Austernseitling, sporenfrei, Sorte: "King Kong", Pleurotus ostreatus var. columbinus⭐
Diese außergewöhnliche Sorte bildet keine Hüte, Stiele oder Lamellen.
Und auch keine Sporen! Die Fruchtkörper erinnern optisch an schwarze Trüffel, kleine Bovisten oder den Maisbrandpilz. Duft und Aroma sind von einer Klasse, wie man sie bei normalen Austernpilzen sonst nicht findet.
Die Linie verfügt zudem über eine Wuchskraft, mit der die meisten hochgezüchteten Hybriden der Pilzindustrie kaum mithalten können.
Wegen des intensiven Geschmacks, der küchenfreundlichen Form,
des guten Ertrags und der ungewöhnlichen Erscheinung
inzwischen mehr als ein "kleiner" Geheimtipp.
Sehr leichter Anbau auf sterilen oder unsterilen Stroh- oder Holz-Substraten, aber auch auf Stämmen.
🌍 Exklusiv-Garantie: Diese Genetik erhalten Sie europaweit nur bei mir und dem edlen Spender des Stamms. Sporenfreie Sorten sind normal
nicht in jeder Form frei handelbar.
⚠️ Bei einem (unrabattierten) Mindesteinkauf von € 100.- lege ich
eine Spritze mit 10ml Flüssigbrut dieser Sorte als Bonus dazu!
Preis enthält 7% MwSt.
Austernseitling, sporenfrei, Sorte: "King Kong", Pleurotus ostreatus var. columbinus⭐
inkl. MwSt., zzgl. Versand
Kostenloser Versand für Bestellungen aus dem Inland ab 80 €
Lieferzeit 7 - 28 Werktage
Kurzportrait
Name: Pleurotus ostreatus var. columbinus hort.nov. , Mutationsform des Austernseitlings,
Oyster mushroom, Hiratake, "Blue puffball oyster"
Natürliches Vorkommen der Art: Nahezu weltweit, Wundparasit und Saprobiont an Laubholz. Einer der Carnivoren unter den Großpilzen. Kann mit speziellen Hyphenfallen Fadenwürmer "fangen" und verdauen. Diese Mutationsform kommt aber nicht in der Natur vor.
Schwierigkeitsgrad im Anbau: Leichter Anbau auch für Anfänger im Hobby, "unsterile" Verfahren
sind möglich.
Verfahren: Unsteril auf pasteurisierten Laubholz- -oder Strohsubstraten. Steril auf angereicherten Schüttsubstraten. Experimentell auf allen Arten organischer Substanz. Präzise Anbauparameter
zur Sorte finden Sie weiter unten.
Temperaturführung: Kalt bis moderat (5- 18°C). Die Pilze bleiben knackiger, wenn sie eher kühl angebaut werden.
Ertrag: 80 - 120% BE scheinen nach ersten Anbauversuchen leicht möglich, erheblich höhere Werte sind nach einer optimierten Kulturführung nicht auszuschließen.
Speisewert: 9 von 10. Nach ersten Anbauversuchen und Verkostungen stufe ich diese Variante persönlich als absoluten Delikatesspilz ein. Diese Einschätzung teilen übrigens auch alle anderen Sterneköche, die den Pilz bisher selber probiert und verarbeitet haben.
Marktsituation: Als Frischpilz, getrocknet, und als Konserve sind "normale" Austernpilze in Deutschland ganzjährig erhältlich. Asiatische und polnische Qualitäten aus Großmärkten werden relativ billig gehandelt, für gute Demeterqualität aus Deutschland zahlt man etwa € 20.-/Kg.
Der hier angebotene sporenfreie Stamm wird von nur sehr wenigen exklusiven Profizüchtern eingesetzt und meist an Spezialitäten-Restaurants verkauft.
Vitalwert: 8 von 10
Sonstiger Wert: Möglicherweise einsetzbar zur biologischen Klärung verseuchter Untergründe. (Mycoremediation)
Kulturlinie SE 003: Ein Experimentalstamm eines Züchters aus den USA, über meinen guten Freund Manuel Kellner zu mir gelangt.
