Florida-Auster, Sorte "White Pearl", Kulturform, Herkunft: BRD, Pleurotus ostreatus var. floridae⭐
Ein idealer Sommerseitling! Dieser cremeweiß bleibende Austernpilz
ist ein wärmeliebender Stamm aus den USA, der es zur Fruchtung
über 20°C braucht und auch bei höheren Werten gut gedeiht.
Es werden zahlreiche Fruchtstände gebildet, der Pilz liefert auch
im Top-fruiting-Verfahren und auf Holzstämmen schöne Ergebnisse.
Bei entsprechenden Bruttemperaturen sehr schnell auf allen Medien,
sehr schnell in der Fruchtung, sehr hoher Ertrag. Einfache Anzucht
auch für Beginner im Hobby, eine dankbare, fehlerverzeihende Sorte.
Preis enthält 7%MwSt.
Florida-Auster, Sorte "White Pearl", Kulturform, Herkunft: BRD, Pleurotus ostreatus var. floridae⭐
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Kurzportrait
Name: Pleurotus ostreatus var. floridae, Florida-Austernseitling, Florida oyster mushroom,
Pearl oyster
Natürliches Vorkommen: Südstaaten der USA, Mittelamerika
Schwierigkeitsgrad im Anbau: Leichter Anbau auch für Anfänger im Hobby, "unsterile" Verfahren sind möglich.
Verfahren: Unsteril auf pasteurisierten Laubholz-oder Strohsubstraten oder auf Stammholz. Steril auf angereicherten Schüttsubstraten. Experimentell auf allen Arten organischer Substanz. Präzise Anbauparameter zur Sorte finden Sie unten.
Temperaturführung: Warm/ Sehr warm (20 - 28°C) Mindesttemperatur für die Bildung von Primordien oder Fruchtkörpern ist 20°C.
Ertrag: 80% -200% BE möglich.
Speisewert: 7 von 10
Marktsituation: Als Frischpilz gelegentlich im Handel, meist im Sommer.
Vitalwert: 7 von 10
Kulturlinie SE 125: Eine Kulturform aus den USA.
Bilder: Alle Fotos zeigen den Originalstamm und Kulturen, die mit meinen Produkten und Substratrezepten hergestellt wurden. Erneuten Dank an meinen Freund Christian Leitgeb,
der immer wieder sein züchterisches und fotografisches Können zeigt.
Produktdetails
Produkt # 12501: Petrischale 9 cm
Steril hergestellte Reinkultur, aus Urkultur mit definiertem generativen Status (hier P-4) übertragen. Gewachsen auf 25 ml Vollmedium-Nährboden, aus hochwertigen Zutaten hergestellt. Extrasteife Ausführung mit erhöhtem Agar-Agar-Anteil, um eine Schnittfestigkeit auch nach langer Lagerung
zu garantieren. Mehrfach mit Spezialfilm versiegelte und im Mikrofilterbeutel verschweißte
Einmal-Petrischale aus Polystyrol.
Bei Versand nahezu vollständig oder vollständig besiedelt, frei von Kondenswasser und jeglicher Kontamination, dreifach hygienisch und bruchsicher verpackt. Im Lieferumfang enthalten sind zwei Verschlußstreifen aus Parafilm, mit denen Sie nach einer Entnahme des Myzels die Schale wieder zuverlässig versiegeln können.
Zur Beimpfung von Flüssignährböden, Körnerbrut, Dübeln oder anderen Vorkulturen. Auch zum Anlegen einer Langzeitkultur auf Schrägagar oder in sterilem Wasser bestens geeignet. Sie können damit auch ein sterilisiertes Endsubstrat beimpfen, allerdings wird die Besiedelung länger dauern
als mit einem anderem Brutmaterial.
Zur Verarbeitung ist die Verwendung einer Impfbox, eines Bunsenbrenners
oder eines Flowhoods zur Bewahrung der Sterilität zwingend erforderlich.
Bei Lagerung um 2- 4°C ist die Kultur mind. 6 Monate haltbar. Lieferzeit: max. 28 Tage.
Produkt # 12503: Flüssigbrut 10 ml
Steril im Mini-Bioreaktor hergestellte Flüssig-Reinkultur auf Basis einer Vorkultur mit definiertem generativen Status (hier: P-5) und einer Nährlösung aus hochwertigen Rohstoffen.
Mit verschiedenen Verfahren auf Reinheit geprüft.
Unter Laborbedingungen in hochwertige Einmalspritzen (Braun Omnifix) aufgezogen, mit fest eingeschraubtem Luer-Lock-Stopfen sicher verschlossen, hygienisch sicher im Ziplockbeutel verpackt. Dann sofort eisgekühlt, um den Stoffwechsel des Pilzes auszubremsen und ihn so
in den Winterschlaf zu schicken. Die hohe Besiedelungsdichte der Nährlösung und die Frische garantieren ein schnelles Anwachsen. Eine mitunter leichte Eintrübung oder Verfärbung
des Myzels ist verfahrensbedingt.
