LDPE - Schlauchbeutel 100 my, 10 Meter

In diese extra dickwandigen Endlosbeutel können Sie sehr leicht auch größere Mengen unsteril beimpftes Substrat abfüllen und zur Fruchtung platzsparend aufhängen.

Auch zur Herstellung und Pasteurisierung von kleineren Substrateinheiten z.B. in der Mikrowelle bestens geeignet.


LDPE - Schlauchbeutel 100 my, 10 Meter

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Größe und Maße

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10 Meter auf Rolle gewickelt.

Produktdetails

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Unperforierter, transparenter und besonders dicker Endlosschlauch aus LDPE. Durchmesser 19 cm, Umfang 60 cm, Dicke 100my.
Zur Anlage von Pilzkulturen aus pasteurisiertem oder anderweitig entkeimtem Substrat. Kochfest, aber nicht sterilisationsfest.

Besonderheiten/Anleitung

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Grundsätzlich gibt es verschiedene Methoden, diese Endlosbeutel zu nutzen.
Durch den Herstellungsprozess sind die Beutel sozusagen "maschinensteril". Deshalb eignen sie sich besonders dafür, um ein in einer Wanne vorbereitetes, beimpftes Substrat darin abzufüllen.

Andererseits können Sie die Beutel auch mit einem befeuchteten Rohsubstrat aus Stroh und Holzspänen befüllen und die Beutel dann unter Dampf pasteurisieren oder tyndallisieren. Ein Balkensiegler zur individuellen Herstellung/zum Verschluß ihrer Beutel ist dafür sehr hilfreich, breites Panzertape genügt aber auch. Sonst braucht es nur einen Kochtopf oder eine Mikrowelle, etwas Aquarienwatte und 20 cm einfache Baumwollschnur, um einen Luftfilter einzuarbeiten. Die Größe der endgültigen Kultur ist einzig abhängig von ihren Möglichkeiten. In der Mikrowelle bleibt man auf bis zu 3 Kg Substratmasse beschränkt, bei anderen Verfahren wie in Wurstkesseln o.ä. sind auch größere Einheiten möglich.

Beim ersten Verfahren, ein anderweitig (z.B. in mehreren großen Eimern) entkeimtes und in einer Wanne beimpftes Substrat abzufüllen, können Sie sehr große Kulturen anlegen und diese später bequem platzsparend aufhängen. Beachten Sie, die Beutel mit Kraft zu stopfen und eng einzuschnüren. Ein selbstgebauter Stopfer aus einer zugesägten schweren Ø18 cm-Holzplatte mit angeschraubtem Möbelbein ist eine gute Investition, wenn sie planen, größere Mengen herzustellen. Mehrere Hände und ein einfaches Gestell erleichtern einen schnellen Arbeitsablauf, einer befüllt, der andere stopft.

Vermeiden Sie unbedingt zu feine, dichte oder feuchte Substrate. Lassen Sie überbrühte oder abgekochte Substratanteile lange genug ablaufen, und pressen Sie vorsichtshalber nochmals händisch oder maschinell ab, um ein zu feuchtes Substrat zu vermeiden. Zu feuchte Substrate werden schnell Opfer von bakterieller Kontamination.

Ein hoher Grobanteil aus Hächselstroh, "Kälberstroh" oder Hanfschäben sorgt für eine gute Atemfähigkeit, deshalb wird so ein Substrat schneller erschlossen als ein zu dichtes Material, welches nur aus feinen Anteilen wie z.B. aufgequollenen Pellets besteht.

Manche erfahrene Züchter übergießen einfach das in Kopfkissenbezüge mit Reißverschluss abgefüllte trockene Substratmaterial in der Badewanne mit ausreichend kochendem Wasser. Ein paar saubere Ziegel als Beschwerung obendrauf, damit die Beutel unter Wasser bleiben und nicht aufschwimmen. Am nächsten Tag wird das Wasser abgelassen, dann schleudern sie es in der Waschmaschine wieder so trocken, wie sie es brauchen. Dann kann man auch Substrate aus ganz feinem Grundmaterial verarbeiten (Pellets), man hält nur die Mischung etwas trockener. Machen Sie das mit der Badewanne und der Waschmaschine aber besser nur, wenn die Ehefrau nicht im Haus ist...

Kabelbinder oder Verknotungen des Schlauches sind zum Verschluß gut geeignet. Am oberen Ende darf möglichst nur eine kleine Lufthöhle verbleiben. Für das untere Ende verwenden Sie Kabelbinder und lassen beim Zusammenziehen eine Öffnung von 3-5 mm, die sie mit einem Stück Aquarienwatte verstopfen.
Das im Beutel entstehende Kondenswasser und die Exsudate des Pilzes können so später nach unten abfließen und behindern nicht die Fruchtung.

Wenn Sie die Beutel nicht aufhängen, sondern liegend einbrüten und ausfruchten wollen, können Sie eine bessere Atemfähigkeit der Kultur erreichen, wenn Sie an den Enden Kunststoffringe oder kleine Rohrstücke verwenden. Ziehen Sie den Schlauch zuerst am Ende durch den Ring und falten sie das durchgezogene Schlauchstück dann außen wieder um. So erhalten Sie ein Atemloch, welches Sie mit sauberer Aquarienwatte verstopfen. Durchbohrte Flaschendeckel eignen sich bestens.
 
Geeignet für fast alle Seitlingsarten. Austernseitlinge, Zitronenseitlinge, Rosenseitlinge, Estragonseitlinge oder Espen-Austernpilze lieben diese Methode und bedanken sich mit reichlicher Fruchtung. Auch Pioppino und andere leicht züchtbare Primärzersetzer lassen sich auf diese Weise erzeugen. Sie können die Beutel später auch horizontal auf eine Unterlage legen, damit z.B. Kräuterseitlinge nach oben aus dem Substrat herauswachsen können. Oder Sie benutzen die besiedelten Beutel zur Anlage eines Außenbeets.

Nach der Befüllung mit beimpftem Substrat sollten Sie die Beutel perforieren.
Ein Überkleben der Perforationslöcher mit Microtape ist möglich, aber nicht zwingend notwendig. Machen Sie etwa 30-40 kleine Nadelstiche pro Schlauchmeter. Vermeiden Sie unbedingt, die Beutel zu lang zu machen. 1,30 Meter gilt als maximales Maß, bei dem sich die fertigen Kulturen noch händeln lassen, ohne zu brechen oder zu verknicken. Weitere Details zum "Strohwurst-Verfahren"
finden Sie hier im Glossar....

Achtung: Diese Beutel sind nicht geeignet, um später sterilisiert zu werden!
Sie können die Beutel zwar hitzebehandeln, sie sind jedoch nur für Verfahren geeignet, bei denen 100°C nicht überschritten werden.

Zur Pasteurisierung von Substraten in der Mikrowelle deshalb ausdrücklich geeignet, die Beutel dürfen dann jedoch noch nicht versiegelt werden. Beachten Sie bitte auch, die Beutel vor einer Pasteurisierung nicht zu voll zu machen, wenn sie später im sofort nach der Beimpfung versiegelten Beutel das Brutmaterial bequem untermischen wollen. Verwenden Sie sonst Platzhalter aus Holz oder Metallrohr, die sie nach Abkühlung entfernen und dann durch das Brutmaterial ersetzen, bevor Sie die Beutel endgültig versiegeln.