Schopf-Tintling, Shaggy mane Wildfund BRD, Coprinus comatus⭐⭐

Dieser unverwechselbare Wiesenpilz gilt völlig zurecht als Delikatesse allererster Ordnung.

Er kann auch auf einem veganen Mischsubstrat erzeugt werden und braucht nicht zwingend Pferdemist zum Wachsen.

Zur Anlage von Beeten, Indoorzuchten sind aber ebenfalls möglich.

Schopf-Tintling, Shaggy mane Wildfund BRD, Coprinus comatus⭐⭐

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Kurzportrait

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Name: Coprinus comatus, Schopftintling, Tintenpilz, Spargelpilz, Shaggy mane

Natürliches Vorkommen: Gesamte Nordhalbkugel,
Saprobiontisch (zersetzend) und coprophiler (Dungliebend)  Streuzersetzer, der auch Nematoden verdaut, die er mit einem speziellen Gift lähmt.

Schwierigkeitsgrad im Anbau: 5 von 10.

Verfahren: Unsteril auf pasteurisierten Strohsubstraten oder auf Champignonkompost.
Steril auf angereicherten Schüttsubstraten auf Strohbasis.
Deckerde zur Fruchtung zwingend notwendig!

Ertrag: 100% BE möglich.

Speisewert: 8 von 10

Marktsituation: Frische Schopftintlinge werden in Deutschland sehr selten angeboten, am ehesten auf grenznahen Wochenmärkten in Ostdeutschland, wo gelegentlich Wildfunde aus Polen oder Tschechien verfügbar sind. In gezüchteter Form ist der Pilz nicht erhältlich.

Vitalwert: 8 von 10


Kulturlinie SE 021: Ein durch Sporenselektion veredelter Wildfund des verehrten Richard Eibl aus Freising, BRD. Schnellwüchsig und reich fruchtend. 

Bilder: 1.Eine fruchtende Kultur der angebotenen Linie.
             2. Der Wildfund der angebotenen Linie.
             3. Ein in Tinte zerfließender Hut eines Zuchtpilzes.

Produktdetails

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 Produkt # 02101:  Petrischale 9 cm
(Auf ihre Bestellung extra frisch angelegt)

Steril hergestellte Reinkultur, frisch aus Urkultur mit definiertem generativen Status (hier P-3) übertragen. Gewachsen auf 30ml Vollmedium-Nährboden,
aus hochwertigen Laboragars hergestellt. Extrasteife Ausführung mit erhöhtem
Agar-Agar-Anteil, dadurch bleibt der Nährboden auch nach langer Lagerung schnittfest. Mehrfach mit Spezialfilm versiegelte und im wiederverwendbaren Mikrofilterbeutel doppelt verschweißte Einmal-Petrischale aus Polystyrol.

Bei Versand nahezu vollständig besiedelt, frei von Kondenswasser und jeglicher Kontamination, dreifach hygienisch und bruchsicher verpackt. Im Lieferumfang enthalten sind zwei Verschlußstreifen aus Parafilm, mit denen Sie nach einer Entnahme des Myzels die Schale wieder zuverlässig versiegeln können.

Zur Beimpfung von Flüssignährböden, Körnerbrut, Dübeln oder anderen Vorkulturen. Auch zum Anlegen einer Langzeitkultur auf Schrägagar oder in sterilem Wasser bestens geeignet. Sie können damit auch ein sterilisiertes Endsubstrat beimpfen, allerdings wird die Besiedelung länger dauern als mit anderem Brutmaterial.

Zur Verarbeitung ist die Verwendung einer Impfbox, eines Bunsenbrenners
oder eines
Flowhoods zur Bewahrung der Sterilität zwingend erforderlich.

Bei Lagerung um 2-4°C ist die Kultur mind. 6 Monate haltbar. 
Auf Ihre Bestellung hin FRISCH produziert, keine Lagerware.  
Lieferzeit 21-28 Tage.

Produkt # 02103:  Flüssigbrut 10 ml 

Steril im Bioreaktor hergestellte Flüssig-Reinkultur auf Basis einer Vorkultur mit definiertem generativen Status und einer Nährlösung aus natürlichen Zutaten.
Durch wiederholte Kontrollabstriche auf Reinheit geprüft. 

Unter Laborbedingungen in hochwertige Einmalspritzen (Braun Omnifix) aufgezogen, mit Luer-Lock-Stopfen sicher verschlossen, hygienisch sicher im Ziplockbeutel verpackt und sofort gekühlt. Die hohe Besiedelungsdichte der Nährlösung garantiert ein schnelles Anwachsen. Eine mitunter leichte Eintrübung oder Verfärbung des Myzels sind verfahrensbedingt. 

