Allgemeines:
Ein heimischer Vertreter mit weltweiter Verbreitung, an vielen Orten als bedeutsamer Forstschädling eingestuft. Der Pilz kann seine eigentlich parasitäre Lebensweise auf saprobiontisch umstellen und ist deshalb leicht züchtbar. Weil er in der Lage ist, eine Vielzahl von Substraten (und nicht nur wertvolles Laubholz) zu verwerten, wird er in der dritten Welt immer mehr geschätzt.
Das vom Pilz gebildete Polysaccharid Schizophyllan wird weltweit wegen seiner immunmodulierenden Eigenschaften auf seine Eignung in der Human-und Tiermedizin untersucht.
In der Ölindustrie wird der Stoff beim Gasfracking eingesetzt und verbessert die Ausbeute signifikant.
Zuchtverfahren:
Unsteril auf Laubholzstämmen und pasteurisierten Substraten auf Stroh/Hanf/Holz-Basis. Viele landwirtschaftliche Nebenprodukte sind möglich, einfache Holzhächsel sind eine mögliche Basis, Maisspindeln und Luzerne gute Zuschläge. Beste Zuchterfolge erzielen Sie auf meinem Standardrezept für Holzzersetzer. Spaltblättlinge gelten als extrem angriffslustig und übertreffen hinsichtlich der Besiedelungszeiten sogar Austernseitlinge. Deshalb ein geeigneter Kandidat gerade für unsterile Verfahren. Temperaturen: Einbrut 20°-27°C, Fruchtung 16°-24° C, Feuchte: 85%, mäßiges Licht, hoher Luftaustausch.
Tricks und Kniffe:
Ein ideales Pinset erreichen Sie, wenn Sie die Kulturbeutel mit nur wenigen Längsschnitten versehen, wie im letzten Bild. Bauen Sie diesen Pilz nicht zusammen mit anderen Arten im selben Raum an, die Sporen des Pilzes sind extrem aggressiv und behindern andere Arten im Wachstum.
Achtung: Pilz mit hoher Sporenentwicklung!
Besondere Gefahr besteht beim direkten Einatmen der Sporen.
⚠️ Es ist tatsächlich möglich, daß sich der Pilz in Ihrer Lunge ansiedelt !
Riechen Sie deshalb niemals an sporenden Fruchtkörpern !
Züchten Sie diesen Pilz besser nicht in Wohnräumen oder Stallungen.
Halten sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Anbau geeignete Schutzmaßnahmen ein und ernten sie den Pilz unbedingt vor der Sporenbildung.