Harziger Lackporling,  Wildfund aus Michigan/USA, Ganoderma sessile⭐

Die nordamerikanische Version des harzigen Lackporlings.

Leichte Anzucht auf Laubholzsubstraten und beimpftem Stammholz, erheblich schnellerer Kulturverlauf als bei anderen Lackporlingen, guter Ertrag.

Sein unvergleichlich erdiges und holziges Aroma ohne viel Bitterkeit macht ihn als Tee sehr attraktiv.

Harziger Lackporling,  Wildfund aus Michigan/USA, Ganoderma sessile⭐

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Kurzportrait

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Name:  Ganoderma sessile, Nordamerikanischer harziger Lackporling.

Natürliches Vorkommen: Ausschließlich Nordamerika.
Als Schwächeparasit und Zersetzer auf Laubholz.

Schwierigkeitsgrad im Anbau: 2 von 10.

Verfahren: Unsteril auf Stammholz oder pasteurisierten Mischsubstraten.
Steril auf angereicherten Laubholzsubstraten. Anbauparameter zur Sorte
finden Sie weiter unten.

Ertrag: 35% BE möglich.

Speisewert: entfällt, da kein Speisepilz. Als Tee nur mäßig bitter.

Vitalwert: 10 von 10

Kulturlinie SE 051: Ein "Wildfund" mit ganz besonderem Hintergrund.
Der Pilz wuchs auf der gigantischen Industriebrache der ehemaligen Ford-Werke
in Detroit. Dank an den Finder/Erstkultivator/ Linienhalter Ryan Paul Gates, USA.

Bilder: Alle Bilder zeigen den angebotenen Strain.

Produktdetails

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Produkt # 05101:  Petrischale 9 cm
(Auf ihre Bestellung extra frisch angelegt)

Steril hergestellte Reinkultur, frisch aus Urkultur mit definiertem generativen Status (hier: P-5) übertragen. Gewachsen auf 30ml Vollmedium-Nährboden,
aus hochwertigen Laboragars hergestellt. Extrasteife Ausführung mit erhöhtem
Agar-Agar-Anteil, dadurch bleibt der Nährboden auch nach langer Lagerung schnittfest. Mehrfach mit Spezialfilm versiegelte und im wiederverwendbaren Mikrofilterbeutel doppelt verschweißte Einmal-Petrischale aus Polystyrol.

Bei Versand nahezu vollständig besiedelt, frei von Kondenswasser und jeglicher Kontamination, dreifach hygienisch und bruchsicher verpackt. Im Lieferumfang enthalten sind zwei Verschlußstreifen aus Parafilm, mit denen Sie nach einer Entnahme des Myzels die Schale wieder zuverlässig versiegeln können.

Zur Beimpfung von Flüssignährböden, Körnerbrut, Dübeln oder anderen Vorkulturen. Auch zum Anlegen einer Langzeitkultur auf Schrägagar oder in sterilem Wasser bestens geeignet. Sie können damit auch ein sterilisiertes Endsubstrat beimpfen, allerdings wird die Besiedelung länger dauern als mit anderem Brutmaterial.

Zur Verarbeitung ist die Verwendung einer Impfbox, eines Bunsenbrenners
oder eines
Flowhoods zur Bewahrung der Sterilität zwingend erforderlich.

Bei Lagerung um 2-4°C ist die Kultur mind. 6 Monate haltbar. 
Auf Ihre Bestellung hin FRISCH produziert, keine Lagerware.  
Lieferzeit: max. 28 Tage.

Produkt # 05103:  Flüssigbrut 10 ml 

Steril hergestellte Flüssig-Reinkultur auf Basis einer jungen, frischen Vorkultur 
und einer Nährlösung aus natürlichen Zutaten. Wiederholt auf Reinheit geprüft. 

Unter Laborbedingungen in hochwertige Einmalspritzen (Braun Omnifix) aufgezogen, mit sterilem Stopfen verschlossen, hygienisch sicher im Ziplockbeutel verpackt und sofort gekühlt. Die hohe Besiedelungsdichte der Nährlösung garantiert ein schnelles Anwachsen. Eine mitunter leichte Eintrübung der Lösung oder eine Verfärbung des Myzels sind verfahrensbedingt. 

Zum Lieferumfang gehören außerdem: 

  • 2 Impfports  zur einfachen Brutherstellung im Glas.
  • 2 Alkoholtupfer zum Abreinigen des Impfports. 
  • 2 steril verpackte extradicke Kanülen zur leichten Verarbeitung.
  • 2 steril verpackte Luer-Lock-Stopfen zum hygienischen Verschluss der Spritze.  


Zur Beimpfung von Körner-, Substrat- oder Dübelbrut auch ohne aufwändige Steriltechnik. Sie können auch ein steriles Endsubstrat damit beimpfen,
rechnen Sie aber mit einer verlängerten Einbrutzeit.
 