Bilder: Die Fotos zeigen Kulturen, die mit meinem Brutmaterial erzeugt wurden.
Dank an die edlen Bildspender "Sporulator", Christian Wiedemann und Freimut Stephan.
Produktdetails
Produkt # 00301: Petrischale 9 cm
Steril hergestellte Reinkultur, aus Urkultur mit definiertem generativen Status übertragen. Gewachsen auf 25 ml Vollmedium-Nährboden, aus hochwertigen Zutaten hergestellt. Extrasteife Ausführung mit erhöhtem Agar-Agar-Anteil, um eine Schnittfestigkeit auch nach langer Lagerung
zu garantieren. Mehrfach mit Spezialfilm versiegelte und im Mikrofilterbeutel verschweißte
Einmal-Petrischale aus Polystyrol.
Bei Versand nahezu vollständig oder vollständig besiedelt, frei von Kondenswasser und jeglicher Kontamination, dreifach hygienisch und bruchsicher verpackt. Im Lieferumfang enthalten sind zwei Verschlußstreifen aus Parafilm, mit denen Sie nach einer Entnahme des Myzels die Schale wieder zuverlässig versiegeln können.
Zur Beimpfung von Flüssignährböden, Körnerbrut, Dübeln oder anderen Vorkulturen. Auch zum Anlegen einer Langzeitkultur auf Schrägagar oder in sterilem Wasser bestens geeignet. Sie können damit auch ein sterilisiertes Endsubstrat beimpfen, allerdings wird die Besiedelung länger dauern
als mit einem anderem Brutmaterial.
Zur Verarbeitung ist die Verwendung einer Impfbox, eines Bunsenbrenners
oder eines Flowhoods zur Bewahrung der Sterilität zwingend erforderlich.
Bei Lagerung um 2- 4°C ist die Kultur mind. 6 Monate haltbar. Lieferzeit: max. 28 Tage.
Produkt # 00303: Flüssigbrut 10 ml
Steril im Mini-Bioreaktor hergestellte Flüssig-Reinkultur auf Basis einer Vorkultur mit definiertem generativen Status und einer Nährlösung aus hochwertigen Rohstoffen. Mit verschiedenen Verfahren auf Reinheit geprüft.
Unter Laborbedingungen in hochwertige Einmalspritzen (Braun Omnifix) aufgezogen, mit fest eingeschraubtem Luer-Lock-Stopfen sicher verschlossen, hygienisch sicher im Ziplockbeutel verpackt. Dann sofort eisgekühlt, um den Stoffwechsel des Pilzes auszubremsen und ihn so
in den Winterschlaf zu schicken. Die hohe Besiedelungsdichte der Nährlösung und die Frische garantieren ein schnelles Anwachsen. Eine mitunter leichte Eintrübung oder Verfärbung
des Myzels ist verfahrensbedingt.
Zum Lieferumfang gehören ebenfalls:
- 2 Impfports zur einfachen Brutherstellung im Glas.
- 2 Alkoholtupfer zum evtl. Abreinigen des Impfports.
- 2 steril verpackte extradicke Kanülen (Marke Braun) zur leichten Verarbeitung.
- 2 steril verpackte Luer-Lock-Stopfen (Marke Fresenius) zum hygienischen Verschluss
- 1 Streifen Sterilisations-Indikatorband (Marke Rotolab)
Zur Beimpfung von Flüssig-, Körner-, Substrat- oder Dübelbrut auch ohne aufwändige Steriltechnik. Auch zur direkten Beimpfung eines sterilen Endsubstrats geeignet, rechnen Sie aber mit einer verlängerten Einbrutzeit.
Durch die spezielle Behandlung des Myzels während der Herstellung ist Flüssigmyzel extrem schlagkräftig und zur schnellen und einfachen Beimpfung von Bruten und Substraten aller Art
gut geeignet. Zur Linienerhaltung sollten Sie aber besser eine echte Reinkultur auf Petrischale heranziehen.
