Florida-Auster, "White Pearl", Kulturhybride aus Belgien, Pleurotus ostreatus var. floridae ⭐

Ein idealer Sommerseitling! Dieser weißbleibende Austernpilz ist ein wärmeliebender Hybride, der es zur Fruchtung 
über 20°C braucht und auch bei höheren Werten gut gedeiht.

Es werden zahlreiche Fruchtstände gebildet, der Pilz liefert 
auch im Top-fruiting-Verfahren und auf Holzstämmen 
schöne Ergebnisse.

Bei entsprechenden Bruttemperaturen sehr schnell auf allen Medien, sehr schnell in der Fruchtung, sehr hoher Ertrag.
Einfache Anzucht auch für Beginner im Hobby, 
eine dankbare, fehlerverzeihende Sorte.

Florida-Auster, "White Pearl", Kulturhybride aus Belgien, Pleurotus ostreatus var. floridae ⭐

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Kurzportrait

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Name: Pleurotus ostreatus var. floridae, Florida-Austernseitling, Florida oyster mushroom, Pearl oyster


Natürliches Vorkommen: Südstaaten der USA, Mittelamerika

Schwierigkeitsgrad im Anbau: Leichter Anbau auch für Anfänger im Hobby, "unsterile" Verfahren sind möglich.

Verfahren: Unsteril auf pasteurisierten Laubholz-oder Strohsubstraten oder auf Stammholz. Steril auf angereicherten Schüttsubstraten. Experimentell auf allen Arten organischer Substanz. Präzise Anbauparameter zur Sorte finden Sie unten.

Temperaturführung: Warm/ Sehr warm (20 - 28°C) Mindesttemperatur für die Bildung von Primordien oder Fruchtkörpern ist 20°C.

Ertrag: 80% -200% BE möglich.

Speisewert: 7 von 10

Marktsituation:  Als Frischpilz gelegentlich im Handel, meist im Sommer.

Vitalwert: 7 von 10


Kulturlinie SE 125:  Dieser Kulturhybride vom belgischen Originalbreeder 
wird regelmäßig nachgekauft und liegt hier als P-4  Masterkultur vor.

Produktdetails

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Produkt # 12501:  Petrischale 9 cm
(Auf ihre Bestellung extra frisch angelegt)

Steril hergestellte Reinkultur, frisch aus Urkultur mit definiertem generativen Status (hier P-4) übertragen. Gewachsen auf 30ml Vollmedium-Nährboden,
aus hochwertigen Laboragars hergestellt. Extrasteife Ausführung mit erhöhtem
Agar-Agar-Anteil, dadurch bleibt der Nährboden auch nach langer Lagerung schnittfest. Mehrfach mit Spezialfilm versiegelte und im wiederverwendbaren Mikrofilterbeutel doppelt verschweißte Einmal-Petrischale aus Polystyrol.

Bei Versand nahezu vollständig besiedelt, frei von Kondenswasser und jeglicher Kontamination, dreifach hygienisch und bruchsicher verpackt. Im Lieferumfang enthalten sind zwei Verschlußstreifen aus Parafilm, mit denen Sie nach einer Entnahme des Myzels die Schale wieder zuverlässig versiegeln können.

Zur Beimpfung von Flüssignährböden, Körnerbrut, Dübeln oder anderen Vorkulturen. Auch zum Anlegen einer Langzeitkultur auf Schrägagar oder in sterilem Wasser bestens geeignet. Sie können damit auch ein sterilisiertes Endsubstrat beimpfen, allerdings wird die Besiedelung länger dauern als mit anderem Brutmaterial.

Zur Verarbeitung ist die Verwendung einer Impfbox, eines Bunsenbrenners
oder eines
Flowhoods zur Bewahrung der Sterilität zwingend erforderlich.

Bei Lagerung um 2-4°C ist die Kultur mind. 6 Monate haltbar. 
Auf Ihre Bestellung hin FRISCH produziert, keine Lagerware.  
Lieferzeit: max. 28 Tage.


