Verzweigter Lackporling,  "Original Reishi", Herkunft: Vietnam, Ganoderma multipileum⭐

Ein Lackporling, den man zu den "echten Reishis" rechnet, 
da er in Südostasien wild vorkommt. Abbildungen und Beschreibungen von Pilzen dieser Art finden sich bereits in klassischen chinesischen Werken aus vorchristlicher Zeit.

Die Art bildet auch ohne zusätzliche gärtnerische Kunstgriffe 
weit verzweigte "Geweihe", die sich zu skurrilen Formen auswachsen können.

Diese vietnamesische Linie ist leicht anzubauen und braucht keine Reifephase. 

Ohne jeden Zweifel der ertragreichste Pilz 
aus meinem gesamten Angebot.

Verzweigter Lackporling,  "Original Reishi", Herkunft: Vietnam, Ganoderma multipileum⭐

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Kurzportrait

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Name:  Ganoderma multipileum, Antler Reishi, Verzweigter Lackporling. 
(Den Namen habe ich mir aus Ermangelung einer gültigen deutschen Bezeichnung selber ausgedacht) 

Natürliches Vorkommen: Tropische Teile Asiens.
Als Schwächeparasit und Zersetzer auf Laubholz.

Schwierigkeitsgrad im Anbau: 2 von 10.

Verfahren: Unsteril auf Stammholz oder pasteurisierten Mischsubstraten.
Steril auf angereicherten Laubholzsubstraten.
Präzisere Anbauparameter zur Sorte finden Sie weiter unten.

Ertrag: 45% BE und mehr möglich. Die Maßeinheit "BE" spiegelt bei Porlingen allerdings nicht die reale Ausbeute wieder, da diese erheblich weniger Wasser enthalten als die meisten Speisepilze.
An einen BE-Wert, den sie erhalten, wenn die getrockneten Pilze dieser Sorte als Rechengrundlage dienen, kommen selbst die besten Hochertrags-Austernpilze
nicht heran.

Speisewert: entfällt, da kein Speisepilz.
Als Tee und Extrakt sehr bitter.

Vitalwert: 10 von 10

Kulturlinie SE 047:  Die Linie eines vietnamesischen Reishi-Künstlers,
einer der ertragreichsten Reishi-Stämme am Weltmarkt.

Bilder: Alle Fotos zeigen den originalen Strain. Danke an Christian Leitgeb und Rosemarie Steinhauf für die Bereitstellung ihrer Bilder.

Produktdetails

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Produkt # 04701:  Petrischale 9 cm
(Auf ihre Bestellung extra frisch angelegt)

Steril hergestellte Reinkultur, frisch aus Urkultur mit definiertem generativen Status (hier: P-5) übertragen. Gewachsen auf 30ml Vollmedium-Nährboden,
aus hochwertigen Laboragars hergestellt. Extrasteife Ausführung mit erhöhtem
Agar-Agar-Anteil, dadurch bleibt der Nährboden auch nach langer Lagerung schnittfest. Mehrfach mit Spezialfilm versiegelte und im wiederverwendbaren Mikrofilterbeutel doppelt verschweißte Einmal-Petrischale aus Polystyrol.

Bei Versand nahezu vollständig besiedelt, frei von Kondenswasser und jeglicher Kontamination, dreifach hygienisch und bruchsicher verpackt. Im Lieferumfang enthalten sind zwei Verschlußstreifen aus Parafilm, mit denen Sie nach einer Entnahme des Myzels die Schale wieder zuverlässig versiegeln können.

Zur Beimpfung von Flüssignährböden, Körnerbrut, Dübeln oder anderen Vorkulturen. Auch zum Anlegen einer Langzeitkultur auf Schrägagar oder in sterilem Wasser bestens geeignet. Sie können damit auch ein sterilisiertes Endsubstrat beimpfen, allerdings wird die Besiedelung länger dauern als mit anderem Brutmaterial.

Zur Verarbeitung ist die Verwendung einer Impfbox, eines Bunsenbrenners
oder eines
Flowhoods zur Bewahrung der Sterilität zwingend erforderlich.

Bei Lagerung um 2-4°C ist die Kultur mind. 6 Monate haltbar. 
Auf Ihre Bestellung hin FRISCH produziert, keine Lagerware.  
Lieferzeit 21-28 Tage.


Produkt # 04703:  Flüssigbrut 10 ml 

Steril im Bioreaktor hergestellte Flüssig-Reinkultur auf Basis einer Vorkultur mit definiertem generativen Status und einer Nährlösung aus natürlichen Zutaten.
Durch wiederholte Kontrollabstriche auf Reinheit geprüft. 

Unter Laborbedingungen in hochwertige Einmalspritzen (Braun Omnifix) aufgezogen, mit Luer-Lock-Stopfen sicher verschlossen, hygienisch sicher im Ziplockbeutel verpackt und sofort gekühlt. Die hohe Besiedelungsdichte der Nährlösung garantiert ein schnelles Anwachsen. Eine mitunter leichte Eintrübung oder Verfärbung des Myzels sind verfahrensbedingt. 

Zum Lieferumfang gehören außerdem: 

  • 2 Impfports zur einfachen Brutherstellung im Glas.
  • 2 Alkoholtupfer zum Abreinigen des Impfports. 
  • 2 steril verpackte extradicke Kanülen zur leichten Verarbeitung.
  • 2 steril verpackte Luer-Lock-Stopfen zum hygienischen Verschluss der Spritze.  