Zum Lieferumfang gehören ebenfalls:
2 Impfports zur einfachen Brutherstellung im Glas.
2 Alkoholtupfer zum evtl. Abreinigen des Impfports.
2 steril verpackte extradicke Kanülen (Marke Braun) zur leichten Verarbeitung.
2 steril verpackte Luer-Lock-Stopfen (Marke Fresenius) zum hygienischen Verschluss
1 Streifen Sterilisations-Indikatorband (Marke Rotolab)
Zur Beimpfung von Flüssig-, Körner-, Substrat- oder Dübelbrut auch ohne aufwändige Steriltechnik. Auch zur direkten Beimpfung eines sterilen Endsubstrats geeignet, rechnen Sie aber mit einer verlängerten Einbrutzeit.
Durch die spezielle Behandlung des Myzels während der Herstellung ist Flüssigmyzel extrem schlagkräftig und zur schnellen und einfachen Beimpfung von Bruten und Substraten aller Art
gut geeignet. Zur Linienerhaltung sollten Sie aber besser eine echte Reinkultur heranziehen.
Eine Anleitung zur Verarbeitung meiner Flüssigbrut finden Sie hier...
Bei Lagerung um 2-4°C mind. 3 Monate haltbar. Lieferzeit max. 7 Tage
Produkt #12504: Körnerbrut 500 Gramm
Sie erhalten 500 Gramm (entsprechen aufgelockert etwa 750 ml) Körnerbrut auf Basis von Sorghum und Weizen. Nach mehrstufiger Vorbehandlung abgefüllt in hochwertige Zuchtbeutel, nach der Vollsterilisation unter Laborbedingungen mit einer sehr jungen Vorkultur beimpft und kontrolliert eingebrütet, anschließend bei 4°C gekühlt.
Verwendung für alle unsterilen und sterilen Verfahren oder zur Gewinnung von mehr Brutmaterial durch das G2G-Verfahren. Geliefert im Original- Mikrofilterbeutel, sie erhalten keine umgefüllte Ware wie bei manchen anderen Händlern. Entfernen Sie die Seidenpapier- Umverpackung bitte unmittelbar nach Erhalt und verwahren Sie die Brut bis zur Verwendung im Kühlschrank auf.
Lockern Sie vor der Verimpfung den immer noch versiegelten Beutel durch vorsichtiges Kneten/ Massieren/ Schütteln so auf, daß alle Körner vereinzelt werden. Dieser Vorgang kann einige Minuten dauern, da durch die Bewegung des Beutels erst langsam die zum Mischen benötigte Luft durch den Filter einströmt. Desinfizieren Sie die Arbeitsfläche und ihre Hände vor und während des Vorgangs großzügig mit 70%igem Isopropanol. Sprühen Sie den Beutel und insbesondere den Filter erst NACH Auflockerung der Körner ab. Ein feuchter Filter lässt keinen Luftaustausch zu, dann kann die Auflockerung des Materials nicht funktionieren.
Ausreichend für etwa 5 Kg feuchtes, unsteril hergestelltes Substrat. Zur Verimpfung in befeuchtete Strohballen empfehle ich mindestens 3 dieser Beutel. Zur Verwendung bei sterilen Kulturen können Sie bei richtiger Arbeitsweise etwa 25 Kg feuchte Substratmasse beimpfen. Bei der Nutzung als
G2G-Brutmaterial gewinnen Sie etwa die zehnfache Menge.
Bei Lagerung von 2- 4°C mind. 1 Monat haltbar. Lieferzeit max. 28 Tage.
Wissenswertes
Allgemeines:
Ein weitverbreiter, sehr wohlschmeckender Pilz. In unseren Breiten ein klassischer Winterpilz, der sich oft erst nach dem ersten Frost zeigt. Er lebt als Schwächeparasit, kann seine Lebensweise aber leicht auf saprobiontisch umstellen und ist deshalb züchtbar. Weltweit gilt er neben dem Champignon, dem Shiitake und dem Buchenrasling als der meistgezüchtete Pilz überhaupt.
Einer der Hauptgründe für seinen Erfolg liegt in seiner Fähigkeit, alle möglichen und unmöglichen Substrate aufzuschließen. Die Eigenart, diverse organische Abfälle verwerten zu können, macht ihn zu einer unverzichtbaren Nahrungsquelle gerade in der dritten Welt. Man kann Austernpilze auf Bananenstümpfen züchten oder auf Altpapier. Sie wachsen auf Ihrer alten gekochten Jeans genau so gut wie auf eingeweichten Strohballen.
Dieser spezielle Stamm aus Florida bleibt cremeweiß und gilt wegen seiner Unverwüstbarkeit als idealer Einsteigerpilz.
👨🍳 Ich mag Austernseitlinge grundsätzlich am Liebsten kurz und sehr heiß gebraten. Machen Sie rchtig Feuer unter der Pfanne und seien Sie mit gutem Pflanzenöl/ Butterfett nicht geizig! Verzichten Sie lieber auf lange Garzeiten und servieren Sie den Pilz so knackig wie möglich.