Produkt # 12502: Petrischale 9 cm aus Lagerbestand

Produkt wie oben beschrieben, jedoch aus gekühltem Lagerbestand, 
sofort versandfertig. Garantiertes Höchstalter des Produkts: 6 Monate.
 

Bei Lagerung um 2-4°C mindestens 3 Monate haltbar.
Lieferzeit: max. 7 Tage. 



Produkt # 12503:  Flüssigbrut 10 ml

Steril hergestellte Flüssig-Reinkultur auf Basis einer jungen, frischen Vorkultur 
und einer Nährlösung aus natürlichen Zutaten. Wiederholt auf Reinheit geprüft. 

Unter Laborbedingungen in hochwertige Einmalspritzen (Braun Omnifix) aufgezogen, mit sterilem Stopfen verschlossen, hygienisch sicher im Ziplockbeutel verpackt und sofort gekühlt. Die hohe Besiedelungsdichte der Nährlösung garantiert ein schnelles Anwachsen. Eine mitunter leichte Eintrübung der Lösung oder eine Verfärbung des Myzels sind verfahrensbedingt. 

Zum Lieferumfang gehören außerdem: 

  • 2 Impfports  zur einfachen Brutherstellung im Glas.
  • 2 Alkoholtupfer zum Abreinigen des Impfports. 
  • 2 steril verpackte extradicke Kanülen zur leichten Verarbeitung.
  • 2 steril verpackte Luer-Lock-Stopfen zum hygienischen Verschluss der Spritze.  


Zur Beimpfung von Körner-, Substrat- oder Dübelbrut auch ohne aufwändige Steriltechnik. Sie können auch ein steriles Endsubstrat damit beimpfen,
rechnen Sie aber mit einer verlängerten Einbrutzeit.
 
Durch die spezielle Behandlung des Myzels während der Herstellung ist Flüssigmyzel extrem schlagkräftig und zur schnellen und einfachen Beimpfung von Bruten und Substraten aller Art gut geeignet. Zur Linienerhaltung sollten Sie besser eine 
Reinkultur auf Petrischale erwerben. 

Eine Anleitung zur Verarbeitung meiner Flüssigbrut finden Sie hier...

Bei Lagerung um 2- 4°C mind. 2 Monate haltbar. Lieferzeit: max. 7 Tage. 


Produkt #12504: Körnerbrut 500 Gramm

Sie erhalten 500 Gramm (entsprechen aufgelockert etwa 750 ml) Körnerbrut
auf Basis von Hirse, Sorghum und Weizen. Nach mehrstufiger Vorbehandlung abgefüllt in hochwertige Zuchtbeutel, nach der Vollsterilisation unter Laborbedingungen mit einer sehr jungen Vorkultur beimpft
und kontrolliert eingebrütet, anschließend bei 4°C gekühlt.

Verwendung für alle unsterilen und sterilen Verfahren oder zur Gewinnung von mehr Brutmaterial durch das G2G-Verfahren. Geliefert im Mikrofilterbeutel, gesondert verschweißt in einen PE-Beutel. Entfernen Sie diese Umverpackung bitte unmittelbar nach Erhalt und verwahren Sie die Brut bis zur Verwendung im Kühlschrank auf.
Lockern Sie vor der Verimpfung den immer noch versiegelten Beutel durch vorsichtiges Kneten/ Massieren/ Schütteln so auf, daß alle Körner vereinzelt werden. Dieser Vorgang kann einige Minuten dauern, da durch die Bewegung des Beutels erst langsam die zum Mischen benötigte Luft durch den Filter einströmt.
Desinfizieren Sie den Beutel, die Arbeitsfläche und ihre Hände vor und während
des Vorgangs großzügig mit 70%igem Isopropanol.

Ausreichend für etwa 5 Kg feuchtes, unsteril hergestelltes Substrat. Zur Verimpfung in befeuchtete Strohballen empfehle ich mindestens 3 dieser Beutel. Zur Verwendung bei sterilen Kulturen können Sie bei richtiger Arbeitsweise etwa 25 Kg feuchte Substratmasse beimpfen. Bei der Nutzung als G2G-Brutmaterial 
gewinnen Sie etwa die zehnfache Menge. 

