Blutroter Schönporling, "Rote Tramete", Kulturhybride aus Belgien, Pycnoporus sanguineus⭐

Ein tropischer Porling mit reichlich Potential und garantiertem Eye-Catcher-Effekt! Leichter Anbau auf einfachen Misch-Substraten und Stämmen. Sterile Techniken sind oft nicht notwendig, dieser Exote besiedelt alle Substrate extrem schnell.

Weges des rasanten Wachstums und der "lederigen" Konsistenz ideal geeignet zur Herstellung von Mycomaterial. Der rötende Effekt zeigt sich auch im Substrat, ein idealer Effekt bei Kunstwerken und Schaustücken. Der Pilz produziert ein ganzes Arsenal an antibiotischen Wirkstoffen, die Nutzung als Medizinalpilz ist in der Karibik lange bekannt. 


Blutroter Schönporling, "Rote Tramete", Kulturhybride aus Belgien, Pycnoporus sanguineus⭐

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Kurzportrait

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Name: Pycnoporus sanguineus, Tropical cinnabar bracket fungus.

Eine deutsche Bezeichnung für diesen Pilz gibt es bisher nicht, der von mir erdachte Name beruht auf einer Übersetzung aus dem Lateinischen. Pycno=Schön, hübsch. Porus= Pore, sanguineus = blutreich, rot.


Natürliches Vorkommen: Tropisches Mittel- und Nordamerika, Südostasien.

Schwierigkeitsgrad im Anbau: Recht einfach

Verfahren: Unsteril und steril auf Substraten auf Laubholzbasis.
Die Beimpfung von Laubholz-Stämmen ist ebenfalls möglich.
Präzise Anbauparameter finden Sie weiter unten.

Temperaturführung: Warm (20 - 25°C+)
Stammbeimpfungen gelten nicht als winterfest.

Ertrag: k.A.

Speisewert: Entfällt, da kein Speisepilz.

Marktsituation: Pilze dieser Art werden Sie am Markt vergeblich suchen.

Vitalwert: 9 von 10

Kulturlinie SE 163: Eine aus einem renommierten belgischen Zuchtbetrieb stammende, veredelte Industrielinie mit garantiert geringem generativen Status.

Produktdetails

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 Produkt # 16301: Petrischale 9 cm
(Auf ihre Bestellung extra frisch angelegt)

Steril hergestellte Reinkultur, frisch aus Urkultur mit definiertem generativen Status (hier: P-7) übertragen. Gewachsen auf 30ml Vollmedium-Nährboden,
aus hochwertigen Laboragars hergestellt. Extrasteife Ausführung mit erhöhtem
Agar-Agar-Anteil, dadurch bleibt der Nährboden auch nach langer Lagerung schnittfest. Mehrfach mit Spezialfilm versiegelte und im wiederverwendbaren Mikrofilterbeutel doppelt verschweißte Einmal-Petrischale aus Polystyrol.

Bei Versand nahezu vollständig besiedelt, frei von Kondenswasser und jeglicher Kontamination, dreifach hygienisch und bruchsicher verpackt. Im Lieferumfang enthalten sind zwei Verschlußstreifen aus Parafilm, mit denen Sie nach einer Entnahme des Myzels die Schale wieder zuverlässig versiegeln können.

Zur Beimpfung von Flüssignährböden, Körnerbrut, Dübeln oder anderen Vorkulturen. Auch zum Anlegen einer Langzeitkultur auf Schrägagar oder in sterilem Wasser bestens geeignet. Sie können damit auch ein sterilisiertes Endsubstrat beimpfen,
allerdings wird die Besiedelung länger dauern als mit anderem Brutmaterial.

Zur Verarbeitung ist die Verwendung einer Impfbox, eines Bunsenbrenners
oder eines
Flowhoods zur Bewahrung der Sterilität zwingend erforderlich.

Bei Lagerung um 10-14°C ist die Kultur mind. 6 Monate haltbar.
Auf Ihre Bestellung hin FRISCH produziert, keine Lagerware. 
Aufbewahrung nicht im Kühlschrank! Lieferzeit max. 28 Tage.

Produkt # 16302: Petrischale 9 cm aus Lagerbestand

Produkt wie oben beschrieben, jedoch aus Lagerbestand, sofort versandfertig.
Garantiertes Höchstalter des Produkts: 6 Monate.
 

Bei Lagerung um 10-14°C ist die Kultur mind. weitere 3 Monate haltbar.
Aufbewahrung nicht im Kühlschrank!  Lieferzeit max. 7 Tage. 


Produkt # 16303:  Flüssigbrut 10 ml 

Steril hergestellte Flüssig-Reinkultur auf Basis einer jungen, frischen Petrischalen-Vorkultur mit definiertem generativem Status (hier P-7) und einer Nährlösung aus natürlichen Zutaten. Wiederholt auf Reinheit geprüft. 

Unter Laborbedingungen in hochwertige Einmalspritzen (Braun Omnifix) aufgezogen, mit eingeschraubtem sterilen Stopfen verschlossen, hygienisch sicher im Ziplockbeutel verpackt. Die hohe Besiedelungsdichte der Nährlösung garantiert ein schnelles Anwachsen. Eine mitunter leichte Eintrübung der Lösung oder eine Verfärbung des Myzels sind verfahrensbedingt. 

