Allgemeines: Weltweit nach dem Champignon der gefragteste Pilz auf der Welt!
Die Verfahren, Shiitake auf Stämme zu zwingen, sind seit der Antike bekannt.
Alle Shiitake-Stämme können sowohl Koshin( mäßig dicker Hut, dünnere längere Stiele), als auch Donko-Pilze (dickerer Hut, kräftige kurze Stiele) produzieren, abhängig von den Fruchtbedingungen (Licht, Feuchte etc.)
Einige Stämme haben aber eine stärkere 'Koshin'-Tendenz und andere eine stärkere 'Donko'-Tendenz. Diese chinesische Linie macht grundsätzlich eher dicke Hüte und ausgeprägte Stiele.
👨🍳 Gute Konsistenz, ein kräftiges Knoblaucharoma und die universelle Verwendbarkeit machen meinen "Garlic Donko" bei Gourmets beliebt. Die Pilze nehmen leicht Feuchtigkeit auf, verlieren aber bei der Zubereitung kaum Wasser. Braten Sie die Pilze nicht zu lange, sie können sonst hart werden. Shiitake profitieren wie nur wenige Pilze von einer Trocknung und einer späteren Rehydrierung.
Zuchtverfahren: Bevorzugt Substrate aus reinem Laubholz, vornehmlich Eiche und Buche.
Stroh enthaltende Substrate funktionieren nicht vernünftig. Beste Ergebnisse auf mäßig stark angereichertem sterilen Substrat, 3 bis 5 Erntewellen sind möglich.
Diese Sorte geht relativ schnell ins Getreide und relativ schnell ins Endsubstrat, benötigt aber volle 3 Monate Reifezeit. Die Beutelkultur muss deutlich sichtbar durch die Bräunungsphase und das anschließende "Popcorning" gehen, bevor die Kulturen an die Luft dürfen, ansonsten bleiben die Ergebnisse unterdurchschnittlich.
Ausdrücklich auch zur Anlage von Stammhölzern zur Aussenanlage geeignet, da frostsicher. Stammkulturen müssen im Gegensatz zu anderen Pilzen nicht vergraben werden, Sie können die Stämme daher in Formationen aufstapeln, die Sie allerdings regelmäßig wässern müssen, falls es in den Sommermonaten zu trocken wird.
Zuchtbedingungen für den Innenanbau:
- Einbrut dunkel bei 20°-24°C,
- Reife: Dunkel/ am Ende mit Licht 16-18°C,
- Fruchtung: 13°-18°C, Feuchte 88-93%, Licht 1000 Lux, CO² 400-600 ppm.
Tricks und Kniffe: Ein gewisser Anteil Grobstruktur im Substrat erleichtert die Wasser-Aufnahme und -Haltekraft bei Substratkulturen, wichtig bei den später notwendigen Tauchgängen zur Einleitung weiterer Erntewellen. Shiitake braucht zur Fruchtung viel Frischluft.
Vor der ersten Fruchtung ist ein vorsichtiges Abklopfen/Abklatschen der Kultur förderlich. Shiitake profitieren auch von einem Fruchtungsschock durch drastisch abgesenkte Nachttemperaturen.
Achtung: Pilz mit Sporenentwicklung!
Sporen dieses Pilzes können Beschwerden und Erkrankungen bei Mensch und Tier auslösen. Züchten Sie diesen Pilz besser nicht in Wohnräumen oder Stallungen. Halten sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Anbau geeignete Schutzmaßnahmen ein und ernten sie den Pilz vor der Sporenbildung.