Allgemeines:
Ein heimischer Winterpilz, dessen Fruchtkörper sogar Frost überstehen. In Japan der nach dem Shiitake am meisten angebaute Pilz. Dort erzeugt man ihn in Flaschen, denen man nach Fruchtbildung einen Kragen aufsetzt, damit der Pilz als enggepackter Büschel aus dutzenden von Einzelpilzen heranwächst. Die vorliegende Zuchtlinie aus Korea bleibt in Kultur reinweiss.
Kulinarisches:
Europäische Konsumenten können die wirkliche kulinarische Klasse von weißen und andern Enokis oft gar nicht richtig einschätzen. Grund dafür: Die kleinen "Spaghetti-Pilze" aus Korea oder China, die sich mittlerweile häufiger im Supermarkt finden lassen, haben auf dem langen Weg um den Globus die ganz entscheidende Eigenschaft eingebüßt. Die unvergleichliche Konsistenz der Stiele bleibt nur für wenige Tage erhalten. Der extrafeine "crunch" ist der Schlüssel für den langanhaltenden Erfolg der Pilzart am asiatischen Markt.
Zuchtverfahren:
Eine unsterile Beimpfung von Stämmen und Strünken von heimischen Hölzern ist leicht möglich. Der Pilz mag Pappeln, Weiden, Eschen und Birkenholz. Gute Zuchterfolge erzielen Sie indoors auf meinem Standardrezept für Holzzersetzer.
Schlanke Kulturgefäße, die sich später platzsparend aufstellen lassen, und aus denen die Pilze später nur oben herauswachsen, sind für Schwarmfruchter wie Enokis eine bessere Wahl als große Kulturbeutel. Reduzieren Sie die Schlupfmöglichkeiten, die Sie dem Pilz bei einer Beutelkultur nach der Reifephase und einem Kälteschock anbieten, um eine Büschelbildung zu provozieren.
Einbrut bei 23°-25°C, 14-21 Tage, Fruchtung bei 13°-16°C und 90-95% RLf. Lichtbedarf: 300 Lux.
Zur Einleitung von Folgewellen stellen Sie nach der Ernte die Kultur wieder etwas wärmer.
Tricks und Kniffe:
Die eingebrütete Kultur braucht eine 3-wöchige Reifephase und profitiert von einem Kälteschock.
Der Pilz benötigt für die Kultur in Flaschen oder Beuteln nur wenig Licht.
Achtung: Pilz mit Sporenentwicklung.
Sporen dieses Pilzes können Beschwerden und Erkrankungen bei Mensch und Tier auslösen. Züchten Sie diesen Pilz besser nicht in Wohnräumen oder Stallungen. Halten sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Anbau geeignete Schutzmaßnahmen ein und ernten sie den Pilz vor der Sporenbildung.