Austernseitling, Sorte: "Schwarze Magie", Wildfund aus Österreich, Pleurotus ostreatus⭐
Eine intensiv schwarze und dabei kälteliebende Wildauster wie aus dem Bilderbuch. Eine ideale Kandidatin für's herbstlich/winterliche Aussenzelt !!
Die ansonsten anspruchslose Sorte profitiert von reichhaltigen Zuschlägen und bedankt sich bei richtiger Kulturführung mit hohen Erträgen und Fruchtkörpern von extremer Knackigkeit. Ausdauernder Kälteschock
vor der Fruchtung allerdings erforderlich!
Die "Schwarze Magie" ist mittlerweile sehr erfolgreich und verzaubert schon jetzt die internationale Zuchtgemeinde. Zucht auf Stämmen
möglich, die Sorte ist winterfest.
🌍 Weltweite Exklusiv-Garantie: Diese Genetik erhalten Sie nur bei mir.
Preis enthält 7%MwSt.
Austernseitling, Sorte: "Schwarze Magie", Wildfund aus Österreich, Pleurotus ostreatus⭐
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Kurzportrait
Name: Pleurotus ostreatus, Austernseitling, Oyster mushroom, Hiratake (jap.)
Natürliches Vorkommen: Nahezu weltweit, Wundparasit und Saprobiont an Laubholz.
Einer der Carnivoren unter den Großpilzen. Kann mit speziellen Hyphenfallen
Fadenwürmer "fangen" und verdauen.
Schwierigkeitsgrad im Anbau: 2 von 10. Leichter Anbau auch für Anfänger im Hobby,
"unsterile" Verfahren sind möglich.
Verfahren: Unsteril auf pasteurisierten Laubholz-oder Strohsubstraten oder auf Stammholz. Steril auf angereicherten Schüttsubstraten. Experimentell auf allen Arten organischer Substanz. Präzise Anbauparameter zur Sorte finden Sie unten.
Temperaturführung: Kalt-moderat (5 - 14°C) Höhere Werte bis über 25°C sind ebenfalls möglich, die Farbgebung ist nur schwächer und verliert sich bei Werten um die 28-29°C fast völlig, die Pilze werden dann cremeweiß. Ein intensiver, mehrtägiger Kälteschock bei 2-4°C ist zur Fruchtungseinleitung aber zwingend notwendig, auch zur Auslösung weiterer Folgewellen.
Ertrag: 80 -200% BE möglich.
Speisewert: 8 von 10
Marktsituation: Austernseitlinge sind als Frischpilz, getrocknet, und als Konserve in Deutschland erhältlich. Asiatische und polnische Qualitäten aus Großmärkten werden relativ billig gehandelt, für gute Demeterqualität aus Deutschland zahlt man etwa € 15.-/Kg. Frischpilze dieser besonderen Sorte sind am Markt nur regional verfügbar.
Vitalwert: 7 von 10
Kulturlinie SE 001: Ein Stamm aus einem befreundeten Zuchtbetrieb.
Bild 1: Eine nahezu schwarze Kultur meines Freundes Christian Wiedemann
Bilder: 2-4: Aus unserer eigenen Produktion.
Bild 4: Eine ebenfalls sehr gelungene Fruchtung von Christian Wiedemann,
bei etwas höheren Temperaturen (18-24°C) angebaut.
Bild 5: Die Pilze verlieren die Farbe, bleiben aber sogar bei 29°C noch knackig.
Ein grandioses Bild meiner verehrten Pilzfreundin Katalin Kristóf.
Vielen Dank an die Bildautoren für die Freigabe.
Produktdetails
Produkt # 00101: Petrischale 9 cm
Steril hergestellte Reinkultur, aus Urkultur mit definiertem generativen Status (hier P-1) übertragen. Gewachsen auf 25 ml Vollmedium-Nährboden, aus hochwertigen Zutaten hergestellt. Extrasteife Ausführung mit erhöhtem Agar-Agar-Anteil, um eine Schnittfestigkeit auch nach langer Lagerung
zu garantieren. Mehrfach mit Spezialfilm versiegelte und im Mikrofilterbeutel verschweißte
Einmal-Petrischale aus Polystyrol.
Bei Versand nahezu vollständig oder vollständig besiedelt, frei von Kondenswasser und jeglicher Kontamination, dreifach hygienisch und bruchsicher verpackt. Im Lieferumfang enthalten sind zwei Verschlußstreifen aus Parafilm, mit denen Sie nach einer Entnahme des Myzels die Schale wieder zuverlässig versiegeln können.
