Australischer Riesenröhrling, "Giant bolete", Wildfund/Malaysia, Phlebopus marginatus⭐⭐⭐

Dieser Gigant aus dem austral-asiatischen Raum ist nicht wie Steinpilze oder Maronen auf einen Baum als Mykorhizza-Partner angewiesen, sondern kann auch als reiner Streuzersetzer leben. 

In der Natur können diese Pilze gigantisch groß werden, Exemplare mit über 25 Kilo werden immer wieder entdeckt.
Für den fortgeschrittenen Pilzzüchter dürfte die Art eine besondere Herausforderung darstellen.

Die Genetik stammt von einem dokumentierten Wildfund 
eines befreundeten Mykologen aus Malaysia.

Australischer Riesenröhrling, "Giant bolete", Wildfund/Malaysia, Phlebopus marginatus⭐⭐⭐

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Kurzportrait 

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Name: Phlebopus marginatus, Australischer Röhrling, Black bolete, Giant bolete,
Salmon gum mushroom (austral.)

Natürliches Vorkommen: Verbreitung  von China über Thailand, Vietnam, Malaysia und Indonesien bis Borneo, Australien und Neuseeland. Trotzdem recht selten zu finden.

Schwierigkeitsgrad im Anbau:  Zuchtversuche mit dieser Art bedürfen Erfahrung und kontrollierbare Zuchtbedingungen.

Verfahren: Steril auf angereicherten Spezialsubstraten oder experimentell im Freiland.
.
Temperaturführung: moderat / warm ( 15°-25°C)

Ertrag: k.A.

Speisewert: 9 von 10

Marktsituation: In Europa als Zuchtpilz nicht verfügbar.

Vitalwert: 7 von 10

Kulturlinie SE 010: Eine unbearbeitete Sorte aus einem malaysischen Zuchtbetrieb. Der Klon eines auch mit Fotos dokumentierten Wildfundes aus 2021.

Bilder: Wildfunde aus Australien. Danke an Jerry Cooper und Ian Sutton für die Aufnahmen.

Produktdetails

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Produkt #01001: Petrischale 9 cm
(Auf ihre Bestellung extra frisch angelegt)

Steril hergestellte Reinkultur, frisch aus Urkultur mit definiertem generativen Status (hier: P-3) übertragen. Gewachsen auf 30ml Vollmedium-Nährboden,
aus hochwertigen Laboragars hergestellt. Extrasteife Ausführung mit erhöhtem
Agar-Agar-Anteil, dadurch bleibt der Nährboden auch nach langer Lagerung schnittfest. Mehrfach mit Spezialfilm versiegelte und im Mikrofilterbeutel  verschweißte Einmal-Petrischale aus Polystyrol.

Bei Versand nahezu vollständig besiedelt, frei von Kondenswasser und jeglicher Kontamination, dreifach hygienisch und bruchsicher verpackt. Im Lieferumfang enthalten sind zwei Verschlußstreifen aus Parafilm, mit denen Sie nach einer Entnahme des Myzels die Schale wieder zuverlässig versiegeln können.

Zur Beimpfung von Flüssignährböden, Körnerbrut, Dübeln oder anderen Vorkulturen. Auch zum Anlegen einer Langzeitkultur auf Schrägagar oder in sterilem Wasser bestens geeignet. Sie können damit auch ein sterilisiertes Endsubstrat beimpfen, allerdings wird die Besiedelung länger dauern als mit anderem Brutmaterial.

Zur Verarbeitung ist die Verwendung einer Impfbox, eines Bunsenbrenners
oder eines
Flowhoods zur Bewahrung der Sterilität zwingend erforderlich.

Bei Lagerung um 12-14°C ist die Kultur mind. 6 Monate haltbar. 
Auf Ihre Bestellung hin FRISCH produziert, keine Lagerware.  
Lieferzeit 14-28 Werktage.

Besonderheiten

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Allgemeines:
Phlebopus marginatus kommt nur im australasiatischen Raum vor. Von dort gibt es immer wieder Meldungen über gigantisch große Funde. Der schwerste dokumentierte Pilz wog 29 Kg! Die australische Bezeichnung "Salmon gum"
hat mit Lachsen wohl allerdings nichts zu tun, Lachse kommen in Australien nicht vor. Der Name darf getrost auf die Baumart Eucalyptus salmonophloia  zurückzuführen sein, in deren Nähe man den Pilz gelegentlich findet.

Die Abgrenzung zu Phlebopus portentosus ist schwer, einige Autoren halten die Bezeichnung nur für ein Synonym. Seit 2013 weiß man, wie sich Phlebopus -Arten in Gefangenschaft zur Fruchtung überreden lassen. 

Interessant macht ihn eine besondere Fähigkeit: Der Pilz kann nämlich außer mit bestimmten Pflanzen zusätzlich auch mit bestimmten Insekten (genauer: Schmierläusen) eine Lebensgemeinschaft eingehen. So eine 3-fach Symbiose aus Pflanze, Pilz und Tier ist in der Natur relativ selten zu beobachten.

Trotzdem wird der Pilz bei einer Inkulturnahme mit einem gut angereicherten veganen Streuzersetzersubstrat zurechtkommen. Mittlerweile wird die am nächsten verwandte Art Phlebopus portentosus in weiten Teilen Indochinas erzeugt. Direkt in der Nähe von Bangkok finden sich zahlreiche Zuchtbetriebe, dort wird der Pilz im Freiland angebaut. Die in China angewandte Methode ist die Zucht in speziellen Kulturflaschen.

👨‍🍳Eine Zubereitung wie für Steinpilze erscheint angeraten, ich selber habe den Pilz noch nicht probiert.

Zuchtverfahren:
Weitervermehrung auf Getreide. Zuchterfolge scheinen Sie mit einem sterilen, gut angereicherten Substrat auf Laubholzbasis möglich zu sein. Maisspindeln gelten in China als guter Zuschlag.
Auf eine Abdeckerde können Sie später nicht verzichten. Möglicherweise eignet sich der Pilz auch für sommerliche Beetanlagen in europäischen Regionen. Noch gibt es zuwenig Zuchtberichte.

Tricks und Kniffe:
Hohe Luftfeuchte, dezente Ventilation, wirksamer Insektenschutz!

Achtung: Pilz mit hoher Sporenentwicklung.
Sporen dieses Pilzes können Beschwerden und Erkrankungen bei Mensch und Tier auslösen. Züchten Sie diesen Pilz besser nicht in Wohnräumen oder Stallungen. Halten sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Anbau geeignete Schutzmaßnahmen ein und ernten sie den Pilz vor der Sporenbildung.