Durch die spezielle Behandlung des Myzels während der Herstellung ist Flüssigmyzel extrem schlagkräftig und zur schnellen und einfachen Beimpfung von Bruten und Substraten aller Art gut geeignet. Zur Linienerhaltung sollten Sie besser eine 
Reinkultur auf Petrischale erwerben. 

Eine Anleitung zur Verarbeitung meiner Flüssigbrut finden Sie hier...

Bei Lagerung um 2-4°C mind. 2 Monate haltbar. Lieferzeit: max.7 Tage.

Wissenswertes

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Allgemeines: Der Pilz kann von parasitärer auf saprobiontische Lebensweise umschalten und ist deshalb leicht züchtbar. Harzige Lackporlinge (Ganoderma resinaceum) sind auch in unseren Breiten zuhause, die nordamerikanische Version bildet aber keine Rot- oder Gelbtöne, sondern bleibt durchgehend ocker-braun, später gänzlich braun.

Der Name sessile deutet auf eine der markantesten Eigenschaften der Art,
der Pilz bildet keinen nennenswerten Stiel und ist in der Natur stets sehr fest mit dem Stammholz verwachsen. Oft lassen sich Wildfunde nur mit der Axt "ernten".
Bei einer Indoorkultivierung entfällt dieses Problem, Fruchtkörper lassen sich leicht aus dem vergleichsweise lockeren Substrat lösen.

Die Fruchtkörper enthalten vergleichsweise nur wenig Wasser und schrumpeln bei der Trocknung deshalb nur wenig. Eine Verarbeitung zu Tee, Pulver oder Tinkturen erfordert eine maschinelle Zerkleinerung, die die meisten einfachen Kaffeemühlen, Gemüseraspeln oder Küchenmaschinen nicht leisten können. Die Struktur der trockenen Fruchtkörper ist mit zähestem Kork zu vergleichen. Ein Pulver aus dem Pilz zu gewinnen, ist ohne industrielle Technik nur extrem aufwändig zu realisieren, selbst ein Granulat mit 2-3 mm Körnergröße bedarf einer leistungsstarken Motorraspel. 


Zuchtverfahren: Gedeiht bereits gut bei moderaten Temperaturen um 15-18°C, kommt aber auch mit höheren Temperaturen zurecht.  

Braucht nach erfolgter Fruchtbildung weniger Luftfeuchte als die meisten Zuchtpilze (80-85% RLf). G.sessile benötigt keine lange Einbrut- und Reifezeit, er fruchtet relativ schnell von ganz allein, wenn ihm die Bedingungen gefallen. Bei Beutelkulturen empfehle ich eine Öffnung an der Seite. Topfruiting im geschlossenen Zuchtbeutel
führt zu Antlern, wird der Beutel komplett geöffnet, entwickeln sich sehr schnell Knubbel und Hüte, die schon bald mit einer heftigen Sporenproduktion beginnen.

Alle Reishis können problemlos abgeduscht werden, wenn der Kulturblock beginnt, auszutrocknen. Achten Sie jedoch besonders auf sich bildende Schimmelnester, wenn Sie Ihren Zuchtraum nicht hinreichend belüften können. 

Tricks und Kniffe: Beste Ergebnisse erreicht man, wenn man den Pilz durch den Filter des Zuchtbehälters  fruchten lässt, um nur einen einzigen Fruchtkörper zu erhalten. Dadurch bleibt die Kultur dauerhaft kontaminationsfrei. Auch das frühzeitige Wegbrechen von unerwünschten kleineren Fruchtkörpern führt zu einzelnen großen Pilzen. Ein gewisser Anteil von Weizenstroh im Substrat erhöht die Menge der gebildeten Wirkstoffe signifikant.

Ganoderma sessile besitzt offenbar einen stark ausgeprägten Hang zum Geotropismus. Davon spricht man, wenn Pilze die Fähigkeit besitzen, ihr Wachstum nach der Schwerkraft auszurichten. Man weiß, daß sich solche Pilze nach dem Umfallen ihres Wirtsbaums erneut an der Erdschwere oder dem Magnetismus ausrichten und nach einer Zeit wieder horizontal wachsen. Ein unbedingter Vorteil, damit bei Sporenreife die Nachkommenschaft auch wirklich lotrecht aus den Röhren rieseln kann, ohne hängenzubleiben. In der Zucht kann diese Eigenschaft problematisch sein. Wird die Kultur während der Einbrut, Reife und Fruchtung zuviel bewegt, kommt der Pilz durcheinander und fruchtet dann gern kopfüber oder bildet Poren an Stellen, wo sie nicht hingehören. Auch die Art und Position der Lichtquelle im Zuchtraum spielt für das Wachstumsverhalten eine Rolle,

Achtung: Pilz mit sehr hoher Sporenentwicklung!
Sporen dieses Pilzes können Beschwerden und Erkrankungen bei Mensch und Tier auslösen. Züchten Sie diesen Pilz besser nicht in Wohnräumen oder Stallungen. Halten sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Anbau geeignete Schutzmaßnahmen ein und ernten sie den Pilz vor der Sporenbildung.