Eine Anleitung zur Verarbeitung meiner Flüssigbrut finden Sie hier...
Bei Lagerung um 2-4°C mind. 3 Monate haltbar. Lieferzeit max. 7 Tage
Produkt #00304: Körnerbrut 500 Gramm
Sie erhalten 500 Gramm (entsprechen aufgelockert etwa 750 ml) Körnerbrut auf Basis von Getreide und Saaten. Nach mehrstufiger Vorbehandlung abgefüllt in hochwertige Zuchtbeutel, nach Vollsterilisation unter Laborbedingungen mit einer sehr jungen Vorkultur beimpft
und kontrolliert eingebrütet, anschließend bei 4°C gekühlt.
Verwendung für alle unsterilen und sterilen Verfahren oder zur Gewinnung von mehr Brutmaterial durch das G2G-Verfahren. Geliefert im Original- Mikrofilterbeutel, sie erhalten keine umgefüllte Ware wie von den meisten anderen Händlern. Entfernen Sie die Seidenpapier- Umverpackung bitte unmittelbar nach Erhalt und verwahren Sie die Brut bis zur Verwendung im Kühlschrank auf.
Lockern Sie vor der Verimpfung den immer noch versiegelten Beutel durch vorsichtiges Kneten/ Massieren/ Schütteln so auf, daß alle Körner vereinzelt werden. Dieser Vorgang kann einige Minuten dauern, da durch die Bewegung des Beutels erst langsam die zum Mischen benötigte Luft durch den Filter einströmt. Desinfizieren Sie die Arbeitsfläche und ihre Hände vor und während des Vorgangs großzügig mit 70%igem Isopropanol. Sprühen Sie den Beutel und insbesondere den Filter erst NACH Auflockerung der Körner ab. Ein feuchter Filter lässt keinen Luftaustausch zu, dann kann die Auflockerung des Materials nicht funktionieren.
Ausreichend für etwa 5 Kg feuchtes, unsteril hergestelltes Substrat. Zur Verimpfung in befeuchtete Strohballen empfehle ich mindestens 3 dieser Beutel. Zur Verwendung bei sterilen Kulturen können Sie bei richtiger Arbeitsweise etwa 25 Kg feuchte Substratmasse beimpfen. Bei der Nutzung als
G2G-Brutmaterial gewinnen Sie etwa die zehnfache Menge.
Bei Lagerung von 2- 4°C mind. 1 Monat haltbar. Lieferzeit max. 28 Tage.
Wissenswertes
Allgemeines:
Ein weitverbreiter, sehr wohlschmeckender Pilz. In unseren Breiten ein klassischer Winterpilz, der sich oft erst nach dem ersten Frost zeigt. Er lebt als Schwächeparasit, kann seine Lebensweise aber leicht auf saprobiontisch umstellen und ist deshalb züchtbar. Weltweit gilt er neben dem Champignon, dem Shiitake und dem Buchenrasling als der meistgezüchtete Pilz überhaupt.
Diese Mutationsform entstand spontan bei Sporen- Versuchen mit einem blauen Austernseitling
US-amerikanischer Herkunft. Nach meinem Wissen wurden keine mutagen wirkenden Stoffe oder Verfahren zur Gewinnung des Stamms eingesetzt.
Mutierte Sorten wirken für manche spontan abschreckend, weil sie nicht der gängigen Vorstellung von Pilzen entsprechen. Viele erfolgreiche Zucht-Sorten von Pflanzen, Tieren und Pilzen sind aber tatsächlich aus Mutationszuchten entstanden, ohne daß es dem Verbraucher klar deklariert werden muss. Schweine mit zwei Extrarippen oder Kohlgemüse, das wegen seiner mutierten Gene verspätet blüht und deshalb lohnend angebaut werden kann, sind nur zwei von vielen möglichen Beispielen. Beides haben Sie möglicherweise schon gegessen, ohne es zu wissen. Also: Keine Scheu...
"King Kong" sieht nicht wirklich sexy aus, aber Duft und Geschmack überzeugen ....