Bei Lagerung von 2- 4°C mind. 1 Monat haltbar, in der Praxis meist deutlich länger.
Lieferzeit 7 Tage.

 

Produkt # 12505:  Dübelbrut, 50 Stück

Impfdübel auf Buchenholzbasis, 8 x 40 mm.
Durch ein spezielles Aufschlussverfahren der Dübel und der Beimpfung mit sterilen Vorbruten aus zertifizierter Produktion erhalten Sie ein extrem schlagkräftiges Produkt. Diese Dübel wurden niemals umgefüllt, sie wurden im gelieferten kleinen Spezialbeutel in meinem Labor eingebrütet.

Inhalt: Buchenholzdübel aus europäischer Produktion, Wasser, Pflanzenextrakte, Pilzkultur, Getreidekörner. Konzipiert, um Holzstämme zu beimpfen. 
Eine Verwendung als Brutmaterial für andere (auch unsterile) Substrate wie Beetanlagen ist ebenfalls denkbar.

Geliefert im Mikrofilterbeutel, gesondert verpackt im Druckverschlussbeutel. Ausreichend für gut 2 Meter Stammholz, abhängig von der Stammdicke.

Bei Lagerung um 2 -4°C mind. 1 Monat haltbar. Lieferzeit max.7 Tage. 


Wissenswertes

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Allgemeines:
Ein weitverbreiter, sehr wohlschmeckender Pilz. In unseren Breiten ein klassischer Winterpilz, der sich oft erst nach dem ersten Frost zeigt. Er lebt als Schwächeparasit, kann seine Lebensweise aber leicht auf saprobiontisch umstellen und ist deshalb züchtbar. Weltweit gilt er neben dem Champignon, dem Shiitake und dem Buchenrasling als der meistgezüchtete Pilz überhaupt.

Einer der Hauptgründe für seinen Erfolg liegt in seiner Fähigkeit, alle möglichen
und unmöglichen Substrate aufzuschließen. Die Eigenart, diverse organische Abfälle verwerten zu können, macht ihn zu einer unverzichtbaren Nahrungsquelle gerade in der dritten Welt. Man kann Austernpilze auf Bananenstümpfen züchten oder auf Altpapier. Sie wachsen auf Ihrer alten gekochten Jeans genau so gut wie auf eingeweichten Strohballen.

Dieser spezielle Stamm aus Florida bleibt nahezu weiß und gilt wegen seiner Unverwüstbarkeit als idealer Einsteigerpilz.

👨‍🍳 Ich mag Austernseitlinge grundsätzlich am Liebsten kurz und sehr heiß gebraten. Machen Sie rchtig Feuer unter der Pfanne und seien Sie mit gutem Pflanzenöl/ Butterfett nicht geizig!  Verzichten Sie lieber auf lange Garzeiten und
servieren Sie den Pilz so knackig wie möglich...

Zuchtverfahren:
Wächst auf überbrühten Strohpellets und anderen einfachen Substraten sowie auf Stämmen und Stümpfen von Laubhölzern. Bei der Substratwahl sind Ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt, Austernpilze verdauen diverse pflanzliche Rohstoffe, für die Sie vielleicht nicht einmal Geld bezahlen müssen. Beste Zuchterfolge erzielen Sie mit einem sterilen, gut mit Kraftfutter angereicherten Substrat auf Laubholzbasis.
Schöne Ergebnisse im herbstlich/winterlichen Außenbereich sind auch mit dem Strohwurst- oder dem Eimer-Verfahren möglich, siehe Bilder. Funktionierende Substratrezepturen finden Sie hier...

Einbrut bei 20-26°C, danach unmittelbare Überführung in die Fruchtung, Reifezeiten sind nicht notwendig und oft kontraproduktiv. Achtung: Primordienbildung erfolgt nur bei nächtlichen Temperaturen unter 22°C. Spätere Fruchtungstemperaturen:
20-30°C, anfangs hohe (93%). später moderate Feuchte (80-85%), hoher Frischluftaustausch. CO²-Werte um 650 ppm gelten als Maximum. Der Pilz
hat einen gewissen Lichtbedarf, 1000 lux/m² gelten als ausreichend.


