China-Lackporling, "Original Reishi" Herkunft: Thailand, Ganoderma lingzhi⭐⭐

Der echte Reishi, Ganoderma lingzhi.
Diese Art wird in Fernost seit über 4000 Jahren als 
"Pilz des ewigen Lebens" hochverehrt.

Kommerziell erfolgreicher Hybride aus Thailand.
Reicher Ertrag bei richtiger Kulturführung.

Anbau auf Laubholz- und Mischsubstraten
sowie auf Stämmen.

China-Lackporling, "Original Reishi" Herkunft: Thailand, Ganoderma lingzhi⭐⭐

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Kurzportrait

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Name:  Ganoderma lingzhi, Chinesischer Lackporling, Lingzhi (chin.), Reishi, Mannentake (japanisch)

Natürliches Vorkommen: Ostasien. Als Schwächeparasit und Zersetzer auf Laubholz.

Schwierigkeitsgrad im Anbau: 3 von 10.

Verfahren: Unsteril auf Stammholz oder pasteurisierten Mischsubstraten. Steril auf angereicherten Laubholzsubstraten.
Präzise Anbauparameter zu dieser Sorte finden Sie weiter unten.

Ertrag: bis 35% BE möglich.

Speisewert: entfällt, da kein Speisepilz. Im Tee sehr bitter.

Kulturlinie SE 042: Eine Linie des verehrten Prof. Anon (Thaibiotec Mushroom) die bei geeigneter Kulturform gestielte Hüte bildet. Selektionsziele waren die schnelle Besiedelung des Substrats und ein hoher Ertrag. Besonders wichtig war dem Kultivator auch die hohe Sporenlast.

Bilder: Alle Fotos zeigen den originalen Strain. Besten Dank an Philip Rebensburg@MycoSoma und Christian Leitgeb für die Bilder ihrer Kulturen!

Produktdetails

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Produkt # 04201:  Petrischale 9 cm
(Auf ihre Bestellung extra frisch angelegt)

Steril hergestellte Reinkultur, frisch aus Urkultur mit definiertem generativen Status (hier: P-4) übertragen. Gewachsen auf 30ml Vollmedium-Nährboden,
aus hochwertigen Laboragars hergestellt. Extrasteife Ausführung mit erhöhtem
Agar-Agar-Anteil, dadurch bleibt der Nährboden auch nach langer Lagerung schnittfest. Mehrfach mit Spezialfilm versiegelte und im wiederverwendbaren Mikrofilterbeutel doppelt verschweißte Einmal-Petrischale aus Polystyrol.

Bei Versand nahezu vollständig besiedelt, frei von Kondenswasser und jeglicher Kontamination, dreifach hygienisch und bruchsicher verpackt. Im Lieferumfang enthalten sind zwei Verschlußstreifen aus Parafilm, mit denen Sie nach einer Entnahme des Myzels die Schale wieder zuverlässig versiegeln können.

Zur Beimpfung von Flüssignährböden, Körnerbrut, Dübeln oder anderen Vorkulturen. Auch zum Anlegen einer Langzeitkultur auf Schrägagar oder in sterilem Wasser bestens geeignet. Sie können damit auch ein sterilisiertes Endsubstrat beimpfen, allerdings wird die Besiedelung länger dauern als mit anderem Brutmaterial.

Zur Verarbeitung ist die Verwendung einer Impfbox, eines Bunsenbrenners
oder eines
Flowhoods zur Bewahrung der Sterilität zwingend erforderlich.

Bei Lagerung um 2-4°C ist die Kultur mind. 6 Monate haltbar. 
Auf Ihre Bestellung hin FRISCH produziert, keine Lagerware.  
Lieferzeit 21-28 Tage.


Produkt #04203:  Flüssigbrut 10 ml 

Steril im Bioreaktor hergestellte Flüssig-Reinkultur auf Basis einer Vorkultur mit definiertem generativen Status und einer Nährlösung aus natürlichen Zutaten.
Durch wiederholte Kontrollabstriche auf Reinheit geprüft. 

Unter Laborbedingungen in hochwertige Einmalspritzen (Braun Omnifix) aufgezogen, mit Luer-Lock-Stopfen sicher verschlossen, hygienisch sicher im Ziplockbeutel verpackt und sofort gekühlt. Die hohe Besiedelungsdichte der Nährlösung garantiert ein schnelles Anwachsen. Eine mitunter leichte Eintrübung oder Verfärbung des Myzels sind verfahrensbedingt. 

Zum Lieferumfang gehören außerdem: 

  • 2 Impfports zur einfachen Brutherstellung im Glas.
  • 2 Alkoholtupfer zum Abreinigen des Impfports. 
  • 2 steril verpackte extradicke Kanülen zur leichten Verarbeitung.
  • 2 steril verpackte Luer-Lock-Stopfen zum hygienischen Verschluss der Spritze.  


Zur Beimpfung von Flüssig-, Körner-, Substrat- oder Dübelbrut auch ohne aufwändige Steriltechnik. Auch zur direkten Beimpfung eines sterilen Endsubstrats geeignet, rechnen Sie aber mit einer verlängerten Einbrutzeit.
 
Durch die spezielle Behandlung des Myzels während der Herstellung ist Flüssigmyzel extrem schlagkräftig und zur schnellen und einfachen Beimpfung von Bruten und Substraten aller Art gut geeignet. Zur Linienerhaltung sollten Sie besser eine echte Reinkultur auf Petrischale erwerben. 

