Ulmenrasling, "Der Echte", Wildfund, Herkunft: USA, Hypsizygus ulmarius⭐⭐

Dieser bildhübsche Großpilz verdient eine höhere Beachtung, als ihm bisher zuteil wird. Viele der Kulturen am Markt rühmen sich zu Unrecht mit seinem Namen, oft erwerben Sie nur einen weißen Seitling anstelle eines echten Raslings. 

Die Kultivierung erfolgt tatsächlich am Besten auf Ulmenholz, rechnen Sie mit einer mehrmonatigen Reifephase bei sterilen Kulturen.

Dieser holzbewohnende Rasling der nördlichen Hemisphäre ist international auf dem Rückzug, schuldig ist ein Schlauchpilz, der das weltweite Ulmensterben auslöst. 

Ulmenrasling, "Der Echte", Wildfund, Herkunft: USA, Hypsizygus ulmarius⭐⭐

MwSt. wird nicht ausgewiesen (Kleinunternehmer, § 19 UStG), zzgl. Versand

Kostenloser Versand für Bestellungen aus dem Inland ab 80 €

Lieferzeit 3 - 28 Werktage

Kurzportrait

Created with Sketch.

Name: Hypsizygus ulmarius, Ulmenrasling, "Ulmenseitling", "Elm oyster" (beide Begriffe sind irreführend und sollten für diese Pilzart nicht mehr verwendet werden)

Natürliches Vorkommen: Gesamte Nordhalbkugel

Schwierigkeitsgrad im Anbau: 6 von 10.

Verfahren: Unsteril auf Stammholz oder pasteurisierten Mischsubstraten. Steril auf angereicherten Laubholzsubstraten. Anbauparameter zu dieser Art finden Sie weiter unten.

Ertrag: bis 70% BE möglich.

Speisewert: Umstritten. In Deutschland von der DGfM nicht als Speisepilz eingestuft. Das kann aber auch daran liegen, daß der Pilz recht selten vorkommt. Freunde aus Amerika berichten von einem guten Geschmack, dort wird der Pilz von Sammlern gern gegessen.

Kulturlinie SE 069:  Ein Wildfund aus den USA.

Produktdetails

Created with Sketch.

Produkt # 06901:  Petrischale 9 cm
(Auf ihre Bestellung extra frisch angelegt)

Steril hergestellte Reinkultur, frisch aus Urkultur mit definiertem generativen Status (hier: P-7) übertragen. Gewachsen auf 30ml Vollmedium-Nährboden,
aus hochwertigen Laboragars hergestellt. Extrasteife Ausführung mit erhöhtem
Agar-Agar-Anteil, dadurch bleibt der Nährboden auch nach langer Lagerung schnittfest. Mehrfach mit Spezialfilm versiegelte und im wederverwendbaren Mikrofilterbeutel doppelt verschweißte Einmal-Petrischale aus Polystyrol.

Bei Versand nahezu vollständig besiedelt, frei von Kondenswasser und jeglicher Kontamination, dreifach hygienisch und bruchsicher verpackt. Im Lieferumfang enthalten sind zwei Verschlußstreifen aus Parafilm, mit denen Sie nach einer Entnahme des Myzels die Schale wieder zuverlässig versiegeln können.

Zur Beimpfung von Flüssignährböden, Körnerbrut, Dübeln oder anderen Vorkulturen. Auch zum Anlegen einer Langzeitkultur auf Schrägagar oder in sterilem Wasser bestens geeignet. Sie können damit auch ein sterilisiertes Endsubstrat beimpfen, allerdings wird die Besiedelung länger dauern als mit anderem Brutmaterial.

Zur Verarbeitung ist die Verwendung einer Impfbox, eines Bunsenbrenners
oder eines
Flowhoods zur Bewahrung der Sterilität zwingend erforderlich.
Eine ausführliche Anleitung zur Verarbeitung meiner Kulturen auf Petrischalen
finden Sie hier...
(Link)

Bei Lagerung um 2-4°C ist die Kultur mind. 6 Monate haltbar. 
Auf Ihre Bestellung hin FRISCH produziert, keine Lagerware.  
Lieferzeit 14-21 Tage.

Wissenswertes

Created with Sketch.

Allgemeines:
Ein relativ seltener Parasit, der mit Vorliebe geschwächte Ulmen und seltener auch andere Laubbäume befällt. Nach dem Absterben des Baumes schaltet er auf eine saprophytische Lebensweise um.

"Echte" Kulturen dieses Pilzes sind leider sehr selten. Viele Händler verkaufen Ihnen als "Ulmenseitling", oder "elm oyster" unter falschem lateinischen Namen eine Seitlingsart aus dem Nordwesten der USA, die aufgrund einer Verwechselung beim Ursprungshändler irrtümlich als Hypsizygus ulmarius tituliert wurde. Die im englischen Sprachraum geläufige Bezeichnung "Elm oyster" tat ein Übriges, um die Verwechselung ungewollt weiter zu verbreiten.

Der Geruch des Pilzes wird in der Literatur oft  als säuerlich oder mehlig-gurkig-melonig beschrieben. Raslinge sind nicht jedermanns Geschmack, viele mögen aber den einzigartigen Duft.

Zuchtverfahren:
Zuchtversuche sind kaum dokumentiert, das liegt aber wohl eher an der oben angesprochenen Problematik und der relativen Seltenheit der Art.

Alle weiteren Hinweise sind Empfehlungen von Züchtern aus den USA, ich selbst habe noch keine Anbauversuche durchgeführt.

Unsteril auf Ulmenstämmen oder steril auf einem Substrat, welches Ulmenholz und hochkalorische Zuschläge enthält. Mein Standard-Rezept für Holzzersetzer wird sich bestens eignen, verzichten Sie aber lieber auf Stroh, Hanf, etc. und füttern Sie Ihre Ulmenraslinge lieber mit reinem Hartholz.

Rechnen Sie mit einer Reifezeit von mehreren Monaten. Einbrut bei 20-25°C, Reifung bei 16-18°C. Fruchtungen gelingen bei Temperaturen von 10-15°C, zur Primordienbildung braucht es eine hohe Luftfeuchte.

Tricks und Kniffe:
Raslinge profitieren oft von einem Ankratzen (scratching) der Oberfläche. Anders als die Kulturhybriden von anderen Raslingsarten fruchten wilde Ulmenraslinge nicht in Schwärmen, sondern als kleine Gruppen von Einzelpilzen.

Achtung: Pilz mit hoher Sporenentwicklung!

Sporen dieses Pilzes können Beschwerden und Erkrankungen bei Mensch und Tier auslösen. Züchten Sie diesen Pilz besser nicht in Wohnräumen oder Stallungen. Halten sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Anbau geeignete Schutzmaßnahmen ein und ernten sie den Pilz vor der Sporenbildung.