Abalone-Seitling, Abalone oyster, Kulturhybride aus Belgien, Pleurotus cystidiosus ⭐⭐

Ein in Fernost sehr beliebter Vertreter der Seitlings-Familie.
Aussehen, Konsistenz und Aroma erinnern bei richtiger Zubereitung an delikate Abalone-Meeresschnecken.

Dieser Pilz bildet in allen Stadien und auf allen Substraten sogenannte Nebenfruchtformen heraus, ein selten zu beobachtendes Phänomen.

Zum Anbau ist Wärme gefragt. Abaloneaustern sind keine Hochertragsfruchter, dafür aber echte Delikatesspilze.

Abalone-Seitling, Abalone oyster, Kulturhybride aus Belgien, Pleurotus cystidiosus ⭐⭐

MwSt. wird nicht ausgewiesen (Kleinunternehmer, § 19 UStG), zzgl. Versand

Kostenloser Versand für Bestellungen aus dem Inland ab 80 €

Lieferzeit 5 - 28 Werktage

Kurzportrait

Created with Sketch.

Name: Abalone-Seitling, Abalone oyster, Maple oyster mushroom,
Pleurotus cystidiosus s.l. (OK Mill.1969)


Natürliches Vorkommen: In Europa, Nordamerika und Ostasien heimisch, aber selten. Fundmeldungen gibt sogar von Spitzbergen.

Schwierigkeitsgrad im Anbau: Zum Anbau dieser Art ist etwas Vorerfahrung
und eine Zuchtkabine vorteilhaft.

Verfahren: Steril auf angereicherten Laubholzsubstraten. Unsteril auf Stämmen und pasteurisierten Mischsubstraten. Präzise Anbauparameter zur Sorte finden Sie
weiter unten.

Temperaturführung: Strikt vorgeschrieben: Sehr warm (26-28°C)

Ertrag: 80% BE und mehr möglich.

Speisewert: 8 von 10.

Marktsituation: Frischpilze dieser Art werden in Deutschland zur Zeit nicht angeboten. Erhältlich ist der Pilz gelegentlich als Dosenware in Asiamärkten.
In Japan wird er deutlich höher gehandelt als Kräuterseitlinge. Die DGfM führt diesen erstklassigen Speisepilz nicht in seiner Positivliste, wohl, weil er in Mitteleuropa
recht selten zu finden ist.

Vitalwert: k.A.

Kulturlinie SE 113: Ein Stamm aus aus einem belgischen Brutbetrieb, von mir regelmäßig nachgekauft und hier als P-4 vorrätig.

Bilder: Bild 1-4: Fruchtkörper (der Hauptfruchtform) der angebotenen Linie. 
             Bild 5: Die schwarzen Nebenfruchtformen, die sich bereits auf ersten 
             Vorkulturen bilden, werden Koremien genannt. Der Agarwürfel im Bild hat                     eine Kantenlänge von etwa 8 mm
             Bild 6: Makroaufnahme des Myzels

Alle diese fantastischen, aufwändig bearbeiteten Bilder stammen von Richard Eibl, bei dessen Familie ich mich nur immer wieder für die Nutzung bedanken kann.

Produktdetails

Created with Sketch.

Produkt # 11301: Petrischale 9 cm
(Auf ihre Bestellung extra frisch angelegt)

Steril hergestellte Reinkultur, frisch aus Urkultur mit definiertem generativen Status (hier: P-4) übertragen. Gewachsen auf 30ml Vollmedium-Nährboden,
aus hochwertigen Laboragars hergestellt. Extrasteife Ausführung mit erhöhtem
Agar-Agar-Anteil, dadurch bleibt der Nährboden auch nach langer Lagerung schnittfest. Mehrfach mit Spezialfilm versiegelte und im Mikrofilterbeutel
doppelt verschweißte Einmal-Petrischale aus Polystyrol.

Bei Versand nahezu vollständig besiedelt, frei von Kondenswasser und jeglicher Kontamination, dreifach hygienisch und bruchsicher verpackt. Im Lieferumfang enthalten sind zwei Verschlußstreifen aus Parafilm, mit denen Sie nach einer Entnahme des Myzels die Schale wieder zuverlässig versiegeln können.

Zur Beimpfung von Flüssignährböden, Körnerbrut, Dübeln oder anderen Vorkulturen. Auch zum Anlegen einer Langzeitkultur auf Schrägagar oder in sterilem Wasser bestens geeignet. Sie können damit auch ein sterilisiertes Endsubstrat beimpfen, allerdings wird die Besiedelung länger dauern als mit anderem Brutmaterial.

Zur Verarbeitung ist die Verwendung einer Impfbox, eines Bunsenbrenners
oder eines
Flowhoods zur Bewahrung der Sterilität zwingend erforderlich.

Bei Lagerung um 10-14°C ist die Kultur mind. 6 Monate haltbar. 
Aufbewahrung nicht im Kühlschrank!
Auf Ihre Bestellung hin FRISCH produziert, keine Lagerware.  
Lieferzeit 14 - 28 Werktage.

 

Produkt # 11302: Petrischale 9 cm aus Lagerbestand

Produkt wie oben beschrieben, jedoch aus Lagerbestand, sofort versandfertig.
Garantiertes Höchstalter des Produkts: 6 Monate.
 

