Allgemeines:
In unseren Wäldern relativ häufig zu finden. Einer der wenigen Lackporlinge, die in der Natur mehrjährig wachsen. Das erste Bild zeigt ein 12 Jahre altes Exemplar. Leider haben wilde Fruchtkörper oft keine einwandfrei saubere Unterseite, um sie als "Malerpilz" zu gebrauchen. Der Pilz ist Gegenstand zahlreicher Forschungen, seine Inhaltsstoffe gelten als vielversprechend.
Die Fruchtkörper enthalten vergleichsweise nur wenig Wasser und schrumpeln bei der Trocknung deshalb nur wenig. Eine Verarbeitung zu Tee, Pulver oder Tinkturen erfordert eine maschinelle Zerkleinerung, die die meisten einfachen Kaffeemühlen, Gemüseraspeln oder Küchenmaschinen nicht leisten können. Die Struktur der trockenen Fruchtkörper ist mit zähestem Kork zu vergleichen. Ein Pulver aus dem Pilz zu gewinnen, ist ohne industrielle Technik nur extrem aufwändig zu realisieren, selbst ein Granulat mit 2-3 mm Körnergröße bedarf einer leistungsstarken Motorraspel.
Zuchtverfahren:
Wie andere Porlinge und Parasiten verträgt auch G.applanatum ein gut aufgewertetes Substrat mit einem höheren Kalkanteil. Hier finden Sie das richtige Substratgemisch. Rechnen Sie mit einer mehrmonatigen Ruhephase und einem sehr langsamen Wachstum.
Kulturparameter orientieren sich an den Bedingungen, die an Fundorten des Pilzes herrschen. 10°-18°C gelten als förderlich, hohe Feuchtewerte ebenso.
Tricks und Kniffe: Beste Ergebnisse erreicht man, wenn man den Pilz durch den Filter des Zuchtbehälters fruchten lässt, um nur einen einzigen Fruchtkörper zu erhalten. Dadurch bleibt die Kultur auch dauerhaft kontaminationsfrei. Auch das Wegbrechen von unerwünschten kleineren Fruchtkörpern führt zu einzelnen großen Pilzen.
Alle Reishis können problemlos abgeduscht werden, wenn der Kulturblock beginnt, auszutrocknen. Achten Sie jedoch besonders auf sich bildende Schimmelnester, wenn Sie Ihren Zuchtraum nicht hinreichend belüften können.
Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, daß sich der Gehalt an Ganodermiksäure steigern lässt, wenn ein Teil des Substrats aus Weizenstroh besteht.
Achtung: Pilz mit sehr hoher Sporenentwicklung!
Sporen dieses Pilzes können Beschwerden und Erkrankungen bei Mensch und Tier auslösen. Züchten Sie diesen Pilz besser nicht in Wohnräumen oder Stallungen. Halten sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Anbau geeignete Schutzmaßnahmen ein und ernten sie den Pilz vor der Sporenbildung.