Allgemeines:
Eine im Alpenraum verbreitete Porlingsart, die den Finder oft durch seine schiere Größe und die sattgelbe Farbe beeindruckt. Definitiv kein Anfängerpilz, die Art benötigt ein ausgeklügeltes Substrat, bei dem nicht nur die richtigen Zutaten, sondern auch Struktur, Homogenität und Ph-Wert stimmen müssen.
Ohne Beherrschung der sterilen Arbeitsweisen und Verfahren bleiben
Ihre Zuchtversuche experimentell.
👨🍳Schwefelporlinge gelten vielen Kennern als Delikatesse. Ein idealer Fleischersatz, sehr gut geeignet zum Kurzbraten, aber auch in Ragouts, Schmortöpfen und Saucen.
Zuchtverfahren:
Ein Experimentalstamm, es gibt weltweit nur sehr wenige Versuche, den Pilz in Kultur zu nehmen. Substratvorschlag: Steril auf einem Substrat aus Nadelholzsägemehl mit reichhaltigen Zuschlägen. Ein hoher Kalkgehalt stellt sicher, daß die Oxalsäure neutralisiert wird, die der Pilz ans Substrat abgibt.
Tricks und Kniffe:
Wie bei allen Porlingen führt die Strategie, dem Pilz nur die Bildung eines Einzelfruchtkörpers zu erlauben, zum besten Ergebnis.
Zur Fruchtungseinleitung ist ein Kälteschock zwingend erforderlich, dieser kann auch durch Einspritzen eiskalten sterilen Wassers in die Kultur erreicht werden.
Achtung: Pilz mit sehr hoher Sporenentwicklung!
Sporen dieses Pilzes können Beschwerden und Erkrankungen bei Mensch und Tier auslösen. Züchten Sie diesen Pilz besser nicht in Wohnräumen oder Stallungen. Halten sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Anbau geeignete Schutzmaßnahmen ein und ernten sie den Pilz vor der Sporenbildung.