Zum Lieferumfang gehören außerdem: 

  • 2 Impfports  zur einfachen Brutherstellung im Glas.
  • 2 Alkoholtupfer zum Abreinigen des Impfports. 
  • 2 steril verpackte extradicke Kanülen zur leichten Verarbeitung.
  • 2 steril verpackte Luer-Lock-Stopfen zum hygienischen Verschluss der Spritze.  


Zur Beimpfung von Körner-, Substrat- oder Dübelbrut auch ohne aufwändige Steriltechnik. Sie können auch ein steriles Endsubstrat damit beimpfen,
rechnen Sie aber mit einer verlängerten Einbrutzeit.
 
Durch die spezielle Behandlung des Myzels während der Herstellung ist Flüssigmyzel extrem schlagkräftig und zur schnellen und einfachen Beimpfung von Bruten und Substraten aller Art gut geeignet. Zur Linienerhaltung sollten Sie besser eine 
Reinkultur auf Petrischale erwerben. 

Eine Anleitung zur Verarbeitung meiner Flüssigbrut finden Sie hier...

Bei Lagerung um 10-14°C mind. 2 Monate haltbar.  
Sofort versandbereit, wenn lieferfähig. 

Aufbewahrung nicht im Kühlschrank! Lieferzeit max. 7 Tage. 
 


Produkt # 16305:  Dübelbrut, 50 Stück

Impfdübel auf Buchenholzbasis, 8 x 40 mm.
Durch ein spezielles Aufschlussverfahren der Dübel und der Beimpfung mit sterilen Vorbruten aus zertifizierter Produktion erhalten Sie ein extrem schlagkräftiges Produkt. Diese Dübel wurden niemals umgefüllt, sie wurden im gelieferten kleinen Spezialbeutel in meinem Labor eingebrütet.

Inhalt: Buchenholzdübel aus europäischer Produktion, Wasser, Pflanzenextrakte, Pilzkultur. Konzipiert, um Holzstämme zu beimpfen. Eine Verwendung als Brutmaterial für andere (auch unsterile) Substrate ist ebenfalls denkbar.

Geliefert im Mikrofilterbeutel, gesondert verpackt im Druckverschlussbeutel. Ausreichend für gut 2 Meter Stammholz, abhängig von der Stammdicke.

Bei Lagerung um 10 -14°C mind. 1 Monat haltbar. Sofort versandbereit,
wenn lieferfähig. Lieferzeit max. 7 Tage. 

Wissenswertes 

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Allgemeines:
Ein tropischer weißfäuleerzeugender Stielporling, erstmals entdeckt auf den karibischen Jungferninseln. Pycnoporus gilt wegen seiner enormen Fähigkeit zur Laccase-Produktion als wichtiger Lieferant in industrieller Produktion. Die Pilze produzieren auch Kupfer- und Eisenmetalloenzyme, die an der chemischen Umwandlung aromatischer Verbindungen in Pflanzenzellwänden beteiligt sind.

Die sehr kleinen Poren (5-6 pro mm) erinnern tatsächlich an Trameten, die Bezeichnung "Blutrote Tramete" ist aber irreführend, es handelt sich um eine eigene Gattung. Eine sehr nahe Verwandte kommt auch bei uns vor, die "zinnoberrote Tramete"  (ebenfalls keine echte Tramete)  gilt dem geübten Pilzsammler als willkommener Farbklecks im herbstlichen Wald, ihre Bedeutung als Antibiotikum
wird aber noch oft unterschätzt.

Zahlreiche Stoffe, die die Pilzgattung produziert, werden hinsichtlich ihrer antibiotischen und anderen Wirkungen untersucht, die Ergebnisse sind vielversprechend. Der Pilz ist auch in der Lage, Schwermetalle aus wässrigen Lösungen herauszufiltern, die Liste der biotechnologisch potentiellen Anwendungen ist ellenlang.


Zuchtverfahren: 

Eine unsterile Beimpfung von Stämmen von heimischer Hölzer ist leicht möglich.
Der Pilz mag weicheres Hartholz wie Pappeln, Weiden, Eschen und Birken.
Gute Zuchterfolge erzielen Sie bei Substratkulturen mit meinem Standardrezept für Holzzersetzer.

Einbrut bei 23°-25°C, 14-21 Tage, Kurze Ruhephase bei 18°C für 2 Wochen. Fruchtung bei 18°-26°C und 90-95% RLf,  später 80% RLf. Lichtbedarf mäßig,
600 Lux reichen bereits. Zu starkes Licht lässt die Farbstoffe verbleichen.

Tricks und Kniffe: 

Zur Anzucht bis zur Fruchtkörperreife gibt es bisher kaum Versuchsberichte.
Für diesen Seitenfruchter empfiehlt sich die Anbringung von Schlitzen
im Substratbeutel. Top-Fruiting wird nur experimentelle Ergebnisse liefern.
Für Glaskulturen deshalb nur mäßig gut geeignet.
 
Stammkulturen gelten nicht als winterfest, Stämme müssen daher in Töpfe, kleine Fässer, Wannen, etc. verpflanzt und im Winter frostfrei gelagert werden.

Achtung: Pilz mit mäßig hoher Sporenentwicklung.
Sporen dieses Pilzes können Beschwerden und Erkrankungen bei Mensch und Tier auslösen. Züchten Sie diesen Pilz besser nicht in Wohnräumen oder Stallungen. 
Halten sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Anbau geeignete Schutzmaßnahmen ein und ernten sie den Pilz vor der Sporenbildung.