Zur Beimpfung von Flüssig-, Körner-, Substrat- oder Dübelbrut auch ohne aufwändige Steriltechnik. Auch zur direkten Beimpfung eines sterilen Endsubstrats geeignet, rechnen Sie aber mit einer verlängerten Einbrutzeit.
 
Durch die spezielle Behandlung des Myzels während der Herstellung ist Flüssigmyzel extrem schlagkräftig und zur schnellen und einfachen Beimpfung von Bruten und Substraten aller Art gut geeignet. Zur Linienerhaltung sollten Sie besser eine echte Reinkultur auf Petrischale erwerben. 

Eine Anleitung zur Verarbeitung meiner Flüssigbrut finden Sie hier...

Bei Lagerung um 2-4°C mind. 2 Monate haltbar.  
Sofort versandbereit, Lieferzeit 4-6 Tage

Wissenswertes 

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Allgemeines: Dieser nur in Asien vorkommende Lackporling entwickelt auch ohne züchterische Eingriffe mehrere Arme und bildet am Ende stattliche Geweihe aus. Die Art gehört zum engeren Kreis der asiatischen Lackporlinge, die man seit  mehreren tausend Jahren als Reishi (jap.) oder Ling-Zhi (chin.) bezeichnet. Getrocknete Fruchtkörper behalten Farbe, Glanz und Struktur über Jahrzehnte. Besonders große Exemplare oder Skulpturen sind begehrte Ausstellungsstücke.

Die Fruchtkörper enthalten vergleichsweise nur wenig Wasser und schrumpeln bei der Trocknung deshalb nur wenig. Eine Verarbeitung zu Tee, Pulver oder Tinkturen erfordert eine maschinelle Zerkleinerung, die die meisten einfachen Kaffeemühlen, Gemüseraspeln oder Küchenmaschinen nicht leisten können. Die Struktur der trockenen Fruchtkörper ist mit zähestem Kork zu vergleichen. Ein Pulver aus dem Pilz zu gewinnen, ist ohne industrielle Technik nur extrem aufwändig zu realisieren.

Zuchtverfahren: Unsteril auf Laubholzstämmen, die Art gilt allerdings nicht als winterfest. Gelingt auch auf pasteurisierten Holzsubstraten, profitiert aber von einem sterilen, hochangereicherten Substrat, gerne mit Luzerneanteil oder Timothy-Heu. Einbrutphase bei 23°-28° C. Fruchtet bei tropischen Temperaturen um 25°C, kommt aber auch bei 20°C noch gut zurecht. Braucht zumindest anfangs hohe Feuchtewerte um 95%. Ein geeignetes Porlings-Substrat finden Sie hier...

Dieser Strain fruchtet unmittelbar nach erfolgter Besiedelung und benötigt keine Reifezeit, profitiert aber von einer 2-3 wöchigen Ruhephase.

Tricks und Kniffe: Beste Ergebnisse erreicht man, wenn man den Pilz durch den Filter des Zuchtbehälters  fruchten lässt, um nur einen einzigen Fruchtkörper zu erhalten. Dadurch bleibt die Kultur auch dauerhaft kontaminationsfrei. Auch das Wegbrechen von unerwünschten kleineren Fruchtkörpern führt zu einzelnen großen Pilzen. Bei der Zucht von Lackporlingen verzichtet man auf eine zweite Erntewelle. Man zieht die erste Fruchtung durch Nachbefeuchtung des Substrates so in die Länge, daß der oder die ersten Fruchtkörper ihr maximales Wachstum erreichen können, ohne frühzeitig zu sporen.

Mithilfe einer CO²-reichen Umgebungsluft, die eine Hutbildung verhindert und einer nur punktuellen Beleuchtung erreichen Sie besonders spektakuläre Fruchtkörper. Der Pilz strebt immer auf die Lichtquelle zu, man kann ihn sogar zwingen, nach unten zu wachsen. Erfolgreiche Züchter arbeiten auch mit Binde- und Schneidtechniken und sogar Propfungen, um ganz besondere Kunstwerke zu erschaffen.

Alle Reishis können problemlos abgeduscht werden, wenn der Kulturblock beginnt, auszutrocknen. Achten Sie jedoch besonders auf sich bildende Schimmelnester, wenn Sie Ihren Zuchtraum nicht hinreichend belüften können. Als alternative Methode zur nachträglichen Bewässerung des Substrats gilt die Nachbehandlung durch das Einspritzen von sterilem Wasser in den Substratblock. Vorteile: Eine schnelle, saubere und präzise Nachbefeuchtung des Substrates. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, daß sich der Gehalt an Ganodermiksäure steigern lässt, wenn ein Teil des Substrats aus Weizenstroh besteht.

Achtung: Pilz mit sehr hoher Sporenentwicklung!
Sporen dieses Pilzes können Beschwerden und Erkrankungen bei Mensch und Tier auslösen. Züchten Sie diesen Pilz besser nicht in Wohnräumen oder Stallungen. Halten sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Anbau geeignete Schutzmaßnahmen ein und ernten sie den Pilz vor der Sporenbildung.