Zur Beimpfung von Flüssignährböden, Körnerbrut, Dübeln oder anderen Vorkulturen. Auch zum Anlegen einer Langzeitkultur auf Schrägagar oder in sterilem Wasser bestens geeignet. Sie können damit auch ein sterilisiertes Endsubstrat beimpfen, allerdings wird die Besiedelung länger dauern
als mit einem anderem Brutmaterial.
Zur Verarbeitung ist die Verwendung einer Impfbox, eines Bunsenbrenners
oder eines Flowhoods zur Bewahrung der Sterilität zwingend erforderlich.
Bei Lagerung um 2- 4°C ist die Kultur mind. 6 Monate haltbar. Lieferzeit: max. 28 Tage.
Produkt # 00103: Flüssigbrut 10 ml
Steril im Mini-Bioreaktor hergestellte Flüssig-Reinkultur auf Basis einer Vorkultur mit definiertem generativen Status (hier: P-2) und einer Nährlösung aus hochwertigen Rohstoffen.
Mit verschiedenen Verfahren auf Reinheit geprüft.
Unter Laborbedingungen in hochwertige Einmalspritzen (Braun Omnifix) aufgezogen, mit fest eingeschraubtem Luer-Lock-Stopfen sicher verschlossen, hygienisch sicher im Ziplockbeutel verpackt. Dann sofort eisgekühlt, um den Stoffwechsel des Pilzes auszubremsen und ihn so
in den Winterschlaf zu schicken. Die hohe Besiedelungsdichte der Nährlösung und die Frische garantieren ein schnelles Anwachsen. Eine mitunter leichte Eintrübung oder Verfärbung
des Myzels ist verfahrensbedingt. Maximales Alter: 6 Monate, bei rabattiertem Verkauf
max. 12 Monate.
Zum Lieferumfang gehören ebenfalls:
- 2 Impfports zur einfachen Brutherstellung im Glas.
- 2 Alkoholtupfer zum evtl. Abreinigen des Impfports.
- 2 steril verpackte extradicke Kanülen (Marke Braun) zur leichten Verarbeitung.
- 2 steril verpackte Luer-Lock-Stopfen (Marke Fresenius) zum hygienischen Verschluss
- 1 Streifen Sterilisations-Indikatorband (Marke Rotolab)
Zur Beimpfung von Flüssig-, Körner-, Substrat- oder Dübelbrut auch ohne aufwändige Steriltechnik. Auch zur direkten Beimpfung eines sterilen Endsubstrats geeignet, rechnen Sie aber mit einer verlängerten Einbrutzeit.
Durch die spezielle Behandlung des Myzels während der Herstellung ist Flüssigmyzel extrem schlagkräftig und zur schnellen und einfachen Beimpfung von Bruten und Substraten aller Art
gut geeignet. Zur Linienerhaltung sollten Sie aber besser eine echte Reinkultur heranziehen.
Eine Anleitung zur Verarbeitung meiner Flüssigbrut finden Sie hier...
Bei Lagerung um 2-4°C mind. 3 Monate haltbar. Lieferzeit max. 7 Tage
Produkt #00104: Körnerbrut 500 Gramm
Sie erhalten 500 Gramm (entsprechen aufgelockert etwa 750 ml) Körnerbrut auf Basis von Weizen und Hafer. Nach mehrstufiger Vorbehandlung abgefüllt in hochwertige Zuchtbeutel, nach der Vollsterilisation unter Laborbedingungen mit einer sehr jungen Vorkultur beimpft und kontrolliert eingebrütet, anschließend bei 4°C gekühlt.
Verwendung für alle unsterilen und sterilen Verfahren oder zur Gewinnung von mehr Brutmaterial durch das G2G-Verfahren. Geliefert im Original- Mikrofilterbeutel, sie erhalten keine umgefüllte Ware wie bei manchen anderen Händlern. Entfernen Sie die Seidenpapier- Umverpackung bitte unmittelbar nach Erhalt und verwahren Sie die Brut bis zur Verwendung im Kühlschrank auf.
Lockern Sie vor der Verimpfung den immer noch versiegelten Beutel durch vorsichtiges Kneten/ Massieren/ Schütteln so auf, daß alle Körner vereinzelt werden. Dieser Vorgang kann einige Minuten dauern, da durch die Bewegung des Beutels erst langsam die zum Mischen benötigte Luft durch den Filter einströmt. Desinfizieren Sie die Arbeitsfläche und ihre Hände vor und während des Vorgangs großzügig mit 70%igem Isopropanol. Sprühen Sie den Beutel und insbesondere den Filter erst NACH Auflockerung der Körner ab. Ein feuchter Filter lässt keinen Luftaustausch zu, dann kann die Auflockerung des Materials nicht funktionieren.