Zum Lieferumfang gehören außerdem: 

  • 2 Impfports zur einfachen Brutherstellung im Glas.
  • 2 Alkoholtupfer zum Abreinigen des Impfports. 
  • 2 steril verpackte extradicke Kanülen zur leichten Verarbeitung.
  • 2 steril verpackte Luer-Lock-Stopfen zum hygienischen Verschluss der Spritze.  


Zur Beimpfung von Flüssig-, Körner-, Substrat- oder Dübelbrut auch ohne aufwändige Steriltechnik. Auch zur direkten Beimpfung eines sterilen Endsubstrats geeignet, rechnen Sie aber mit einer verlängerten Einbrutzeit.
 
Durch die spezielle Behandlung des Myzels während der Herstellung ist Flüssigmyzel extrem schlagkräftig und zur schnellen und einfachen Beimpfung von Bruten und Substraten aller Art gut geeignet. Zur Linienerhaltung sollten Sie besser eine echte Reinkultur auf Petrischale erwerben. 

Eine Anleitung zur Verarbeitung meiner Flüssigbrut finden Sie hier...

Bei Lagerung um 2-4°C mind. 2 Monate haltbar.  
Sofort versandbereit, Lieferzeit 4-6 Tage

Wissenswertes

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Allgemeines:
Ein weitverbreiter, sehr wohlschmeckender Pilz mit außergewöhnlichen Eigenschaften. Obwohl leicht und ertragreich züchtbar und von hervorragendem und mildem Geschmack, ist der Schopftintling kein Pilz, dessen Anbau kommerziell lohnend erscheint. Die Lagerfrist bester junger Fruchtkörper beträgt max. 3 Tage bei guter Kühlung. Daneben ist auch der präzise einzuhaltende Erntezeitpunkt wichtig. Wer zu spät abschneidet, erntet womöglich nur noch Exemplare, die bereits beginnen, sich vom Rand her in schwarze Tinte aufzulösen. Solche Pilze dürfen nicht mehr verzehrt werden.

Schopftintlinge enthalten Coprin, einen Stoff der bei gleichzeitigem Alkoholgenuß das sogenannte Coprinus-Syndrom auslösen kann. Diese Vergiftung, die auftritt, wenn coprinhaltige Arten verzehrt werden und gleichzeitig Alkohol konsumiert wurde, wird jedoch eher von Falten- und Glimmertintlingen ausgelöst, welche einen erheblich höheren Coprin-Gehalt aufweisen. Trotzdem kann nicht ausgeschlossen werden, daß Sie sich beim Verzehr sehr großer Mengen und einem entsprechendem Alkoholkonsum eine solche Vergiftung einhandeln. Verzichten Sie daher besser für ein paar Tage auf alkoholische Getränke, wenn Sie den Pilz verzehren wollen.

Zuchtverfahren: 

Auf pasteurisiertem, sterilisiertem oder fermentiertem Stroh sowie auf verschiedenen Kompostsubstraten. Anlage von Außenbeeten im Frühjahr und Sommer. Die Zucht auf Stämmen ist wie für alle bodenbewohnenden Streuzersetzer nicht möglich.

Gute Erfolge bei der Indoorzucht auf einem angereicherten sterilen
Substrat auf Stroh/Hanf/Buchebasis, wie meinem Kräuterseitlingssubstrat.

Substrate auf Basis von gebrauchter Pferdestalleinstreu funktionieren ebenfalls fantastisch, wenn der Harnstoffanteil nicht zu hoch ist. Der Anbau auf einem durch Heißrotte fermentierten Stroh/Dung-Substrat wie für Champignons wird die höchsten Erträge bringen. Andere Kompostsubstrate aus Stroh, Laub, Heu und Pferdemist dürften ebenfalls funktionieren.

Tricks und Kniffe: 

Bei der Wahl der zwingend benötigten Deckerde verzweifeln viele Züchter.
Nicht jedes Material ist geeignet. Pasteurisierte gesiebte dunkle Gartenerde oder reine Torfgemische sind erprobt und versprechen die höchsten Erfolgsaussichten.
Die Zugabe von Harnstoff ist der ultimative Geheimtipp. Der selige Richard Eibl,
der Ursprungszüchter dieser Sorte, hat viele Versuche gemacht und am Ende kristallines Urea verwendet.

Achtung: Pilz mit (geringer) Sporenentwicklung.
Schopf-Tintlinge verbreiten ihre Sporen nicht allein nur durch die sich bildende Flüssigkeit, in die sie zerfließen, sondern auch durch die Luft, wie der Mykologe Walter Haidvogl durch Versuche beweisen konnte. 

Sporen dieses Pilzes können Beschwerden und Erkrankungen bei Mensch und Tier auslösen. Züchten Sie diesen Pilz besser nicht in Wohnräumen oder Stallungen. 
Halten sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Anbau geeignete Schutzmaßnahmen ein und ernten sie den Pilz vor der Sporenbildung.