Kulinarisches:
Vom geschmacklichen Aspekt her möglicherweise eine der spannendsten Sorten am internationalen Markt. Mehrere Michellin-Stern-bekrönte Restaurants in Deutschland und Österreich widmen dem Pilz bereits eigene Kompositionen, dort entstand auch ein neuer Name für die Sorte: "Schwarze Trüffelauster". Versuchen Sie mal mit einem edlem Fond braisierte Scheiben an einer mit Tintenfischfarbe geschwärzten Sauce auf Langusten-Trüffel-Basis, aufmontiert mit gesalzener, gefrorener, frischer französischer Butter. Das Ganze gekrönt mit echten Trüffelhobeln... Mit so einem Gericht bekommen Sie jede künftige Schwiegermutter überzeugt...
Zuchtverfahren:
Wächst auf überbrühten Stroh- oder Hartholzpellets und anderen einfachen Substraten. Bei der Substratwahl sind Ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt, Austernpilze verdauen diverse pflanzliche Rohstoffe, für die Sie vielleicht nicht einmal Geld bezahlen müssen. Beste Erfolge erzielen Sie mit einem sterilen, gut mit Kraftfutter angereicherten Substrat auf Laubholzbasis.
Tricks und Kniffe:
Wie alle Seitlingsarten braucht auch dieser Austernpilz neben einem guten Luftaustausch eine gute Luftbewegung (Fanning) im Zuchtraum.
Vermeiden Sie lieber, das Substrat zur Fruchtung großflächig zu exponieren. Damit fördern Sie nur die Bildung von Aborten, die sich nicht zu echten Pilzen entwickeln und die Kultur nur unnötig Kraft kosten. Mehr Ertrag haben Sie durch eine größere Oberfläche definitiv nicht. Außerdem trocknet die Kultur erheblich schneller aus. Öffnen Sie lieber nur wenige kleine "Fruchtungsfenster", aus denen der Pilz schlüpfen kann.
Bei einem ideal gestalteten Pinset erhalten Sie wenige Tage nach Fruchteinleitung einzelne Fruchtansätze, die sich innerhalb von wenigen Tagen zu ungleichmäßig aussehenden Kugeln auswachsen. Nachträgliches Gießen sollten Sie während der ersten Erntewelle möglichst vermeiden. Sprühen Sie Pilze auch niemals direkt mit Wasser an! Beide Methoden zur nachträglichen Befeuchtung erhöhen nur das Risiko, daß sich frühzeitig Kontaminanten wie Bakterien
oder Schimmel einnisten.
Wenn Sie Zuchtbeutel verwenden, die Sie seitlich aufschneiden wollen, warten Sie nicht zulange mit dem "Birthing". Wenn Sie im Beutel bereits "Blobbs" erkennen, ist es eigentlich schon zu spät. Drücken Sie lieber frühzeitig, also unmittelbar nach erfolgreicher Besiedelung, alle Luft langsam durch den Filter heraus. Klappen Sie den oberen Teil des Beutels mitsamt Filterpatch über die Kultur, statt ihn abzuschneiden. Fixieren Sie das Ganze kräftig mit Klebe- oder Gummiband. Luftlöcher und Höhlen sollten nicht verbleiben, dort fruchtet u.U. der Pilz ungewollt hinein.
Öffnen Sie dann mit einem sehr sauberen Hakenmesser den Beutel an einigen wenigen Stellen, an denen sich schon primordiales Wachstum zeigt oder ahnen lässt. Primordiales Myzel erkennen sie an einzelnen Verdickungen oder Erhebungen des Myzels unter der Oberfläche des Beutels.
Hinweis zur Sporenbildung: Dieser Stamm bildet keine Hüte und Lamellen und deshalb auch keine Sporen. Der Anbau dieser Sorte ist deshalb gerade Züchtern zu empfehlen, die empfindlich auf den Sporenflug reagieren und deshalb eigentlich keine Pilze anbauen wollen oder können. Sie dürfen wieder aufatmen. King Kong machts möglich...