asien seit etwa 15 Jahren im industriellem Stil erzeugt. 

Die Anzucht dieses Pilzes gelingt nur mit einer geeigneten frischen Reinkultur, diese waren lange Zeit nicht am Markt erhältlich. Erst in jüngerer Zeit wagen Pioniere aus den USA, das Monopol der asiatischen Erzeuger zu brechen, indem sie die interessierten Hobbyzüchter permanent mit neuen, fruchtungsfähigen Hybriden beschenken und ihnen gleichzeitig das lange gehütete "Geheimrezept" zur Substratherstellung verraten. 

 
Die kommerzielle und auch hobbymäßige Nachzucht birgt nämlich ein spezielles Problem. Anders als bei Ständerpilzen (Basidiomycota) lassen sich Kulturen von verschiedenen Schlauchpilzen (Ascomycota) durch Klonierung nicht besonders lange fruchtungsfähig erhalten. Der Pilz besiedelt dann zwar vielleicht noch das Substrat, fruchtet aber nicht mehr.
 
Cordyceps militaris verliert die Fähigkeit zur Fruchtbildung besonders schnell, nach spätestens 1 Jahr oder 5 Transfers auf ein neues Kulturmedium kommt er über eine Myzelbildung nicht mehr hinaus. Deshalb müssen für eine laufende Produktion immer wieder neue Hybriden aus Ascosporen herangezogen werden, ein Verfahren, welches neben Erfahrung und Wissen auch ein gut eingerichtetes Pilzlabor benötigt.

Zuchtverfahren: Als gängige Methode gilt eine Technik, Reiskörner mit einer Spezial-Brühe aus verschiedenen Zutaten zu übergießen und diesen Mix dann zu sterilisieren. Idealerweise werden solche Kulturen mit Flüssigbrut beimpft. Sie brauchen hohe Gläser oder Mikroboxen mit Sterilfilter. Der Pilz schlüpft dann im geschlossenen Behälter, der hohe CO²-Gehalt schadet ihm nur wenig. Vorteile des "In vitro"-Verfahrens sind, daß die Pilze später hygienisch einwandfrei sind, weil sich keine Kontaminationen einschleichen können und Sie keinen klassischen Fruchtungsraum mit aufwändiger Klimasteuerung brauchen.
 
Einbrutphase: 4-6 Tage bei völliger Dunkelheit und 20°-22°C.
Fruchtung bei 18°-20°C, Verwenden Sie zur Beleuchtung LED-Streifen mit 6500 Kelvin und etwa 1000 lumen/Meter, 12 Stunden an, 12 Stunden aus.
Sorgen Sie im Raum für einen hohen Luftaustausch, indem Sie regelmäßig die Fenster öffnen oder eine Abluftanlage installieren.
Rechnen Sie mit einer Laufzeit von 55-60 Tagen, bevor Sie die Pilze ernten.
In Asien wird der verbleibende "Substratkuchen" ebenfalls geerntet, getrocknet und später vermahlen. Ein Hühnerfutter der besonderen Art, die begehrte Cordycepinsäure findet sich später in den Eiern wieder.

Tricks und Kniffe: Substratrezepte  mit getrockneten Seidenraupen oder Hühnereiern finden sich bei erfolgreichen Züchtern genauso wie zahlreiche Rezepte zur Herstellung der Nährbrühe, mit der Sie den Reis tränken. Malzextrakt, Dextrose, Nährhefe, Tapiokastärke, Soyapepton, Gips und Kalk sind die Basis für eine solche Brühe,  Kartoffelextrakte und bestimmte Chemikalien können hilfreich sein.


Achtung: Pilz mit Sporenentwicklung!
Sporen dieses Pilzes können Beschwerden und Erkrankungen bei Mensch und Tier auslösen. Züchten Sie diesen Pilz besser nicht in Wohnräumen oder Stallungen. Halten sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Anbau geeignete Schutzmaßnahmen ein und ernten sie den Pilz vor der Sporenbildung.