Tricks und Kniffe:
Wie alle Seitlingsarten braucht der Florida-Austernseitling neben einem guten Luftaustausch auch eine gute Luftbewegung (Fanning) im Zuchtraum.
Die Einhaltung eines CO²-Wertes unter 750 ppm in der Raumluft und eine ausreichende Ventilation stellen sicher, daß sich die Hüte entwickeln, ohne dass der Stiel lang und damit zäh wird. Als klassische Seitenfruchter entwickeln sich die Fruchtkörper natürlicherweise büschelig und ohne viel Stielanteil.

Obwohl nicht zwingend notwendig, profitiert auch diese genetische Linie von einem 24-stündigen leichten Kälteschock, den Sie unmittelbar vor der Öffnung der Kultur, dem sog. "Birthing" durchführen können.

Vermeiden Sie lieber, das Substrat zur Fruchtung großflächig zu exponieren. Damit fördern Sie nur die Bildung von Aborten, die sich nicht zu echten Pilzen entwickeln und die Kultur nur unnötig Kraft kosten. Mehr Ertrag haben Sie durch eine größere Oberfläche definitiv nicht. Außerdem trocknet die Kultur erheblich schneller aus. Öffnen Sie lieber nur wenige kleine "Fruchtungsfenster", aus denen der
Pilz schlüpfen kann.

Bei einem ideal gestalteten Pinset erhalten Sie wenige Tage nach Fruchteinleitung einzelne kleine Schwarmkolonien, die sich innerhalb von wenigen Tagen zu großen Büscheln auswachsen. Nachträgliches Gießen sollten Sie während der ersten Erntewelle möglichst vermeiden. Sprühen Sie Pilze auch niemals direkt mit Wasser an! Beide Methoden zur nachträglichen Befeuchtung erhöhen nur das Risiko, daß sich Kontaminanten wie Bakterien oder Schimmel einnisten.

Zur Einleitung von Folgewellen ist eine Nachbefeuchtung, bevorzugt durch einen Tauchgang, irgendwann nötig. Fangen Sie damit aber besser nicht zu früh an!

Wenn Sie Zuchtbeutel verwenden, die Sie seitlich aufschneiden wollen, warten Sie nicht zulange mit dem "Birthing". Wenn Sie im Beutel bereits Pilze erkennen, ist es eigentlich schon zu spät. Drücken Sie lieber frühzeitig, also unmittelbar nach erfolgreicher Besiedelung, alle Luft durch den Filter heraus. Klappen Sie den oberen Teil des Beutels mitsamt Filterpatch über die Kultur, statt ihn abzuschneiden. Fixieren Sie das Ganze kräftig mit Klebe- oder Gummiband. Luftlöcher und Höhlen sollten nicht verbleiben, dort fruchtet u.U. der Pilz ungewollt hinein.

Öffnen Sie dann mit einem sehr sauberen Hakenmesser den Beutel an einigen wenigen Stellen, an denen sich schon primordiales Wachstum zeigt oder ahnen lässt. Primordiales Myzel erkennen sie an einzelnen Verdickungen oder Erhebungen des Myzels unter der Oberfläche des Beutels.

Der sofortige Umzug in den Fruchtungsraum mit sehr hoher Luftfeuchte, viel Frischluft, kühleren Temperaturen und Licht sagen ihm jetzt, daß er loslegen soll...
Klatschen Sie am Ende den Beutel leicht ab wie ein gerade geborenes Baby und wünschen Sie dem Pilz eine gesunde Nachkommenschaft. Durch das Abklatschen wird das lose (und jetzt hinderliche) CO² im Substrat gelöst und kann entweichen, der Pilz startet dann unmittelbar zur Fruchtung.

Achtung: Pilz mit hoher Sporenentwicklung!
Sporen dieses Pilzes  gelten als schwach giftig und können Beschwerden und Erkrankungen bei Mensch und Tier auslösen. Züchten Sie diesen Pilz besser nicht in Wohnräumen oder Stallungen. Halten sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Anbau geeignete Schutzmaßnahmen ein und ernten sie den Pilz vor der Sporenbildung.