Ausreichend für etwa 5 Kg feuchtes, unsteril hergestelltes Substrat. Zur Verimpfung in befeuchtete Strohballen empfehle ich mindestens 3 dieser Beutel. Zur Verwendung bei sterilen Kulturen können Sie bei richtiger Arbeitsweise etwa 25 Kg feuchte Substratmasse beimpfen. Bei der Nutzung als
G2G-Brutmaterial gewinnen Sie etwa die zehnfache Menge.
Bei Lagerung von 2- 4°C mind. 1 Monat haltbar. Lieferzeit max. 28 Tage.
Wissenswertes
Allgemeines: Ein weltweit verbreiter, sehr wohlschmeckender Pilz. In unseren Breiten ein klassischer Winterpilz, der sich oft erst nach dem ersten Frost zeigt. Er lebt als Schwächeparasit, kann seine Lebensweise aber leicht auf saprobiontisch umstellen und ist deshalb züchtbar. Weltweit gilt er neben dem Champignon, dem Shiitake und dem Buchenrasling als der meistgezüchtete Pilz überhaupt.
Einer der Hauptgründe für seinen Erfolg liegt in seiner Fähigkeit, alle möglichen und unmöglichen Substrate aufzuschließen. Dieser Stamm aus Österreich gilt als "kalte Wintersorte".
Zuchtverfahren: Wächst auf überbrühten Strohpellets und anderen einfachen Substraten sowie auf Stämmen und Stümpfen von Laubhölzern. Bei der Substratwahl sind Ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt, Austernpilze verdauen diverse pflanzliche Rohstoffe, für die Sie vielleicht nicht einmal Geld bezahlen müssen. Beste Zuchterfolge erzielen Sie mit einem sterilen, gut mit Kraftfutter angereicherten Substrat auf Laubholzbasis. Schöne Ergebnisse im herbstlich/winterlichen Außenbereich sind auch mit dem Strohwurst- oder dem Eimer-Verfahren möglich. Der Strain verträgt auch ein Substrat, bei dem die Rohanteile durch eine Kalk-Entkeimung desinfiziert wurden.
Andere funktionierende Substratrezepturen finden Sie hier...
- Einbrut: dunkel und ungestört bei 18-22°C
- Fruchteinleitung: Intensiver Kälteschock über mindestens 24 Stunden (besser jedoch für mehrere Tage) bei 2 - 6°C. Danach Verbringung in eine gut belüftete Zwischenstation, Temperaturen 15 -18°C Luftfeuchte 93%, hoher Luftaustausch, angestrebter CO²-Wert max. 600 ppm.
- Fruchtung: Im Außenzelt oder kalten Zuchtraum, Temperaturen 5 -14° C, Luftfeuchte 85%, hoher Luftaustausch, CO²-Wert max. 600 ppm. Natürliches Licht fördert die Pigmentbildung und die natürliche Anreicherung mit Vitamin D.
Tricks und Kniffe: Wie alle Seitlingsarten braucht auch diese Variante neben einem guten Luftaustausch eine gute Luftbewegung (Fanning) im Zuchtraum. Die Einhaltung eines CO²-Wertes unter 600 ppm in der Raumluft und eine ausreichende Ventilation stellen sicher, daß sich die Hüte entwickeln, ohne dass der Stiel lang und damit zäh wird. Als klassische Seitenfruchter entwickeln sich die Fruchtkörper natürlicherweise büschelig und ohne viel Stielanteil.
Dieser Stamm benötigt zwingend einen ausdauernden Kälteschock zur Fruchtauslösung. Warten Sie solange mit der Überführung in den Fruchtungsraum, bis sich deutlich sichtbar Primordien bilden.
Bei einem ideal gestalteten Pinset erhalten Sie wenige Tage nach Fruchteinleitung einzelne kleine Ansätze, die sich innerhalb von wenigen Tagen zu großen Pilzen auswachsen. Nachträgliches Gießen sollten Sie während der ersten Erntewelle möglichst vermeiden. Sprühen Sie Pilze auch niemals direkt mit Wasser an! Beide Methoden zur nachträglichen Befeuchtung erhöhen nur das Risiko,
daß sich Kontaminanten wie Bakterien oder Schimmel einnisten.
Achtung: Pilz mit hoher Sporenentwicklung! Sporen dieses Pilzes können Beschwerden und Erkrankungen bei Mensch und Tier auslösen. Züchten Sie diesen Pilz besser nicht in Wohnräumen oder Stallungen. Halten sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Anbau geeignete Schutzmaßnahmen ein und ernten sie den Pilz vor der Sporenbildung.