Eine Anleitung zur Verarbeitung meiner Flüssigbrut finden Sie hier...

Bei Lagerung um 2-4°C mind. 2 Monate haltbar.  
Sofort versandbereit, Lieferzeit 4-6 Tage

Wissenswertes

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Allgemeines: Dieser Pilz ist nach neuerer wissenschaftlicher Erkenntnis die Art, die seit 4000 Jahren höchste Beachtung in der TCM genießt. Viele hundert Jahre war der Konsum dieses Pilzes nur dem chinesischen Kaiserhaus erlaubt, Wildfunde mussten der Präfektur gemeldet werden, Beamte bargen dann den Schatz und verfrachteten ihn in die "Verbotene Stadt". Züchter des Pilzes mussten auf der Straße freundlich gegrüßt werden, wer sich nicht daran hielt, konnte mit ein paar Stockhieben vom Dorfpolizisten dazu erzogen werden.

Die Fruchtkörper enthalten vergleichsweise nur wenig Wasser und schrumpeln bei der Trocknung deshalb nur wenig. Eine Verarbeitung zu Tee, Pulver oder Tinkturen erfordert eine maschinelle Zerkleinerung, die die meisten einfachen Kaffeemühlen, Gemüseraspeln oder Küchenmaschinen nicht leisten können. Die Struktur der trockenen Fruchtkörper ist mit zähestem Kork zu vergleichen. Ein Pulver aus dem Pilz zu gewinnen, ist ohne industrielle Technik nur extrem aufwändig zu realisieren, selbst ein Granulat mit 2-3 mm Körnergröße bedarf einer leistungsstarken Motorraspel. Hobbyisten helfen sich z.B. mit Raspelscheiben zur Holzbearbeitung, die auf einer Flex laufen.
 
Zuchtbedingungen: Kommt mit westlichen Laubhölzern gut zurecht, wird aber an Stammkulturen nur im Hochsommer fruchten, wenn es warm genug ist. Gute Ergebnisse auch mit Substraten aus Kokosfaser (Coir) , Hanf und Stroh. Profitiert von reichen Zuschlägen aus Kleie oder Getreide. Einbrutphase in Dunkelheit bei
20°-25°C. Fruchtet am Besten in warmer Umgebung von 22-28°C und zumindest anfangs hohen Feuchtewerten.

Rechnen Sie mit einer u.U. relativ langen Ruhephase von mehreren Wochen oder sogar Monaten, bis der Pilz von allein schlüpft. Eine vorzeitige Fruchtungseinleitung durch geeignete Maßnahmen wie Scratching ist aber möglich, auch Kälteschocks gelten als geeignete Maßnahme.

Diese Kulturvariante des chinesischen Lackporlings bildet mit ausreichend Frischluft und großflächigem Licht gestielte Hüte aus, die bei Vollreife sehr stark sporen. Die hohe Sporenlast war dem Ursprungszüchter ein wichtiges Selektionsmerkmal, in Asien gelten Sporen dieses Pilzes als extrem wertvoll.

Tricks und Kniffe: Zur reicheren Fruchtbildung empfehle ich, die Substratblöcke nach erfolgreicher Besiedelung in eine leicht kühlere Reifephase zu überführen, bevor man versucht, den Block zu fruchten. Beste Ergebnisse erreicht man, wenn man den Pilz nur an einer Stelle oder sogar durch den Filter fruchten lässt, um nur einen einzigen Fruchtkörperansatz zu erhalten. Dadurch bleibt das Substrat auch dauerhaft kontaminationsfrei.

Stammkulturen mit dieser Art sind nicht zwingend winterfest und müssen während der Kälteperiode ins Haus.

Eine Wachstumsform wie auf den ersten Bildern erreichen Sie, wenn der Pilz nach dem Schlüpfen noch eine Weile im geschlossenen Beutel verbleibt, damit er mehrere Köpfe bilden kann. Zögern Sie aber das Öffnen des Beutels und das Umsetzen in eine sauerstoffreiche Umgebung nicht zu lange heraus, sonst erfolgt die Hutbildung möglicherweise gestört.

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, daß sich die Ausbeute an Ganodermiksäure steigern lässt, wenn ein Teil des Substrats aus Weizenstroh besteht.

Achtung: Pilz mit sehr hoher Sporenentwicklung!
Sporen dieses Pilzes können Beschwerden und Erkrankungen bei Mensch und Tier auslösen. Züchten Sie diesen Pilz besser nicht in Wohnräumen oder Stallungen. Halten sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Anbau geeignete Schutzmaßnahmen ein und ernten sie den Pilz vor der Sporenbildung. Sporen dieses Pilzes gelten in der TCM als Tonikum allererster Wahl, das Einatmen sollte man jedoch unbedingt vermeiden.

Achtung: In Mitteleuropa nicht heimische Pilzart!
Obwohl eine ungewollte Ansiedelung in der Natur wegen der großen Temperaturunterschiede zu den Ursprungshabitaten unwahrscheinlich erscheint, sollten Sie diese aus Gründen des Naturschutzes durch geeignete Maßnahmen unbedingt verhindern. Ernten Sie die Pilze unbedingt, bevor diese mit der Sporulation beginnen. Entsorgen Sie verbrauchte Substrate und Reste von Fruchtkörpern über den Hausmüll, nicht über den Kompost.