Zuchtverfahren:
Wächst auf überbrühten Strohpellets und anderen einfachen Substraten sowie auf Stämmen und Stümpfen von Laubhölzern. Daß der Pilz frostsicher ist, kann ich Ihnen leider nicht garantieren, lagern Sie Stammkulturen besser geschützt.
Bei der Substratwahl sind Ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt, Austernpilze verdauen diverse pflanzliche Rohstoffe, für die Sie vielleicht nicht einmal Geld bezahlen müssen. Beste Zuchterfolge erzielen Sie mit einem sterilen, gut mit Kraftfutter angereicherten Substrat auf Laubholzbasis.
Schöne Ergebnisse im herbstlich/winterlichen Außenbereich sind auch mit dem Strohwurst- oder dem Eimer-Verfahren möglich, siehe Bilder. Funktionierende Substratrezepturen finden Sie hier...
Einbrut bei 20-26°C, danach unmittelbare Überführung in die Fruchtung,
Reifezeiten sind nicht notwendig und eher kontraproduktiv.
Fruchtungsparameter:
- Temperatur: Zwingend mindestens 20°C. Werte bis 30°C sind möglich.
- Feuchte: Anfangs hohe (93%). später moderate Werte (80-85%),
- CO²-Werte: So gering wie möglich. 650 ppm gelten als Maximum.
- Luftaustausch: Sehr hoch
- Lichtbedarf: 1000 lux/m² gelten als ausreichend.
Tricks und Kniffe:
Wie alle Seitlingsarten braucht der Florida-Austernseitling neben einem guten Luftaustausch auch eine gute Luftbewegung (Fanning) im Zuchtraum.
Die Einhaltung eines CO²-Wertes unter 650 ppm in der Raumluft und eine ausreichende Ventilation stellen sicher, daß sich die Hüte entwickeln, ohne dass der Stiel lang und damit zäh wird. Als klassische Seitenfruchter entwickeln sich die Fruchtkörper natürlicherweise büschelig und ohne viel Stielanteil.
Obwohl nicht zwingend notwendig, profitiert auch diese genetische Linie von einem 24-stündigen leichten Kälteschock, den Sie unmittelbar vor der Öffnung der Kultur, dem sog. "Birthing" durchführen können.
Vermeiden Sie lieber, das Substrat zur Fruchtung großflächig zu exponieren. Damit fördern Sie nur die Bildung von Aborten, die sich nicht zu echten Pilzen entwickeln und die Kultur nur unnötig Kraft kosten. Mehr Ertrag haben Sie durch eine größere Oberfläche definitiv nicht. Außerdem trocknet die Kultur erheblich schneller aus. Öffnen Sie lieber nur wenige kleine "Fruchtungsfenster", aus denen der Pilz schlüpfen kann.
Bei einem ideal gestalteten Pinset erhalten Sie wenige Tage nach Fruchteinleitung einzelne kleine Schwarmkolonien, die sich innerhalb von wenigen Tagen zu großen Büscheln auswachsen. Nachträgliches Gießen sollten Sie während der ersten Erntewelle möglichst vermeiden. Sprühen Sie Pilze auch niemals direkt mit Wasser an! Beide Methoden zur nachträglichen Befeuchtung erhöhen nur das Risiko, daß sich Kontaminanten wie Bakterien oder Schimmel einnisten.
Zur Einleitung von Folgewellen ist eine Nachbefeuchtung, bevorzugt durch einen Tauchgang, irgendwann nötig. Fangen Sie damit aber besser nicht zu früh an!
Wenn Sie Zuchtbeutel verwenden, die Sie seitlich aufschneiden wollen, warten Sie nicht zulange mit dem "Birthing". Wenn Sie im Beutel bereits Pilze erkennen, ist es eigentlich schon zu spät. Drücken Sie lieber frühzeitig, also unmittelbar nach erfolgreicher Besiedelung, alle Luft durch den Filter heraus. Klappen Sie den oberen Teil des Beutels mitsamt Filterpatch über die Kultur, statt ihn abzuschneiden. Fixieren Sie das Ganze kräftig mit Klebe- oder Gummiband. Luftlöcher und Höhlen sollten nicht verbleiben, dort fruchtet u.U. der Pilz ungewollt hinein.
Öffnen Sie dann mit einem sehr sauberen Hakenmesser den Beutel an einigen wenigen Stellen, an denen sich schon primordiales Wachstum zeigt oder ahnen lässt. Primordiales Myzel erkennen sie an einzelnen Verdickungen oder Erhebungen des Myzels unter der Oberfläche des Beutels.
Achtung: Pilz mit hoher Sporenentwicklung!
Sporen dieses Pilzes können Beschwerden und Erkrankungen bei Mensch und Tier auslösen. Züchten Sie diesen Pilz besser nicht in Wohnräumen oder Stallungen. Halten sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Anbau geeignete Schutzmaßnahmen ein und ernten sie den Pilz vor der Sporenbildung.