Bei Lagerung um 12-14°C ist die Kultur mind. weitere 3 Monate haltbar. 
Aufbewahrung nicht im Kühlschrank!  Lieferzeit 5 Werktage. 



Produkt # 11303:  Flüssigbrut 10 ml 

Steril im Bioreaktor hergestellte Flüssig-Reinkultur auf Basis einer Vorkultur mit definiertem generativen Status und einer Nährlösung aus natürlichen Zutaten.
Durch wiederholte Kontrollabstriche auf Reinheit geprüft. 

Unter Laborbedingungen in hochwertige Einmalspritzen (Braun Omnifix) aufgezogen, mit Luer-Lock-Stopfen sicher verschlossen, hygienisch sicher im Ziplockbeutel verpackt und sofort gekühlt. Die hohe Besiedelungsdichte der Nährlösung garantiert ein schnelles Anwachsen. Eine mitunter leichte Eintrübung der Lösung oder Verfärbung des Myzels sind verfahrensbedingt. 

Zum Lieferumfang gehören außerdem: 

  • 2 Impfports zur einfachen Brutherstellung im Glas.
  • 2 Alkoholtupfer zum Abreinigen des Impfports. 
  • 2 steril verpackte extradicke Kanülen zur leichten Verarbeitung.
  • 2 steril verpackte Luer-Lock-Stopfen zum hygienischen Verschluss der Spritze.  


Zur Beimpfung von Flüssig-, Körner-, Substrat- oder Dübelbrut auch ohne aufwändige Steriltechnik. Auch zur direkten Beimpfung eines sterilen Endsubstrats geeignet, rechnen Sie aber mit einer verlängerten Einbrutzeit.
 
Durch die spezielle Behandlung des Myzels während der Herstellung ist Flüssigmyzel extrem schlagkräftig und zur schnellen und einfachen Beimpfung von Bruten und Substraten aller Art gut geeignet. Zur Linienerhaltung sollten Sie besser eine echte Reinkultur auf Petrischale erwerben. 

Eine Anleitung zur Verarbeitung meiner Flüssigbrut finden Sie hier...

Bei Lagerung um 10-14°C mind. 2 Monate haltbar.  
Nicht im Kühlschrank lagern!
Sofort versandbereit, wenn lieferbar. Lieferzeit 4 - 5 Werktage

Wissenswertes

Created with Sketch.

Allgemeines:
Ein auch in der nördlichen Hemisphäre weitverbreiter, trotzdem eher seltener, sehr wohlschmeckender Pilz, offensichtlich wärmeliebend. Er lebt als Schwächeparasit, kann seine Lebensweise aber auf saprobiontisch umstellen und ist deshalb züchtbar.

Diese Art gehört zu einer sehr kleinen Unterabteilung der Seitlinge mit dem Namen Coremiopleurotus. Diese Arten produzieren neben den sporentragenden Haupt- auch ungeschlechtliche Nebenfruchtformen, Anamorphe genannt. Die Nebenfruchtformen entwickeln sich bereits auf der Petrischale und auch später während weiterer Kulturphasen (siehe Bilder). Sie überziehen manchmal die gesamte Oberfläche,
sind aber nicht wirklich erntefähig, da zu klein und zu weich. Anamorphe werden mit einem anderen Artnamen bezeichnet, Antromycopsis macrocarpa lautet der korrekte Name dieser kleinen schwarzen gestielten Kügelchen.

Unter dem Namen "Abalone Mushroom" werden weltweit auch verschiedene andere Arten gehandelt, darunter auch P.ferulae, P.nebrodensis und P.abalonus. Letzterer ist möglicherweise nur eine Variante von P.cystidiosus.

👨‍🍳Die Art gilt in Asien als Delikatesspilz allererster Ordnung, am japanischen Markt werden Zuchtpilze dieser Art deutlich teurer gehandelt als die Standardsorten.

Ein Geschmack und eine Textur, die ihresgleichen suchen. Nussig, knackig und
ein Aussehen, welches schwerstens an eine schwarzlippige Abalone erinnert.
Dieser erstaunliche Pilz gewann zuletzt die "Delicious Produce Awards Trophy"
für das beste Frischeprodukt in Australien.

Zuchtverfahren:
Beste Zuchterfolge erzielen Sie mit einem sterilen, gut angereicherten Substrat auf Laubholzbasis. Strohsubstrate werden angenommen, aber nicht gut verwertet.
Madame verträgt hohe Temperaturen (bis 30°C) während der Einbrutphase und Fruchtung. Unter 26°C  werden sich allerdings keine Fruchtkörper zeigen.
Sie braucht ausreichend Licht und Frischluft, kommt aber mit mäßig hohen Feuchtewerten (85-90% RLf) zurecht.

Tricks und Kniffe:
Wie alle Seitlingsarten mag die Abalone-Auster neben einem guten Luftaustausch eine ausreichende Luftbewegung (Fanning) im Zuchtraum.

Achtung: Pilz mit hoher Sporenentwicklung.
Sporen dieses Pilzes können Beschwerden und Erkrankungen bei Mensch und Tier auslösen. Züchten Sie diesen Pilz besser nicht in Wohnräumen oder Stallungen. Halten sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Anbau geeignete Schutzmaßnahmen ein und ernten sie den Pilz vor der Sporenbildung.